Hubwagen

Die Allrounder der Intralogistik – Elektro-Hochhubwagen

Kein Umkippen oder Rutschen, automatisch bremsen in Kurven, schneller in die Höhe fahren bei leichten Lasten – die Hersteller von Elektro-Hochhubwagen lassen sich vielfältige technische Raffinessen einfallen. Nicht nur um die Leistung zu steigern. Die Sicherheit der Fahrer steht im Vordergrund. Die Ergebnisse unserer Umfrage unter namhaften Herstellern zeigen, mit welchen Features sie punkten wollen.

Foto: Still
Foto: Still

Auf die Frage 1 „Welche Ausstattungs- und Leistungsmerkmale Ihrer neuesten Hochhubwagen-Generation würden Sie besonders hervorheben?“ folgten ausführliche Antworten der befragten Unternehmen.

„Die vielseitigen Hochhubwagen der Serien ES 4000 und ET 4000 – mit und ohne Fahrerstand und mit Hubhöhen von 2,4 bis 5,4 Metern sowie Tragfähigkeiten von 1,2 bis zu 1,6 Tonnen – zeichnen sich vor allem durch Robustheit, Sicherheit und größtmöglichen Bedienkomfort aus“, so Jörn Erdmann, Communications Manager Europe, Crown.

Ladung soll millimetergenau positioniert werden

„Das widerstandsfähige, gusseiserne Getriebe sowie Crown AC-Motoren gewährleisten eine zuverlässige Antriebsleistung. Mit dem Proportionalhub lassen sich die Gabeln präzise und damit die Ladung millimetergenau positionieren. Weitere Features sind die ergonomisch gestaltete X10-Deichsel, die klappbare FlexRide-Fahrerplattform und das regenerative Bremssystem e-GEN für wartungsfreie Bremsleistung“. Seit kurzem steht für beide Serien „die Fernbedienungstechnologie QuickPick Remote zur Verfügung, die auf dem bekannten Handschuh basiert, der mit einem Transceiver für das Hubsystem ausgestattet ist.

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„Jungheinrich fokussiert bei den Hochhub-Fahrzeugen auf Langlebigkeit der zentralen und exponierten Komponenten, wie beispielsweise Abdeckungen aus Stahl, sowie die Flexibilität im Einsatzfall, und damit die passenden Optionen und Fahrzeugderivate für jeden Kunden“, so Jan Kaulfuhs-Berger, Unternehmenskommunikation, Jungheinrich AG.

Jungheinrich
Features wie „CurveControl“ und „SpeedControl“ sorgen für situativ angepasste Geschwindigkeiten und erhöhen so die Bediener- und Einsatz-Sicherheit. Foto: Jungheinrich

Mit „SpeedControl“ lässt sich die Fahrgeschwindigkeit einfach kontrollieren, es bietet Rückrollschutz an Steigungen, konstante Fahrgeschwindigkeit bei Steigungen und Gefälle und Energierückgewinnung durch eine generatorische Bremse, so Kaulfuhs-Berger weiter. „Auch bei hochgestellter Deichsel lassen sich die Mitgängerfahrzeuge dank des Schleichfahrttasters sicher auf engstem Raum rangieren – die Geschwindigket wird automatisch reduziert. Die elektrische Deichsellenkung reduziert die Lenkkräfte, auch schwere Lasten lassen sich so präzise handhaben.“

Präzises Lastenhandling und Spielraum zum Manövrieren

„Ein wesentlicher Vorzug der aktuellen Hochhubwagen Linde L14 bis L20 im Traglastbereich von 1,4 bis 2,0 Tonnen sind Anordnung und Ausgestaltung der Deichsel“, so Bastian Albert, Produktmanager Lager- und Systemtechnik, Linde Material Handling.

