Identtechnik/RFID
Transparenz hoch - Fehler runter
SHT liefert 99,8% aller Aufträge für mehr als 28.000 Artikel innerhalb von 24 Stunden an Kunden in ganz Österreich aus. Dabei ist ein mobiles Datenerfassungs-System, das die Effizienz in der Logistik verbessert und gleichzeitig die Fehlerquote reduziert, der Schlüssel zum Erfolg.
SHT bietet mit mehr als 550.000 EDV-mäßig erfassten Artikeln die größte Auswahl an Sanitär-, Heizungs- und Installationsmaterial. Rund 300 Mitarbeiter in der Logistik, davon 62 Kommissionierer, arbeiten täglich bis zu 20.000 Kommissionierpositionen ab. Jeden Tag werden 133 Lademeter zwischen den 6 Verteilzentren ausgetauscht und auch die Lager der 38 ISCs (Abholmärkte) neu bestückt, um optimale Verfügbarkeit zu gewährleisten.

Wolfgang Knezek, Vorstand: „Als Markt- und Innovationsführer im Sanitärgroßhandel stehen wir für mehr Ambition, mehr Präzision und mehr Fairness. Warum mehr Ambition? Durch laufende Innovation, wie das Projekt Flow, bieten wir unseren Kunden ein Maximum an Qualität. Warum Präzision? Präzises Arbeiten ist in der Logistik eine Grundvoraussetzung. Durch Flow arbeiten wir noch korrekter und minimieren unseren Prozessschwund. Warum Fairness? Durch Flow konnten unsere Mitarbeiter bei gleichbleibender Produktivität genauer arbeiten und bekommen dadurch eine höhere Prämie am Monatsende. Damit ist das Projekt Flow für uns ein voller Erfolg, da sowohl unsere Kunden als auch unsere Mitarbeiter davon profitieren!“
Flow: Fehlerfreie Logistik
Flow steht für „Fehlerfreie Logistik durch Optimierte Warenbewegungen“ und verfolgt die Ziele minimale Fehlerquote bei optimaler Transparenz sowie maximaler Effizienz der logistischen Vorgänge. Ramin Khoshideh, Vorstandsassistent und Flow-Projektleiter: „Durch Flow wurde die Transparenz unserer Logistik auf eine neue Ebene gehoben. Mit Datakey, der integrierten Lösung für mobile Datenerfassung (MDE) von B&M Tricon, gelang es innerhalb von nur einem Monat, die Fehlerquote zu halbieren. Durch Flow und Datakey werden vermeidbare Fehler präventiv schon im Prozess erkannt und können dadurch verhindert werden. Weiters haben wir durch die mobile Datenerfassung neue Möglichkeiten unsere Prozesse ex post zu analysieren und kontinuierlich zu verbessern.“
In der SHT wurde vor fünf Jahren SAP eingeführt. Es lag nahe, eine SAP-Lösung auch für die mobile Datenerfassung zu installieren. Thomas Stadlhofer, Bereichsleiter Logistik: „Niemand im SAP-Umfeld konnte eine Lösung anbieten, die so flexibel war, dass sie unseren Bedürfnissen entsprochen hätte. Niemand konnte das Thema der ‚Stop-Verdichtung‘ lösen. B&M Tricon hat uns hier eine praktische und zuverlässige Lösung geboten.“
Die Stop-Verdichtung war eine der wichtigsten Anforderungen bei der Entwicklung von Flow. Aufgrund des umfangreichen Artikelsortimentes erfolgt die Kommissionierung im Zentrallager in Perchtoldsdorf, NÖ, in neun hoch spezialisierten Kommissionierbereichen. Ein Kundenauftrag kann daher bis zu neun Transportaufträge auslösen, die nach der Kommissionierung in Kojen zur Verladung bereitgestellt werden. Darüber hinaus kann ein Kunde mehrere Aufträge am Tag erteilen. In der Koje werden dann alle Kommissionen zu einem Stop verdichtet.
