Identtechnik/RFID
Für Durchblick ohne Wenn und Aber
Dank RFID den Produktionsablauf deutlich beschleunigt und die Lieferkette optimiert – das schaffte einer der weltweit führenden Hersteller von Glas und Glasprodukten für die Bau- und Fahrzeugmärkte.

Pilkington, Teil der NSG Group, sorgt mit RFID-Lösungen von Seeburger für mehr Produktsicherheit in der Fertigung. Ziel ist die Steigerung der Informationsqualität und Prozesstransparenz. Durch die gewonnene Transparenz lässt sich der Produktionsablauf deutlich beschleunigen und die Lieferkette optimieren. Ausgangspunkt bei der RFID-Einführung war der Wunsch, den innerbetrieblichen Materialfluss transparenter zu gestalten und dadurch die gesamte interne wie externe Lieferkette zu beschleunigen.
„Die Seeburger AG hat uns mit ihrem Konzept für dieses Vorhaben überzeugt und die größte Kompetenz zum Thema RFID unter Beweis gestellt“, begründet Ralf Witomsky, Projektleiter bei Pilkington Deutschland, die Entscheidung der Unternehmensgruppe. Ein so tiefgreifendes RFIDKonzept habe große Auswirkungen auf die gesamte Lieferkette, „deshalb brauchen wir einen zuverlässigen Partner“, bekräftigt Ralf Witomsky.
Allein die Vorarbeit von Seeburger und das RFIDKnow- how an sich hätten Pilkington überzeugt, dass der Einsatz von RFID „mit Seeburger als Partner zum Erfolg führt“, unterstreicht der Projektleiter. Bisher war es in der auftragsbezogenen Produktion aufwendig und zeitintensiv, einzelne Scheiben, die sich oftmals nur um Millimeter voneinander unterschieden, nach dem Veredelungsprozess zu identifizieren und dem dazugehörenden Auftrag zuzuordnen.
Spezielles Etikett nötig Mittels RFID-Auto-ID-Technologie soll künftig jede einzelne Scheibe in der kompletten Supply Chain identifizierbar sein. Im ersten Schritt wurden die zu veredelnden Flachgläser mit speziellen RFID-Transpondern gekennzeichnet. Herausforderung war dabei die Herstellung eines geeigneten Etiketts: Dieses sollte mittels Thermotransferdruck bedruckbar sein, im Wasch- und Beschichtungsprozess zuverlässig haften, sich später rückstandslos von der Scheibe lösen lassen, einen RFID-Chip enthalten und keine Kratzer an anderen - beim Transport angelehnten Scheiben - hinterlassen.
Der unter Anleitung von Seeburger entwickelte Chip erfüllte diese Kriterien und ermöglicht, dass jede Glasscheibe identifiziert und dem Kunden zugeordnet werden kann. Mittels einer speziell von Seeburger erdachten und entwickelten RFID-Antennenkaskade können jetzt die mit einem RFID-Etikett versehenen Scheiben in ihrer Lage beim Bestücken der Anlage detektiert werden. Zusätzlich liefern bereits vorhandene Näherungssensoren ein Bild jeder einzelnen Scheibe.
Alle Scheibendaten wie Kundeninformation, Image der Scheibe, UID des Transponders, X- und Y-Koordinaten des erfassten Transponders werden im RFID Gateway verdichtet, mit den Bildern der Näherungssensoren zusammengeführt und als Lagebild auf einem Monitor im Entnahmebereich dargestellt. Bei der Entnahme der beschichteten Gläser erfolgt die Abnahme nun deutlich schneller, denn Zuordnungsfragen entfallen, da jede Scheibe im Lagebild zusammen mit den Auftragsinformationen auf einem Monitor visualisiert wird.
Und weil die RFID-Technologie besser und effizienter identifiziert, werden Anlagenstillstände, Falschverpackungen und Falschbelieferungen deutlich reduziert. Die Seeburger AG übernimmt dabei als unabhängiger Berater und Projektleiter die Auswahl und Implementierung der Hardwarekomponenten. Die zentrale Steuereinheit der Business Integration Server von Seeburger koordiniert, protokolliert und sichert die technischen Prozesse zwischen den angeschlossenen Systemen. „Der Projektaufbau von Seeburger ist eine runde Sache“, resümiert Ralf Witomsky.
Pilkington Holding GmbH, www.pilkington.com Seeburger AG, E-Mail: [email protected], www.seeburger.de









