Krane & Komponenten
Viel Licht in der Produktion
Mit der Neustrukturierung seiner Endmontage erreichte der niederländische Landmaschinenhersteller Schuitemaker deutlich verkürzte Durchlaufzeiten in der Produktion. In einem neu geschaffenen Hallenbereich wird das Personal bei nahezu allen Montageschritten durch insgesamt elf Demag V-Profilkrane unterstützt. Der Name Schuitemaker ist in der Landwirtschaft weit über die Grenzen der Niederlande ein fester Begriff. Überall dort, wo Fleischtier- oder Milchzuchthaltung betrieben wird, kommen Produkte des Herstellers von Landmaschinen zur Tierfütterung, für die Futterernte und zum Düngen zum Einsatz.

Am Standort in Rijssen, gelegen im Osten der Niederlande, entwickeln und fertigen rund 180 Mitarbeiter Futterwagen, Silagewagen und Futterverteilwagen. Die Produktion erfolgt dabei nach saisonaler Nachfrage. Johan H. Veenstra, CEO bei Schuitemaker, merkt dazu an: „Neben unserem Heimatmarkt exportieren wir in über 30 Länder rund um den Globus.“
Das insgesamt 40.000 Quadratmeter große Produktionsareal wurde zunächst als Lagerhalle genutzt. Nach einer baulichen Erweiterung dient sie nun auch als Montagehalle. Ziel war: Alle Tätigkeiten für die Endmontage der Landmaschinen sollten in einer Linie erfolgen. Dazu wurde die Halle 12 mit vier Stationen zur Vormontage und sieben Endmontage-Arbeitsplätzen ausgestattet. Aus Gründen von Qualität und Lieferfähigkeit legt Schuitemaker großen Wert auf eine große Eigenfertigungstiefe. Vom Chassis über die Dosierwalzen bis zu Ladewänden werden die meisten Komponenten am Standort selbst gefertigt und zum Einbau per Flurförderzeug zur Endmontage verbracht.
So viel Hub wie nötig, so unauffällig wie möglich
Für die Positionierung der Bauteile setzt das Unternehmen komplett auf Krantechnik, mit deren Hilfe die zum Teil tonnenschweren Elemente positioniert und verbaut werden. Die Entscheidung für die Krantechnik fiel dabei nach dem Grundsatz „so viel Hub wie nötig – so unauffällig wie möglich“. Ein Punkt war ausschlaggebend: Aufgrund der reinen Montagetätigkeit sollten die Krane möglichst wenig hervortreten und auch bei Bewegungen in der Kranfahrt sollten die Auswirkungen auf die Beleuchtungssituation der darunter liegenden Arbeitsebene möglichst gering sein. Johan H. Veenstra: „Aufgrund der Anzahl an Montageplätzen benötigen wir eine größere Zahl von Kranen auf einer Bahn. Umso wichtiger ist es, den bei einer Kranüberfahrt entstehenden Schatteneffekt zu minimieren, der die Konzentration unserer Mitarbeiter beeinflusst. Deshalb haben wir uns für die Demag V-Profilkrane mit ihrer offenen Trägerstruktur entschieden, durch die möglichst viel Licht auf die Arbeitsplätze fällt.“
Neun V-Profil-Einträgerkrane, Typ EVKE verfahren auf der 102 Meter langen Kranbahn, die in 6,80 Meter Höhe über den Arbeitsplätzen installiert wurde. Die Krane verfügen über ein Spurmittenmaß von 21.125 Millimeter und sind mit je einem 6,3-Tonnen-Demag Seilzug ausgestattet. Per Funk steuert das Montagepersonal von Schuitemaker die Krane mit sicherem Abstand zur Last. Sechs der neun Krane lassen sich per Tastendruck paarweise im Tandembetrieb bedienen, um die bis zu 10 Tonnen schweren Maschinenelemente positionieren zu können.
Beratung, Planung und Montage der Krane erfolgte über das in Den Haag ansässige Unternehmen van den Berg Transporttechnik, der langjährigen Vertretung für Demag Krane und Hebezeuge in den Niederlanden und Belgien. Die insgesamt elf Demag V-Profilkrane wurden innerhalb von vier Wochen durch van den Berg montiert und in Betrieb genommen. Das Ergebnis: der Hochlauf der Linienproduktion konnte ohne Verzögerung starten.
Montage mit 180 Grad-Wendung
Der Start in einer Wagenmontage beginnt mit der Plattform, die zunächst auf dem Rücken liegend angeliefert und per Kran-Tandem auf der ersten Montagestation abgelegt wird. Nach der Achsmontage nehmen zwei Krane eine motorbetriebene Wendeeinrichtung auf, mit der die Fahrzeugbasis um 180 Grad gewendet wird. Es folgt die Montage der Reifen und die Aufnahme durch eine elektrische Zugeinrichtung, mit der der Wagen im Rohbau von einer Montagestation zur nächsten befördert wird. „Neben den ergonomischen Aspekten war uns das präzise Handling der zu verbauenden Komponenten für die Auswahl der Krananlagen wichtig“, führt Johan H. Veenstra aus. „Ein Bespiel dafür ist die Montage der Seitenwände. Der Fügeprozess dieser tonnenschweren Elemente wird vollzogen im Rahmen minimaler Toleranzen. Mit dem V-Profilkranen löst unsere Mannschaft diese Aufgaben einwandfrei.“
Fertigung und Lieferperformance erhöht
Mit der Neuausrichtung seiner Montagelinie hat der Landmaschinenhersteller Schuitemaker einen wesentlichen Schritt zur zukünftigen Aufstellung gemacht. Johan H. Veenstra: „Eine rein auftragsgebundene Fertigung nach dem Beispiel der Automobilindustrie ist in der Landwirtschaft nicht umzusetzen, da die Bestellungen sehr kurzfristig erfolgen. Wir müssen die Maschinen für unsere Kunden entsprechend der saisonalen Nachfrage schnell fertigen und ausliefern. Dank unserer neuen Fertigungsstrukturen können wir die Nachfrage noch schneller bedienen – und eröffnen uns durch einen möglichen Mehrschichtbetrieb die Möglichkeit, die Lieferperformance noch weiter zu steigern. Die V-Profilkrane unterstützen dabei unsere Montageteams nach ergonomischen und sicherheitstechnischen Aspekten, so dass wir unsere hohen Qualitätsstandards umsetzen können.“
Kontakt: Schuitemaker Machines B.V. 7461 AG Rijssen, Niederlande Tel.: 00 31 / 5 48 / 51 41 25 E-Mail: [email protected] landbouwmachines.sr-schuitemaker.nl/de
Terex MHPS GmbH 58300 Wetter Tel.: 0 23 35 / 92-0 E-Mail: [email protected] www.demagcranes.de









