Interview mit Bart Pulles

„Unsere Lieferzeit ist einer unserer Erfolgsfaktoren“

Das spanische Unternehmen AR Racking ist seit vielen Jahren in Deutschland im Bereich Lager- und Regaltechnik erfolgreich auf dem Markt. Nun folgt der nächste Schritt: In Düsseldorf gründete das Unternehmen vor kurzem eine Niederlassung. materialfluss sprach mit Bart Pulles, Key Account Manager bei AR Racking, über die Pläne der Spanier.

Bart Pulles, Key Account Manager bei AR Racking © AR Racking

materialfluss: Seit wann steht für AR Racking Deutschland als Ziel für weitere Expansion fest?
Bart Pulles: Schon seit langem. Wir sind in Deutschland über unsere Händler und durch die Generalunternehmen schon viele Jahre auf dem Markt. Jetzt machen wir den nächsten Schritt, in dem wir unsere Niederlassung in Deutschland gründen.

mfl: Was erwarten Sie sich von der Gründung des Büros in NRW?
Pulles: Mit diesem Büro eröffnen wir einen neuen Weg zum Markt, nicht nur, wie zuvor, über den Händler, sondern auch direkt zum Endkunden. Auf diese Weise können wir alle Marktsegmente des Regale-Geschäfts erreichen.

mfl: Wodurch unterscheidet sich der deutsche Markt von anderen in Europa? Wie muss man vorgehen, um hier erfolgreich zu sein?
Pulles: Oh ja, der deutsche Markt unterscheidet sich von den anderen europäischen Märkten. Generell gilt, das man sehr gute Qualität liefern muss, zusammen mit der richtigen Beratung und der Anpassung des Produktes an den deutschen Standard, der sich von dem übrigen Europa unterscheidet. AR Racking hat das Motto „Halte Dein Versprechen über die Qualität und liefere schnell Deine Ware“. Unsere Lieferzeit von drei Wochen ist einer unserer Erfolgsfaktoren.

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mfl: Entscheidet tendenziell eher der Preis oder eher die
Qualität?
Pulles: Wir sind davon überzeugt, dass nur Qualität entscheidet. Alle unsere Aktivitäten sind jeden Tag darauf ausgerichtet. Die Rückverfolgbarkeit aller unserer Komponenten ist ein gutes ­Beispiel dafür. Wir sind der einzige Produzent in Europa, der auf jedem unserer Rahmen und Balken eine individuelle Serien­nummer aufdruckt.

Regalanbieter AR Racking sieht seine Lieferzeiten von drei Wochen mit als einen seiner Erfolgsfaktoren. © AR Racking

mfl: Wie viele Personen werden im Büro in NRW (und gesamt für AR Racking in Deutschland) arbeiten?
Pulles: In diesem Jahr werden vier Mitarbeiter im Büro arbeiten; gesamt sind wir in Deutschland derzeit zu zehnt unterwegs.

mfl: Ich habe das Gefühl, dass AR Racking auch in Deutschland gute Geschäfte macht, das Unternehmen aber noch nicht sehr bekannt ist hier? Sehen Sie das auch so?
Pulles: Unsere Strategie in den verschiedenen Ländern lautet, zunächst das Geschäft über Händler zu starten. So ist es zwar schwieriger, Markenbewusstsein zu schaffen, wir können aber über die Händler kleine und mittlere Projekte (bis zu 100 Tonnen) umsetzen. Nun ist der Moment gekommen, wir sind bereit, mit einem eigenen Büro in Deutschland zu beginnen. Das Büro wird uns mehr Sichtbarkeit und Markenbewusstsein geben.

mfl: Sie haben im Vorfeld erwähnt, dass Sie Ihr Vertriebsnetz erweitern - was gibt es sonst noch Neues außer dem Büro in NRW?
Pulles: Es gibt sehr viel Schönes zu melden aber ich kann ihnen leider noch nicht jedes Detail geben. Wir bauen aktuell zum Beispiel für einen großen E-Commerce Händler und einen großen Logistikdienstleister neue Anlagen.

mfl: AR Racking hat eine sehr kurze Lieferzeit von nur drei Wochen für große Projekte, nach eigenen Angaben. Definieren Sie bitte zunächst, was Sie unter einem großen Projekt verstehen und verraten den Lesern dann, wie Ihr Unternehmen, das schafft?
Pulles: Ein großes Projekt würde ich ab einer halben Million Euro definieren. Das Geheimnis ist eine sehr flexibel aber komplett automatisierte Produktion in Kombination mit einer hoch qualifizierten Engineering Abteilung und gut durchdachter Logistik. Auch die größeren Gewichte und Höhen können wir hiermit abdecken.

mfl: Die Rückverfolgbarkeit der Komponenten, die AR Racking anbietet - ist das ein USP, dessen Bedeutung zunimmt? Wie sind Ihre Beobachtungen aus dem deutschen Markt?
Pulles: Der deutsche Markt fragt Qualität stark nach. Wir können bereits seit 2016 alle unsere Produkten rückverfolgen. Jedes Teil, das aus unserer Produktion kommt, hat seine eigene Nummer. Somit ist die Rückverfolgung vom Engineering bis zum Rohmaterial lückenlos dokumentierbar.                      Martin Schrüfer

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