Logistik-Dienstleister
Green Logistics steht bei Logistikdienstleistern hoch im Kurs
Die Maßnahmen umfassen den Einsatz energiesparender Fahrzeuge, Auflieger und Wechselbrücken ebenso wie routen optimierte Transporte und das effiziente Management komplexer Distributions- und Beschaffungs-Netzwerke. Auch die Logistik- und Umschlagzentren werden nachhaltig betrieben, von der Beleuchtung und Klimatisierung bis hin zur Verwendung von Regenwasser.
DB Schenker investiert mit 6.000 neuen Ladegefäßen in den Ausbau der europäischen Systemverkehre. Die bisher eingesetzten Wechselbrücken werden teilweise durch neue ersetzt, so dass künftig durchgängig doppelstöckig beladen werden kann, was erhöhte Ladungssicherheit und vereinfachtes Be- und Entladen im Terminal bedeutet. Zudem werden rund 1.000 Wechselbrücken ausgetauscht. Mit diesen Maßnahmen baut DB Schenker den eigenen europäischen Wechselbrückenpool auf weitere Länder aus: Langfristig soll in 36 europäischen Ländern im Systemverkehr mit dieser Technik gearbeitet werden.

Neue Wechselbrücken für europäische Systemverkehre
Die von Krone gelieferten neuen Behälter verringern mit ihrer glatten Oberfläche und abgerundeten Kanten den Kraftstoffverbrauch und damit den CO2-Ausstoß. Pro 100 km lässt sich somit ein Liter Diesel sparen. Energiesparendes Fahren hat erheblichen Einfluss auf die Energiebilanz. Daher schult DB Schenker seine Fahrer im Landverkehr flächendeckend, energiesparend zu fahren. So werden regelmäßig alle 30.000 Fahrer, inklusive der von Subunternehmen, die für Schenker im Einsatz sind, geschult. Wie die Erfahrungen zeigen, werden durch diese Maßnahmen bis zu zehn Prozent weniger Kraftstoff verbraucht.
Zudem wird die komplette Fahrzeugflotte von DB Schenker und ihrer Subunternehmer – kontinuierlich erneuert, wobei die Euro-Norm-Klassifizierung im Fokus steht. Alle 6.000 Subunternehmer müssen jährlich über die Erneuerung ihrer Flottenstruktur berichten und erhalten entsprechende Bewertungen. Auch auf hoher See sinkt der CO2 Ausstoß deutlich, denn DB Schenker Logistics und die weltgrößte Reederei Maersk Line haben eine strategische Vereinbarung zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes in der Seefracht unterzeichnet. Maersk Line hat sich verpflichtet, bis 2020 bei jedem für DB Schenker Logistics beförderten Container die CO2-Emission um 20 Prozent gegenüber 2014 zu senken.
Hellmann setzt auf LNG
Hellmann Worlwide Logistics intensiviert erneut seine Planungen zum Einsatz von alternativen Kraftstoffen im Lkw-Fuhrpark. Durch die erfolgte Euro-6-Zulassung für die Fahrzeuge des Typs „Iveco Stralis LNG“ (steht für Liquid Natural Gas und somit Flüssig-Erdgas), mit dem Hellmann bereits Mitte 2012 eine vierwöchigen Praxistest absolviert hatte, sieht man die „finale Integration von LNG“ in greifbare Nähe gerückt. und somit die CO2-Emission.