SAP und Datakey
Das mobile Datenerfassungs-System besteht aus der Auto-ID und MDE Logistik-Software Datakey, die mit SAP über WLAN an jedem Ort im Lager und Außenlager kommuniziert. Als Handterminals werden die robusten Intermec CK3 Handhelds verwendet. Mag. Stadlhofer: „Mit dem Intermec CK3 haben wir ein zuverlässiges, robustes Handterminal ausgewählt, das unsere Anforderungen hervorragend erfüllt. Die Mitarbeiter akzeptierten die Geräte und neuen Prozesse dank der einfachen Bedienung von Datakey sehr rasch.
Datakey unterstützt den Warenfluss im Zentrallager bzw. den fünf regionalen Verteilzentren durchgehend, d.h. ohne Medienbruch, vom Wareneingang bis zum Warenausgang. Grundlage dafür ist die konsequente Umsetzung des Prinzips „Keine Warenbewegung ohne Scan“. Die Mitarbeiter werden in allen Prozessen von der Datakey-Applikation am Handheld geführt. Im SHT-Prozess wird zwischen Warenübernehmern, Kommissionierern, dem Nachschub (für die Bestückung der Fixlagerplätze) und den Fahrern unterschieden.
Jeder einlangende Kundenauftrag wird in SAP wie folgt aufbereitet: Teilung in einzelne Transportaufträge nach Kommissionierbereich, Wegoptimierung, und Zusammenführung der Kommission. Der Kommissionierer kann durch Scan der Etiketten gleich mehrere Transportaufträge auf sein Intermec CK3 Handheld übernehmen. Datakey führt den Kommissionierer wegoptimiert zu dem Lagerplatz, wo bei jedem Scan online in SAP eine Plausibilitätsprüfung und nach Eingabe der entnommenen Menge ein Soll/Ist-Vergleich erfolgen. Nach Entnahme der Ware wird das Etikett sofort aufgeklebt. Das gibt den Kommissionierern zusätzliche Sicherheit. Projektleiter Khoshideh: „Wir haben versucht, den alten gewohnten Prozess im neuen abzubilden, sodass sich jeder Kommissionierer im neuen System wieder findet.“ Dieser Weg ermöglichte eine sehr rasche System-Einführung und führte zu hoher Akzeptanz von Datakey.
Beim Ablegen der Ware in den Kojen muss der Kommissionierer drei Eingabefelder am Intermec CK3 Handheld erfassen: die Anzahl, das Packmittel (Karton, Palette) und den Kojenplatz. Durch den Scan des Kojenplatzes erfolgt eine Sicherheitsprüfung, ob der Kommissionierer die Kommission in der richtigen Koje ablegt. Diese „Kontroll-Scans“ bei den Warenbewegungen helfen beim genauen Arbeiten. Das Intermec CK3 Handheld meldet sowohl optisch (roter Bildschirm) als auch akustisch die Fehler und lässt vor der Behebung kein Weiterarbeiten zu. Die Fahrer führen vor der Verladung die Stop-Verdichtung für die Touren durch. Durch die stopverdichtende Kommissionierung profitieren die Fahrer durch reduzierten Suchaufwand, minimierte Fehler und eine beschleunigte Verladung.
Stadlhofer: „Das neue System bringt für alle spürbare Verbesserungen. Für die Kommissionierer genaueres Arbeiten und daher eine höhere Prämie, für die Fahrer eine schnellere und sicherere Abwicklung und für die Kunden eine punktgenaue Anlieferung der richtigen Ware.“ Nach Flow I und der bereits erfolgten Ausrollung auf alle Verteilzentren kommt nun Flow II, womit die Vorteile der mobilen Datenerfassung über interne Logistik hinaus auch für den Verkauf und die Warenzustellung beim Kunden genutzt werden sollen. Dieses Projekt ist zur Zeit gemeinsam mit B&M Tricon in Entwicklung.
Die Highlights
- Hohe Transparenz und Effizienz der logistischen Vorgänge durch „mobiles SAP“ mit Datakey und Intermec CK3 Handterminals
- Senkung der Fehlerquote sowie leichtere und raschere Fehlersuche
- In die Logistik-Prozesse integrierte Permanentinventur
B&M Tricon Auto-ID Solutions, A-1220 Wien, Tel.: 00 43 1 258 97 77, Fax: 1 258 97 77-99, E-Mail: [email protected], www.bm-tricon.com









