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Artikel und Hintergründe zum Thema

Logistik-Dienstleister

Energieverbräuche stets im Blick

Umwelt- und energiebewusstes Handeln hat bei Hellmann seit langem Tradition. Der familiengeführte Logistik-Dienstleister mit Hauptsitz in Osnabrück hat sich schon früh dem Gedanken an zukünftige Generationen verschrieben und bereits 1996 ein Umweltmanagementsystem eingeführt. Die Erfassung und Überwachung von Energieverbräuchen ist schon damals ein Thema gewesen, welches mit der Einführung eines systematischen Energiemanagement-Systems nun einen Schritt weiter entwickelt worden ist.

Tobias Jüchter (li.) und Daniel Hülemeyer
Experten auf dem Feld Umwelt: Tobias Jüchter (li.) und Daniel Hülemeyer. Foto: Hellmann

Mit dem Ziel einer kontinuierlichen Überwachung der Energiedaten hat man sich auf die Suche nach einer geeigneten Plattform begeben, die man intern im Finanzbereich beim Controlling ausmachen konnte. „Hier waren im Grunde bereits alle Prozesse der Dateneingabe und –Verarbeitung etabliert. Wir mussten nur noch die entsprechenden Masken und Einheiten anlegen lassen“, erläutert Daniel Hülemeyer, im QHSE-Team bei Hellmann mitverantwortlich für das Energiemanagement. „Wir konnten uns also schnell auf die notwendigen Schulungen und Kommunikationspakete konzentrieren.“ Die Schulungen fanden ganz im Sinne der Grundidee des Energiemanagements per Web-Konferenz statt, so dass keine zusätzlichen Verbräuche durch Reisetätigkeiten entstanden sind. „Uns war wichtig, dass wir das Thema authentisch angehen und im Team eine Vorbildfunktion einnehmen“, ergänzt QHSE-Kollege Tobias Jüchter, der im Dienstwagenpool als erster auf ein Elektroauto gewechselt hat.

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Intra

Intra meint: Energetisch prima!

Lippenbekenntnisse und Schaufensterprojekte überlassen wir der Politik, wir Logistiker packen Probleme an und lösen sie nachweisbar und nachhaltig. Mit der ISO-Zertifizierung verschafft sich Hellmann langfristig einen Wettbewerbsvorteil, der die Mühen einspielen wird. Das Konzept von Hellmann ist klar erkennbar, konsequent umgesetzt, energetisch prima und kennt nur Sieger: Mitarbeiter, Kunden – und die Umwelt.

Die ersten Erfahrungen zeigen, dass der Bezug zu den verwendeten Größen noch Schwierigkeiten erzeugte. „Jeder kann sich aus dem privaten Umfeld vorstellen, ob ein Benzinverbrauch von 6l/100 km viel oder wenig ist. Aber eine Bewertung des Stromverbrauchs von 25.000 kWh pro Monat für ein Umschlagslager ist zu Beginn eine eher abstrakte Größe“, erläutert Hülemeyer. „Und so kam es anfangs auch zu einigen Eingabefehlern im 1.000er-Bereich, weil zum Beispiel falsch abgelesen wurde. Dies hat sich durch kontinuierliche Kontrolle und Nacharbeit aber inzwischen stabilisiert.“

Erfasst werden Angaben zu den Energieträgern

  • Dieselkraftstoff
  • Benzinkraftstoff
  • Erdgas
  • Heizöl
  • Elektrizität

Sowie zu den Bezugsgrößen

  • Lagerfläche
  • Bürofläche
  • Anzahl Mitarbeiter
ISO 50001 zertifiziert
Mit Brief und Siegel: Die DEKRA bestätigte Hellmann die Erfüllung der Anforderungen des Energieleistungsgesetzes, das Unternehmen ist nun nach ISO 50001 zertifiziert.

Mittels eines Benchmarking-Systems werden die eingegebenen Daten anschließend in Form von Kennzahlen aufbereitet und gegenübergestellt. Hier zeigt sich das Potential für Einsparmaßnahmen auf, welches aber im nächsten Schritt noch individuell geprüft werden muss. „Insbesondere die Kontraktlogistik mit unterschiedlichen Lagereinrichtungen wie zum Beispiel Kühlzellen machen eine reine Nutzung der Kennzahlen unmöglich und man muss sich in die Standortgegebenheiten einarbeiten“, erklärt Jüchter. „Einfacher stellt sich dies bei dem Großteil der Bürostandorte für die Luft- & Seefracht dar. Hier sind wir zu 95% in gemieteten Büroflächen und verwenden eine standardisierte IT-Infrastruktur, die unser primärer Energietreiber ist. Ein „Ausreißer“, der eventuell auch durch falsche Abrechnung des Energieversorgers entstanden ist, kann sehr einfach erkannt werden.“ Generell spielen diese Standorte in der Gesamtbetrachtung aber eine untergeordnete Rolle und wurden in einem Energie-Cluster mit niedriger Priorität zusammengefasst.

Als aktuell wirksamste Maßnahme neben der kontinuierlichen Umstellung auf LED-Beleuchtung hat man bei Hellmann den Austausch alter Heizungsanlagen in den Fokus gerückt. So konnte der Erdgasverbrauch in einem Kontraktlogistiklager durch den Wechsel auf moderne Heizkessel mit intelligenter Steuerung um ca. 25% reduziert werden. Andere Standorte rücken anschließend in der „Prio-Liste“ nach oben und eine Modernisierung wird auf diesem Weg systematisch geprüft.

Das Konzept konnte auch die Prüfer der Dekra überzeugen, die das Ausstellen eines Zertifikats nach ISO 50001 befürworteten. Jüchter resümiert: „Dies ist für uns ein wichtiger Nachweis zum Erfüllen der Anforderungen aus dem Energiedienstleistungsgesetzes und auch eine tolles Feedback zur geleisteten Arbeit.“

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