Logistikimmobilien

Ansiedlungsvorhaben - richtig gemacht

Wie finden Logistikleiter den richtigen Standort für eine Logistikimmobilie und wie ist dessen Nachhaltigkeit einzuschätzen? Fred-Markus Bohne im Gespräch mit Martin Schrüfer.

materialfluss: Wie geht ein Logistiker am besten an die Planung eines Logistikstandorts: Was sind die drei wichtigsten Fragen, die er sich stellen muss?

© Panattoni

Fred-Markus Bohne: Im Rahmen von Projektentwicklungen im Logistikbereich entscheiden drei Faktoren über den Erfolg von Ansiedlungsvorhaben: Lage, Arbeitskräfteverfügbarkeit und die Gegebenheiten vor Ort. Bei der Lage sind sowohl die Makro- als auch die Mikro-Perspektive wichtig, wobei erstere die wirtschaftliche Beschaffenheit einer gesamten Region umfasst, letztere die Infrastruktur sowie die Anbindung an Straße, Schiene und Wasserwege. Die schnelle Erreichbarkeit von Autobahnen und Bundesstraßen, idealerweise mit Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen, ist dabei ebenso entscheidend wie das Vorhandensein von Flug- und Binnenhäfen sowie die Nähe zu Metropolen und Ballungsräumen. Aufgrund der landesweiten und akuten Flächenknappheit ist es immer schwieriger, an gut angebundenen Grundstücke zu gelangen. Aber auch der Personalmangel stellt in der Logistik eine enorme Herausforderung für Unternehmen und Dienstleister dar. Projektentwickler setzen sich deshalb bei Ansiedlungsvorhaben schon proaktiv mit der Arbeitskräfteverfügbarkeit auseinander, dazu gehört immer häufiger auch die Zusammenarbeit mit regionalen Jobcentern. Bei Panattoni ist darüber hinaus die Berücksichtigung kommunaler Anliegen von herausragender Bedeutung, die wir mit umfassenden Maßnahmen in den Bereichen Infrastruktur, Umwelt-, Arten- und Klimaschutz umsetzen. Damit wollen wir dazu beitragen, mit Logistik-Vorhaben Mehrwerte für Gemeinde und Bevölkerung zu generieren.

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Nachhaltigkeit als wichtiges Argument für Ansiedelungen

mfl: Nachhaltigkeit ist angesagt – auf, vor und im Logistikzentrum: warum eigentlich?

Bohne: Aufgrund des Fortschreitens des Klimawandels sowie der steigenden Herausforderungen in den Bereichen Arten- und Umweltschutz steigt die Bedeutung von Nachhaltigkeit aus wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Perspektive. Dies macht sich auch in der Logistikimmobilien-Branche immer deutlicher bemerkbar. Neben den Nutzern agieren vor allem Investoren und Kommunen als wesentliche Treiber für mehr Nachhaltigkeit. Dies lässt die Relevanz der international gültigen ESG-Kriterien zunehmen, die die drei Nachhaltigkeitsbereiche Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung) umfassen und die bei Panattoni immer mehr im Zentrum unserer Aktivitäten stehen.

Auch im Verhältnis zu den Kommunen zeigt sich der Nachhaltigkeitsaspekt immer öfter als wichtiges Ansiedlungsargument und -kriterium, womit Projektentwickler Gemeinden und Bevölkerung überzeugen können. Dabei orientieren sich Kommunen unter anderem an den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen und verfügen oftmals über klare Vorstellungen einer nachhaltigen Flächenentwicklung, die wir als Projektentwickler mit unserem Know-how und unserer Erfahrung umsetzen können. Ein gutes Beispiel ist dafür die Vorgabe der Bundesregierung, die Flächenneuversieglung bis 2030 unter 30 Hektar am Tag zu begrenzen. Hier stellen wir bei Panattoni immer wieder unsere Expertise bei der Durchführung komplexer Revitalisierungsvorhaben zur Verfügung.

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 3/2022.

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