Flottenmanagement

Daniel Schilling,

Nachhaltige Intralogistik

Der Reinigungsmittelhersteller Werner & Mertz hat in seiner Mainzer Produktion das Jungheinrich-Flottenmanagement-System eingeführt. Die Investition zahlt sich nicht nur durch eine bessere Planbarkeit von Wartung und Betriebsabläufen aus, sondern hat auch die Ressourceneffizienz noch einmal deutlich verbessert.

Werner & Mertz hat seine Flurförderzeug-Flotte von Blei-Säure-Batterien auf die Lithium-Ionen-Technologie umgestellt und damit Effizienz und Nachhaltigkeit erhöht. © Jungheinrich

Wer beim Putzen Wert auf Umweltschutz legt, verwendet höchstwahrscheinlich Produkte von Werner & Mertz. Mit den Marken Frosch und Green Care Professional bietet das Mainzer Familienunternehmen Kunden ökologische und wirksame Reinigungsmittel. Auch in seinen eigenen Mauern ist das Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit sauber aufgestellt: Seit den 1980er Jahren setzt Werner & Mertz an seinen Produktionsstätten auf ressourcenschonende Technik. Jungheinrich unterstützt den Ökopionier bei der Optimierung ihrer Flurförderzeugflotte. Dank des Jungheinrich Flottenmanagement-Systems verfügen sie über die Datentransparenz, die für eine nachhaltige Intralogistik unabdingbar ist.

Der Frosch ist das Markenzeichen des Traditionsunternehmens Werner & Mertz. Freundlich lächelnd prangt er in Grün auf den Flaschen der Reinigungsmittel-Marke Frosch und in Rot auf Schuhcremes von Erdal. Er steht für ökologische Sauberkeit und eine nachhaltige Produktion. Seit der Einführung der Marke Frosch 1986 liegt bei dem Unternehmen der Fokus auf dem bewussten und schonenden Umgang mit Natur und Umwelt. Davon zeugen beispielsweise die Verpackungen der naturbasierten Reinigungsmittel, für die Werner & Mertz auf wiederaufbereitetes Plastik aus dem Gelben Sack setzt. Oder der Einsatz von waschaktiven Substanzen aus nachwachsenden Rohstoffen in den Reinigungsmitteln anstelle von solchen Tensiden, die aus Erdöl gewonnen werden. Und auch den Anteil heimischer Rohstoffe erhöht das Unternehmen kontinuierlich, um tropische Öle zu ersetzen. Aufgrund solcher Initiativen wurde Werner-&-Mertz-Inhaber Reinhard Schneider 2019 mit dem renommierten Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet.

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Intralogistik bei Ökopionieren

Der Ökopioniergeist treibt die Mitarbeiter in allen Bereichen an – nicht zuletzt in der Intralogistik. Andreas Hardt, Geschäftsführer der Werner & Mertz Service Logistik und Leiter der Konzernlogistik der Werner & Mertz Gruppe, erklärt: "Wegen des nachhaltigen und ganzheitlichen Ansatzes, den wir vertreten, streben wir immer danach, den Automatisierungsgrad zu erhöhen sowie die Energie- und Einsatzeffizienz der Geräte zu steigern. Wir halten permanent Ausschau nach Weiterentwicklungen und Verbesserungen – also nach allem, was uns dabei hilft, unseren Ansprüchen an uns selbst gerecht zu werden."

Eine gleichmäßige Verteilung der Betriebsstunden auf alle Flurförderzeuge stellt das Jungheinrich FMS sicher. © Jungheinrich

2021 fällt der Blick der Logistiker auf eine solche Optimierungsmöglichkeit: das Jungheinrich Flottenmanagement-System (FMS). Wobei das webbasierte Tool für komfortablen Überblick kein Zufallsfund ist. Mit Jungheinrich arbeitet Werner & Mertz schon lange zusammen, die gesamte, 150 Geräte starke Flurförderzeugflotte in Mainz stammt von den Hamburgern. Und weil man bei Werner & Mertz weiß, dass, wie Hardt es ausdrückt, "jedes nicht genutzte Fahrzeug eine verschwendete Ressource ist", sind präzise Fahrzeugdaten für seine Logistiker essenziell.

Die gesamte 150 Geräte starke Flurförderzeugflotte bei Werner & Mertz in Mainz stammt von Jungheinrich. © Jungheinrich

Auch als die Verbesserungsenthusiasten ihre Flurförderzeug-Flotte von Blei-Säure-Batterien auf die Lithium-Ionen-Technologie umstellen wollen, spielen Daten eine entscheidende Rolle: Joachim Müller, Jungheinrich Energieexperte Gerwin Voss und 25 weitere Jungheinrich-Mitarbeiter aus unterschiedlichsten Bereichen schauten sich vor der Flottenoptimierung ganz genau an, was für Werner & Mertz die beste Lösung ist. Dafür sammeln sie eine Menge Daten: zu Fahrzeug-Einsätzen, Energieverbräuchen, Energiequellen, Transportwegen, Ladekosten und vielem mehr. Am Ende rieten die Jungheinrich-Experten zur Umstellung.

Es ist auch diese Erfahrung, die dazu führt, dass man die Umstellung auf die moderne Lithium-Ionen-Technologie für die Einführung einer weiteren grundlegenden und nachhaltigkeitsfördernden Innovation nutzt: das neue Jungheinrich Flottenmanagement-System FMS.