„Diese besitzt eine serienmäßige, elektrische Lenkung für einfaches, müheloses Fahren und präzises Lasthandling; durch ihre mittige Anordnung steht der Fahrer immer geschützt innerhalb der Fahrzeugkontur und hat einen großen Spielraum, um in engen Bereichen, beispielsweise im Blocklager, zu manövrieren. Die lange und tief am Chassis angebrachte Deichsel sorgt für einen ausreichend großen Sicherheitsabstand zwischen Bediener und Gerät. Auch die Hände des Bedieners sind durch den ergonomisch geformten Deichselkopf jederzeit geschützt.“

„Einzigartig am Markt ist die komplett gefederte Fahrerstandplattform der AP-Version. Zusammen mit Deichselkopf und klappbaren Seitenbügeln bildet sie eine feste, vom Chassis über Gummimetalllager abgekoppelte Einheit. Sie schützt den Bediener in besonderer Weise vor einwirkenden Humanschwingungen und unterschreitet erstmals sogar die strenge Normvorgabe. Der Bediener arbeitet länger konzentriert und wird langfristig vor Muskel-Skelett-Erkrankungen geschützt.“

Automatisch langsamer in Kurven

„Unsere Elektro-Hochhubwagen verfügen über eine hubhöhenabhängige Geschwindigkeitsreduzierung sowie eine automatische Geschwindigkeitsreduzierung in Kurven. So wird der Bediener geschützt, ohne dass er es überhaupt merkt, so Christian Baerwolff, Leiter Internationales Produktmanagement, Still GmbH.

„Mit der patentierten Tragfähigkeitsanzeige sieht der Nutzer immer sofort, dass das Gerät sich innerhalb des sicheren Arbeitsbereiches bewegt. Zudem wird ihm auf einer Anzeige- und Bedieneinheit angezeigt, wenn das Fahrzeug gewartet oder aus Sicherheitsgründen der Initialhub gesenkt werden muss. All das dient dazu, den Fahrer zu schützen.“

Rückenschonend und sicher durch Federung und Schutzarme

„Des Weiteren können Personen mit dem Ergonomiekonzept von Still geschützt werden“, wie Baerwolff betont: „Bei den Mitfahrgeräten gibt es hierfür die individuell einstellbare luftgefederte Fahrerstandplattform, die für komfortableres, rückenschonenderes und konzentriertes Arbeiten sorgt. Kombiniert mit den in der Höhe einstellbaren seitlichen Schutzarmen bildet dieses System wohl einen der sichersten und komfortabelsten Arbeitsplätze bei Hochhubwagen.“

Hohe Variantenvielfalt für kundenspezifische Anforderungen

„Wir haben bei den neuen Geräten besonderen Wert auf die Variantenvielfalt gelegt, damit der Kunde sich ein Fahrzeug entsprechend seinen Anforderungen individualisieren kann“, so Manuela Damato, Produktmarketing Warehouse bei Toyota Material Handling Deutschland (TMHD) – mit den entsprechenden Preisvorteilen für die Kunden, da sie nicht für Funktionen bezahlen müssten, die sie nicht brauchen. „Wenn der Anwender nur einen 1,45-Tonner benötigt, bekommt er ihn bei uns auch und muss nicht ein 1,6 Tonnen-Gerät bezahlen. Sowohl das Angebot an Tragfähigkeitsklassen und Chassis als auch verschiedener Stabilitäts-Assistenz-Systeme sowie die Mast- und Hubhöhenauswahl bei maximalen Hubhöhen bis zu sechs Metern sind einzigartig.“

„Die bei allen Geräten serienmäßige ,Click-2-Creep‘-Funktion hilft beim Rangieren auf engstem Raum: Dazu tippt der Bediener nur den Fahrt- und Richtungshebel der deichselgeführten Geräte doppelt an, schon wechselt die Rangierfunktion in den Kriechgang und ermöglicht eine besonders feinfühlige Steuerung des Geräts bei aufrechter Deichsel. Die Deaktivierung der Funktion erfolgt ebenso per Doppelklick. Die Plattformgeräte sind für ein entspanntes Arbeiten serienmäßig mit Servolenkung ausgestattet.“

„Mit der neuen BT Staxio P-Serie bieten wir Varianten mit 6, 8 und 10 km/h Fahrgeschwindigkeiten an. Die deutlich verbesserten Hub- und Senkgeschwindigkeiten reduzieren die Wartezeiten beim Heben und Senken. Über die Sensi-Lift-Funktion kann der Bediener das Heben und Senken aller BT Staxio-Modelle präzise und feinfühlig steuern“, berichtet Damato.

