Logistikdienstleister
Zwei Solarschiffe auf der Spree
Die DHL Group setzt in Berlin weiter auf nachhaltige Lösungen für den Pakettransport – auch auf dem Wasser. Seit 2022 ist das erste solarbetriebene Schiff von DHL täglich zwischen dem Südhafen Spandau und dem Westhafen unterwegs und hat bereits mehr als 300.000 Pakete auch kohlenstoffdioxidfrei transportiert. Das Projekt verläuft so erfolgreich, dass DHL nun mit einem weiteren elektrisch angetriebenen Solarschiff auf einer zweiten Route auf der Spree fährt.
"Wir als DHL haben mit unseren Solarschiffen in Berlin ein echtes Leuchtturmprojekt für nachhaltige Logistik. Und wir freuen uns sehr, dass wir jetzt auf einer zweiten Route Pakete transportieren", sagt Sven Goerke, Leiter der Niederlassung Berlin Paket. "Unsere große Logistik-Expertise, übertragen auf Wasserwege und kombiniert mit solarbetriebenen DHL-Packstationen, zeigt eindrucksvoll, wie innovative Lösungen den Straßenverkehr in Berlin entlasten können."
Bis zu 1.500 Pakete pro Ladung
Die zweite Schiffsroute führt von Köpenick über mehrere Haltepunkte mit solarbetriebenen DHL-Packstationen, etwa in der Rummelsburger Bucht, bis zum Osthafen nahe der Oberbaumbrücke. Das hat DHL Paket gemeinsam mit der Reederei Solarwater-
world beschlossen. Das zweite Solarschiff ist deutlich größer und kann somit noch mehr Pakete emissionsfrei und geräuschlos transportieren – maximal bis zu 1.500 Pakete. Es ist 19,50 Meter lang und 5,10 Meter breit. Durch die Nutzung von Photovoltaik auf dem Schiffsdach kann ausreichend Strom für den Antrieb und die Bordenergie gewonnen werden. Für Zeiten ohne Sonne wird die Energie in Batterien gespeichert. Mit Sonne ist die Fahrtdauer unbegrenzt, ohne Sonne kann das Schiff 12 bis 15 Stunden fahren.
DHL Group: Emissionsfreiheit angestrebt
Die DHL Group hat es sich zur Aufgabe gemacht, die logistikbezogenen Emissionen bis 2050 auf netto null zu reduzieren. Dafür baut DHL seine Flotte von Elektrofahrzeugen in der Zustellung weiter aus, mit einer E-Zustellflotte in der Hauptstadt von rund 1.000 E-Fahrzeugen sowie mehr als 1.700 elektrischen Lastenrädern, vor allem E-Trikes und E-Bikes. Damit werden die Brief- und Paketsendungen in der Hälfte des Berliner Stadtgebiets bereits heute CO2-neutral ausgeliefert.
Der Berliner Senat ist dabei bereits Kooperationspartner der DHL Group. Gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt und den Bezirken Treptow-Köpenick, Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg sollen möglichst an weiteren Haltepunkten des Solarschiffs solarbetriebene DHL-Packstationen aufgestellt werden. Der Genehmigungsprozess für zusätzliche Standorte läuft bereits.
Ein wichtiger Projektpartner der DHL-Solarschiffe ist die Reederei Solarwaterworld. Tim-Derek Schultze, Vorstand der Solarwaterworld, sagt: "Mit dem Start von ‚Route zwei‘ erreichen wir den nächsten Meilenstein für eine neue Form urbaner Logistik in Berlin. Wir bringen den Transport zurück aufs Wasser – emissionsfrei, leise und deutlich effizienter für die Stadt." Schultzes Vorstandskollegin Louise Ahrens sagt: "Wir sind stolz darauf, Teil dieser innovativen Entwicklung zu sein und die Potenziale, die die Hauptstadt bietet, aktiv mitzugestalten. Unser Ziel ist es, diese Lösung nicht nur zu etablieren, sondern kontinuierlich weiter auszubauen."
Das zweite DHL-Solarschiff ist Teil des Projekts A-Swarm II, bei dem Partner wie die Technische Universität Berlin zur autonomen elektrischen Schifffahrt in Metropolregionen forschen – unterstützt mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.