Tieferer Einblick

Die Werner-&-Mertz-Logistiker erhoffen sich von der standortübergreifenden Steuerung der Flotte vor allem einen tieferen Einblick in alle Fahrzeugdaten und einen breiteren Überblick über alle relevanten kaufmännischen Kennzahlen. Denn wenn sie genau Bescheid wissen über Zustand und Auslastung jedes Nieder- oder Hochhubwagens, jedes Schubmast-, Dreirad-, Vierrad- oder Schmalgangstaplers, können sie die Geräte effizienter einsetzen oder sogar manche einsparen. Und nicht nur in puncto Planungssicherheit über die Flotte hat Werner & Mertz hohe Ansprüche an das FMS, sondern vor allem auch bezüglich der Sicherheit seiner Mitarbeiter. Durch seinen modularen Aufbau können Kunden beim FMS je nach Wunsch individuell aus den vorhandenen Funktionen auswählen: Werner & Mertz bekommt die Zugangssteuerung und das Schockmanagement-Modul mit der automatischen Erfassung und Dokumentation von Schocks, also Erschütterungen an Fahrzeugen.

Dezentrales Schnell- und Zwischenladen sichert den permanenten Fahrzeugeinsatz im Dreischichtbetrieb. © Jungheinrich

Dieses Modul bewährt sich direkt. Jungheinrich-Vertriebsmann Joachim Müller, der das Mainzer Unternehmen seit 16 Jahren betreut: "Wir hatten bei Werner & Mertz einen Einsatz eines Schubmaststaplers in einem Regal, bei dem wir über das FMS Schocks registrierten. Es zeigte sich, dass das nicht an den Fahrern lag, sondern an der Art der Bodenbeschaffenheit. Wir drehten also die Einbahnstraße um, reduzierten so die Schocks um zwei Drittel und die Belastung der Mitarbeiter auf dem Fahrzeug sowie des Fahrzeugs selbst."

Das FMS hält, was es verspricht

Zwei Jahre nach der Implementierung des FMS und der Umstellung auf die Lithium-Ionen-Technologie ist es an der Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Marco Bördner, Betriebsingenieur der Werner & Mertz Service & Logistik, beurteilt zunächst die Optik: "Das Dashboard des FMS hat eine sehr gute Struktur und ist so anwenderfreundlich gestaltet, dass wir es sogar schon als Paradebeispiel für interne Dashboards bei Werner & Mertz benutzt haben. Im Vergleich zu anderen Systemen ist es viel moderner gestaltet." Doch für Bördner stimmen auch die inneren Werte des noch neuen Werkzeugs.

Mit dem FMS ist er nun auch in der Lage, eine Betriebsstundenvorhersage zu treffen – bei einer Flotte mit Geräten, die im Drei-Schicht-System an sieben Tagen die Woche laufen müssen, ein großer Vorteil. Und lange nicht der einzige, wie Bördner erklärt: "Mit dem FMS können wir die Betriebsstunden gleichmäßig auf die Fahrzeuge aufteilen und reduzieren somit unsere Kosten durch Service- und Wartungseinsätze. Wir sehen die gefahrenen Betriebsstunden, wir sehen die Service- und Wartungszeiten, wir sehen die Schocks, die bei einem Anfahrschaden entstehen, und wir können sehen, welcher Mitarbeiter zu welchem Zeitpunkt mit dem Fahrzeug unterwegs war."

Lithium-Ionen-Batterien zahlen sich aus

Wie beim FMS kann Bördner auch in Bezug auf den Wechsel zu Lithium-Ionen ein überaus positives Fazit ziehen: "Die Vorteile bei Lithium-Ionen sind ganz klar: Wir haben Platz gewonnen, weil wir keine Wechselbatterien mehr zusätzlich lagern müssen. Die Performance der Fahrzeuge ist höher. Die Batterien sind wartungsarm und haben eine höhere Lebensdauer als Blei-Säure-Batterien." Ganz zu schweigen von den Einsparungen, die Werner & Mertz durch Lithium-Ionen-Technologie hat. Bördner beschreibt: "Wir hatten durch Blei-Säure den Nachteil, dass wir oft Batterien wechseln mussten und durch den Zeitaufwand Kosten entstanden. Hier sparen wir im Jahr circa 28.000 Euro. Hinzu kommt, dass durch den Batteriewechsel häufig Folgeschäden entstanden. Weil die wegfallen, sparen wir noch einmal bis zu 14.000 Euro im Jahr."

In naher Zukunft will Werner & Mertz verstärkt automatisieren und nutzt dafür die mithilfe des FMS gewonnenen Daten. Dass das zukunftsgerichtete Unternehmen auch diesen den Weg mit Jungheinrich gehen möchte, ist für Chef-Logistiker Andreas Hardt klar: "Wir haben ständig laufende Anforderungen, denen wir dynamisch nachkommen müssen. Die Flexibilität von Jungheinrich ist hier beispielgebend. Wir würden Jungheinrich weiterempfehlen – all jenen, die ein ganzheitliches Flottenmanagement aus einer Hand haben wollen, welches in jeder Hinsicht einen hervorragenden Service beinhaltet und technologisch anspruchsvolle Lösungen. Jungheinrich unterstützt uns sehr stark darin, noch nachhaltiger zu werden, als wir bisher waren."

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