Abgas-Minimierung, Aktiver Palettentausch und Einsatz von E-Staplern
„Ein aktiver und intelligenter Umweltschutz hat für uns als global agierender Logistik-Dienstleister hohe Priorität“, so Logistikdienstleister Dachser. Die effiziente Gestaltung sämtlicher Prozessketten im Rahmen der Beschaffungs- und Distributionslogistik trägt hierzu entscheidend bei. Zudem will Dachser mit der Stiftungsprofessur für Sustainable Logistics & Supply Chain Management an der European Business Scho „unserer Branche neue Impulse geben.“ Getreu dem Motto „Mehr denken, weniger lenken“ werden optimale Fahrzeugauslastungen durch regelmäßige Stückgutverkehre und Doppelstockbeladung sichergestellt. Die Trennung von Laderaum und Fahrzeug mit Hilfe der Wechselbrücke ermöglicht eine kompaktere Beladung und höher Transport- Effizienz infolge kürzerer Standzeiten. Mit Fahrzeugen auf dem neuesten Stand der Technik hält Dachser „den Ausstoß von CO2 so gering wie möglich“. Und als weitere Maßnahmen trägt der intelligent organisierte Palettentausch über ein IT-gestütztes Gutschriftsystem „erheblich zur Reduzierung von CO2-Emissionen bei, und die Mehrwegverpackungen können drei bis fünf Mal genutzt werden. Mit Strom aus Wasserkraft 64.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart Dachser setzt für reduzierten CO2-Ausstoß Elektrostapler ein. Und optimiert zudem die Energie-Bilanz der Bürogebäude und Logistikzentrale: Seit 2013 bezieht Dachser seinen Strom in Deutschland zu 100 % aus Wasserkraft, wodurch pro Jahr fast 64.000 t CO2 eingespart werden. Sämtliche Niederlassungen von Dachser verfügen über eine Beleuchtungssteuerung innen liegende Flure und Räume, alle Niederschlagswasser werden dem Grundwasser zugeleitet. Die Lkw-Waschanlagen nutzen Regenwasser. Und zudem wird der interne Papierverbrauch auf ein „Minimum reduziert, da wir 90 % unserer Empfangsquittungen via Penkey digitalisieren und zum Abruf ins optische Archiv stellen.“ „Eco Warehouse“-Konzept für nachhaltige Logistikzentren Mit „Eco Warehouse“ hat DB Schenker ein integriertes Konzept entwickelt, mit dem Lagergebäude energieeffizient betrieben und die CO2-Emissionen um bis zu 35 % reduziert werden können. Basierend auf diesem Konzept bauen und entwickeln die Spezialisten neue umweltfreundliche und umweltverträgliche Logistikzentren. Zugrunde gelegt werden globale Standards für nachhaltiges Bauen analog den Bestimmungen nach LEED (Leadership in Energy and Environmental Design), BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method) und DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen). Dazu gehören Techniken zur Wärmeisolierung, der Einsatz erneuerbarer, lokal verfügbarer Ressourcen, die Installation von Solar-Energie- und Regenwasser- Nutzungstechniken, sowie umweltbewusste Standort-Definition.
Bau und Betrieb von Logistikzentren im Fokus

In seinem Logistikzentrum in Willebroeck, das primär für Kunden aus der Konsumgüterindustrie genutzt wird, hat Schenker ein natürliches Kühlsystem eingesetzt: Niedrige Außentemperaturen in der Nacht werden genutzt, die gesamte Anlage auch tagsüber kühl zu halten.
Rhenus setzt auch beim Bau seiner Logistikzentren auf Nachhaltigkeit: Sämtliche Neubauten werden nach dem DGNB-Standard zertifiziert. DGNB ist das Kürzel für die Mitte 2007 gegründete „Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V.“ Zudem sind bei Rhenus beispielsweise in den Zentren in Basel, Saragossa und Weil am Rhein Photovoltaikanlagen, Tageslichtsteuerungen, Elwektro-Flurförderzeuge und Leichtbau-Lkw im Einsatz.
Und im Logistikzentrum Frankfurt des Geschäftsbereichs Contract Logistics werden die Wärme für das Heizen der Halle und der Büros sowie die Warmwasserbereitung fast ausschließlich mit Biomasse erzeugt. Auch die LED-Beleuchtung mit Präsenzmeldern in der Fachbodenregalanlage des Lagers trägt zu den insgesamt sehr niedrigen Energiekosten bei.
Reinhard Irrgang
Kontakt:
Dachser GmbH & Co. KG
Fahrzeugwerke Bernhard Krone GmbH www.krone-trailer.com
Ludwig Meyer GmbH & Co. KG www.meyer-logistik.com
DB Schenker Logistics www.logistics.dbschenker.de
Rhenus SE & Co. KG www.rhenus.com