„Für welche Einsatzbereiche und welche Transport- und Umschlagsleistungen und -Volumina sind Ihre Hochhubwagen primär konzipiert?“, so lautete die zweite Frage.

„Die verschiedenen Modelle der ES/ET 4000 Hochhubwagen-Serie von Crown sind sowohl im Innen- als auch im Außenbereich flexibel für alle Bereiche einsetzbar. Für eingeschränkte Platzverhältnisse und kürzere Transportstrecken bietet der kompakte ES 4000 Mitgeh-Hochhubwagen hervorragende Sicht und Manövrierfähigkeit, und bei stark belebten Einsatzbereichen mit vielen Palettenbewegungen und größeren Entfernungen ist das ET 4000 Mitfahr-Modell die richtige Wahl. Die Geräte sind somit sowohl für Ein- und Auslagerung und Transport als auch für den Einsatz in Produktionsumgebungen geeignet.“

„Jungheinrich bietet für jeden Einsatz, jede Transportstrecke und jede Umschlagsleistung das richtige Fahrzeug. Kundeneinsätze variieren von Groß- bis zu Einzelkunden und branchenspezifisch: Ob für Industrie oder Handel, ob für die Kurzstrecke im reinen Mitgängerbetrieb, die Mittelstrecke im kombinierten Mitgänger-/Mitfahrerbetrieb oder die Langstrecke im Mitfahrerbetrieb: Im Baureihensystem wird durch Jungheinrich-Fachberater zielgerichtet die für die Anwendung richtige Konfiguration angeboten. Individuelle Lösungen für individuelle Anforderung werden über Sonderbaulösungen aus dem Werk Lüneburg realisiert.“

30 Prozent schnellere Hubgeschwindigkeit bei leichter Last

„Linde-Hochhubwagen transportieren besonders häufig Paletten, lagern Waren bis in Hubhöhen von maximal 5,4 Metern ein oder bewegen Güter im Blocklager. Optional lassen sich die Geräte mit Initialhub ausstatten, wodurch sich die Bodenfreiheit vergrößert und Steigungen oder Ladebrücken einfach zu befahren sind. Optional gibt es den ,Lift Speed Booster’. Dieser sorgt dafür, dass die Hubgeschwindigkeit bei leichter Last oder Leerhüben um 30 Prozent auf 0,4 m/s erhöht wird. Auf diese Weise kann der Bediener Waren schneller ein- und auslagern.“

Hoher Umschlag und trotzdem sicher

Hochhubwagen L14 bis L20 von Linde
Die Hochhubwagen L14 bis L20 von Linde mit 1,4 bis 2 Tonnen Traglast sind wahlweise als Mitgänger-Gerät oder mit klappbarer Standplattform ausgelegt. Foto: Linde Material Handling

„Die Hochhubwagen von Still sind hauptsächlich für die Kapazitäten von 1,0 bis 2,0 Tonnen ausgelegt und erreichen im Mitfahrbetrieb Spitzengeschwindigkeiten bis zu 10 km/h. Zentraler Punkt bei den Geräten ist die Überwindung des Zielkonfliktes von hohen Umschlagsleistungen bei gleichzeitig hoher Arbeitssicherheit. Bevorzugt eingesetzt werden sie in der Lkw-Vorzone, in der Produktionsversorgung, Materialbereitstellung oder auch im Block- und Regallager.“

„Aufgrund der großen Variantenvielfalt können die Hochhubwagen der BT Staxio P- und W-Serie von TMHD eine Vielzahl an Einsatzfeldern abdecken. Im Allgemeinen sind die Geräte hervorragend zum Ein- und Auslagern in Lagerhäusern, Verteilzentren und Geschäften geeignet. Besonders hohe Resttragfähigkeiten ermöglichen die Einlagerung höherer Lasten in größeren Höhen.“

BT Staxio W-Serie
Die BT Staxio W-Serie wurde um sieben neue Modelle mit Traglasten von 1,4 bis 2 Tonnen erweitert; alle Geräte sind auch mit Lithium-Ionen-Batterien erhältlich. Foto: TMHD

„Auf welche Features Ihrer Hochhubwagen legen Ihre Kunden den meisten Wert?“, so lautete die dritte Frage.

„Die Senkung der Gesamtbetriebskosten im Lager ist nach wie vor eine der wesentlichen Herausforderungen. Deshalb haben unsere Entwickler auch bei der Konstruktion der Crown ES 4000/ ET 4000 Serie Wert auf Produktivität, Ergonomie und Sicherheit gelegt“, betont Communications Manager Erdmann. „Die Hochhubwagen lassen sich leichter handhaben, sind leicht zu manovrieren und bieten eine Rundumsicht. Das mit dem ,Good-Design-Award‘ preisgekrönte Design gewährleistet, dass die Bediener mit unseren Staplern so angenehm und sicher wie möglich arbeiten können.“

„Jungheinrich-Kunden erwarten in erster Linie Langlebigkeit mit einsatzabhängiger, zielgerichteter Auslegung der Fahrzeuge. Als weltweiter Anbieter von Logistikfahrzeugen und Intralogistiklösungen haben wir einen sehr breiten Kundenstamm mit unterschiedlichen Bedarfen und daraus resultierenden Produktanforderungen. Generell haben Einsatzvielfalt und Leistungsstärke seit je her eine hohe Priorität“, betont Jan Kaulfuhs-Berger, „Themen wie Ergonomie, Effizienz und Wirtschaftlichkeit gewinnen aber zunehmend an Bedeutung.“

Ergonomie und Gesundheitsschutz sind wichtiges Kaufkriterium

„Das Hauptaugenmerk unserer Kunden liegt auf größtmöglicher Zuverlässigkeit, denn die Geräte haben jeden Tag reibungslos ihren Dienst zu leisten und für stabile logistische Prozesse zu sorgen“, so Bastian Albert. „Das leisten die Linde-Hochhubwagen, indem sowohl Fahrgestell als auch Chassis und Bedienelemente sehr robust und witterungsbeständig ausgelegt sind. Ein wichtiges Kaufkriterium sind zudem Ergonomie und Gesundheitsschutz, denn sie sorgen für höhere Produktivität und Sicherheit im Lager. Zum Beispiel ermöglicht die Linde Load Control in Verbindung mit der elektrischen Lenkung ein millimetergenaues Absetzen der Paletten. Und bei der Standplattform der AP-Version hat der Bediener durch die Batterieabdeckung freien Blick auf die Gabelspitzen und den Fahrweg vor ihm.“

Hoher Warenumschlag allein reicht nicht mehr

„Unsere Kunden möchten einen hohen Warenumschlag mit ihren Hochhubwagen realisieren“, so Christian Baerwolff, „daher sind Leistungsdaten wie Fahrgeschwindigkeit, Resttragfähigkeit oder die Einlagerungshöhe von Bedeutung. Doch dies allein reicht den Kunden von heute nicht mehr. „Was bringt es, wenn das Gerät maximale Geschwindigkeiten erreicht, am Ende der Schicht aber ein hoher Grad an Warenbruch vorliegt? Daher sind Kompaktheit, eine hohe Fahrleistung, Präzisionssteuerung und eine perfekte Ergonomie, um die Konzentration aufrechtzuerhalten, die zentralen Kundenanforderungen“, führt Baerwolff aus.

„Aufgrund des gestiegenen Kosten- und Leistungsdrucks benötigen Unternehmen Geräte, die ihren spezifischen Ansprüchen gerecht werden. Daher sind einerseits schnelle und kompakte Geräte wichtig, andererseits sind Energieeffizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit der Geräte gefragt“, so Manuela Damato.“

Reinhard Irrgang

Kontakt:

Crown Gabelstapler GmbH & Co. KG

Jungheinrich AG www.jungheinrich.de

Linde Material Handling GmbH www.linde-mh.de

STILL GmbH www.still.de

Toyota Material Handling Deutschland GmbH www.toyota-forklifts.de

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