Kennzeichnung in der Logistik
Warenidentitäten unter der Lupe
Unternehmen, die Waren lagern, bewegen oder versenden, stehen vor denselben Herausforderungen: Produkte müssen jederzeit eindeutig identifizierbar sein und gesetzliche Vorgaben eingehalten werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Kennzeichnung.
Bereits im Wareneingang zeigt sich Optimierungspotenzial: Unterschiedliche Etikettenformate und fehlende Informationen bremsen Abläufe. Automatisierte Lösungen schaffen hier Geschwindigkeit und Prozesssicherheit. Im Lager sorgen klare Kennzeichnungen von Regalen, Stellplätzen und Behältern für Effizienz, während widerstandsfähige Etiketten auch unter rauen Bedingungen zuverlässig lesbar bleiben.
Bei Paletten und innerbetrieblichen Transporten ist eine robuste Kennzeichnung entscheidend. Barcodes oder RFID-Tags ermöglichen eine lückenlose Erfassung in Echtzeit und reduzieren Fehlerquoten. Am Warenausgang zählt vor allem Tempo: Versandetiketten müssen schnell erstellt werden, während sie im Transportprozess hohen Belastungen standhalten und strikt vorgegebenen Richtlinien entsprechen müssen.
Die Kennzeichnung
- An Kommissionierstationen und Packtischen bewähren sich industrielle Etikettendrucker. Modell je nach Produkt und Etikettenvolumen, auch Spezialanwendungen.
- Stationäre Druck- und Etikettiersysteme drucken und applizieren Etiketten vollautomatisch direkt im Durchlauf, ohne manuelle Eingriffe.
- Etikettiergeräte direkt in Packanlagen integriert sichern auch in Spitzenzeiten den nötigen Durchsatz beim Spenden bedruckter Etiketten.
- Smart Labels: cab Drucker mit UHF-RFID-Modul beschreiben und prüfen in Etiketten eingebettete Transponder unmittelbar vor dem Druckvorgang und schleusen fehlerhafte Tags automatisch aus.
Die Druckverfahren
Bei den Druckverfahren gilt: Thermodirektdruck ist schnell und kosteneffizient, eignet sich aber vor allem für kurzlebige Anwendungen wie Versandetiketten oder Kommissionierbelege. Thermotransferdruck überträgt Farbpigmente von einer Folie auf das Etikettenmaterial. Je nach Farbbandqualität, also Wachs, Wachs-Harz-Gemisch oder Harz, entstehen Drucke, die kratz- und wischfest sowie beständig gegen Feuchtigkeit, Kälte oder Hitze, Öl und Chemikalien sind. Dieses Verfahren empfiehlt sich überall dort, wo Etiketten dauerhaft über Monate oder Jahre lesbar bleiben müssen, beispielsweise interne Lagerkennzeichnungen. Viele cab Etikettendrucker unterstützen beide Verfahren und lassen sich flexibel für unterschiedliche Aufgaben einsetzen.
Die Etiketten
Linerless-Etiketten kommen ohne Trägerpapier aus und werden direkt bedruckt, zugeschnitten und aufgebracht. Dadurch entfällt Abfall, der bei klassischen Selbstklebeetiketten durch das Trägermaterial entsteht. Das Verfahren steigert die Effizienz: Pro Rolle sind bis zu 40–50 % mehr Etiketten möglich, Rollenwechsel werden seltener und Anlagenstillstände reduziert. Gleichzeitig verbessert sich die Nachhaltigkeitsbilanz, insbesondere durch weniger Abfall und den Einsatz von Thermodirektdruck ohne Farbbänder.
Beim Material gibt es unterschiedliche Ansätze: Klassische Linerless-Etiketten nutzen silikonbeschichtete Oberflächen. Alternativ aktiviert sich bei speziellen Varianten der Kleber erst beim Aufbringen, etwa durch Wasserdampf. Da Linerless als Endlosmaterial verarbeitet wird, lassen sich Etiketten flexibel in verschiedenen Größen mit nur einer Rolle produzieren.
Für die Umsetzung eignen sich automatisierte Druck- und Etikettiersysteme sowie spezielle Linerless-Drucker, die auf hohe Volumen und flexible Anwendungen ausgelegt sind, zum Beispiel Hermes QL für klassisches silikonbeschichtetes Linerlessmaterial. Gemeinsam mit Herma hat cab Hermes QL außerdem für InNo-Liner-Haftmaterial weiterentwickelt. Im Segment reine Etikettendrucker bietet cab ein Linerlessmodell des Gerätebenchmarks Squinx an.
Rückverfolgbarkeit ist zentraler Faktor
Rückverfolgbarkeit bleibt ein zentraler Faktor: Durch die Verknüpfung von physischer Kennzeichnung und digitalen Daten lassen sich Produkte lückenlos nachverfolgen. Serien- und Chargennummern ermöglichen im Ernstfall gezielte Rückrufe.
Mit steigenden Anforderungen durch Automatisierung, sinkende RFID-Kosten und neue regulatorische Vorgaben wie den digitalen Produktpass der EU gewinnt die strategische Ausrichtung der Kennzeichnung weiter an Bedeutung. Unternehmen, die frühzeitig investieren, sichern sich langfristig effiziente und leistungsfähige Prozesse.











