Logistik-Dienstleister
Gemeinsam in die Zukunft
Die BLG Logistics Group hat ihre Kernkompetenzen in der Automobil-, Kontrakt- und Containerlogistik. In diesen drei Geschäftsbereichen bietet die Unternehmensgruppe vollstufige logistische Systemdienstleistungen an. Dass die digitale Transformation die Arbeitsweise verändert und neue digitale Lösungen bietet, ist Fakt. Ein Blick hinter die Kulissen.

Zu den Kunden von BLG zählen die führenden Automobilhersteller ebenso wie starke Marken aus dem Handel. Die Wurzeln der BLG reichen bis in das Jahr 1877 zurück. Heute ist BLG Logistics ein wachsendes Unternehmen, das sich zu einem global agierenden Logistiker mit Aktivitäten an über 100 Standorten in Europa, Amerika, Afrika und Asien entwickelt hat. Einschließlich aller Beteiligungen bietet die Unternehmensgruppe gegenwärtig rund 18.000 Arbeitsplätze weltweit.
Dass die digitale Transformation die Arbeitsweise verändert und neue digitale Lösungen in der Logistik bietet, daran besteht kein Zweifel. BLG Logistics beschäftigt sich bereits seit längerer Zeit an verschiedenen Stellen der Organisation mit den Themen Digitalisierung, Innovationen und allgemeinen Zukunftsfragen. Denn die BLG will nicht Zuschauer sein, sondern die vierte industrielle Revolution aktiv mit vorantreiben und dabei neue Ideen in der Praxis testen. Im Zuge dessen hat der Logistikdienstleister Ende des letzten Jahres ein interdisziplinäres Innovationsteam gebildet, das für die systematische Planung, Steuerung und Kontrolle von Innovationen innerhalb des Unternehmens verantwortlich ist. Es setzt sich im Kern aus denjenigen zusammen, die sich bereits federführend mit technischen Neuerungen und Themen der Digitalisierung und Automatisierung innerhalb des Unternehmens beschäftigten.
Zwischen Metaplantafeln und beschreibbaren Fenstern entstehen Ideen
Im Rahmen des Innovationskernteams haben sie nun die Möglichkeit, sich intensiver als im Tagesgeschäft mit Innovationen und Zukunftsfragen zu befassen. Um neuen Ideen Raum zu bieten, einen Ort zum Austausch für Digitalisierungsfragen zu haben und agile Projektmethoden zu testen, ist zudem das BLG DigiLab im Neustädter Hafen in Bremen entstanden. Metaplantafeln, bunte Wände und beschreibbare Fenster animieren zum kreativen Austausch und sollen eine Atmosphäre schaffen, die neue Gedanken beflügelt. Die Ideenschmiede dient als Treffpunkt für Digitalisierungsprojekte und bietet Platz für Kreativität. Von hier aus werden zudem die sogenannten 100-Tage-Projekte koordiniert.

Da bei digitalen Themen vor allem auch Geschwindigkeit in der Umsetzung eine wichtige Rolle spielt, werden bei BLG Logistics neue Technologien in 100-Tage-Projekten getestet. Von der Idee bis zum tatsächlichen Einsatz bleiben nur 100 Tage Zeit. Ein interdisziplinäres Projektteam aus verschiedenen Fachbereichen untersucht die Möglichkeiten neuer, vielversprechender Technologien. Diese sollen, auch in Kooperationen mit sehr jungen Unternehmen, möglichst schnell als Versuchsmodell in den Testbetrieb gebracht werden. Ist der Testbetrieb erfolgreich, kann er in anderen Bereichen im Unternehmen angewendet werden. Beispielhaft für diese ehrgeizigen Projekte ist der Einsatz von Drohnen. Im BLG-Logistikcenter in Emmerich nutzt der Logistiker Drohnentechnologie zur Unterstützung des operativen Geschäfts zum Beispiel bei der Inventur des Blocklagers und der Regallagerkontrolle. Für diese „Drohnenunterstützung in der Logistik“ hat die BLG den Tool Award 2017 des AKJ Automotive erhalten, der aufgrund des Innovationsgehalts sowie des erreichbaren Nutzens und Mehrwerts für den Anwender vergeben wurde. Derzeit prüft der Logistiker, ob die Drohnen an weiteren BLG-Standorten eingesetzt werden können.
Qualifizierung als Schlüssel
Bei BLG Logistics ist die Befähigung und Qualifizierung der Mitarbeiter ein entscheidender Baustein der Digitalisierungsaktivitäten. In einem sich verändernden Arbeitsumfeld, welches von komplexen Prozessen und technologisch anspruchsvollen Anlagen und Werkzeugen bestimmt ist, wird es immer wichtiger, den Menschen einzubeziehen und seine Kompetenzen zu fördern. Nur so kann er als Entscheider und Gestalter die digitale Transformation aktiv beeinflussen. Dazu gehört bei BLG, dass Mitarbeiter im Unternehmen von Anfang an neue Technologien in ihrem Arbeitsalltag nutzen und die Digitalkompetenz gefördert wird.
Neben innovativen Lernmethoden über Online-Plattformen gehört der praktische Umgang mit technischen Geräten dazu. Schon seit Beginn des Jahres ist daher der komplexe Umgang mit 3D-Druck Teil des betrieblichen Ausbildungsprozesses für angehende Mechatroniker. Mithilfe eines 3D-Druckers, der für den Ausbildungsbereich beschafft wurde, können die Auszubildenden ihre technischen Zeichnungen und Modelle kurzerhand zum Leben erwecken. Dabei lernen sie zum Beispiel die passenden Materialien für unterschiedliche Druckteile zu bestimmen, den Drucker zu konfigurieren oder ihn über eine App zu steuern.
Ersatzteile einfach drucken
Als Bauplan benötigen sie lediglich eine CAD-Datei, auf deren Grundlage das gewünschte Teil gedruckt werden kann, Planung und Herstellung verlaufen somit gänzlich digital. Über die Ausbildung hinaus eröffnen sich diverse weitere Anwendungsmöglichkeiten im Unternehmen. Vor allem Ersatzteile für die Technikbereiche werden erstellt: Anstatt lange Zeit auf ein neues Teil zu warten, es teuer zu kaufen oder wohlmöglich ganze Geräte neu zu erwerben, werden bei BLG Logistics mit dem additiven Fertigungsverfahren, Ersatzteile einfach gedruckt. Aber auch Modelle, Muster und Prototypen werden mit dem 3D-Drucker erstellt und von den Bereichen Projekt- und Prozessmanagement sowie vom Vertrieb genutzt.









