FTS
Yabba Dabba Doo

Der US-amerikanische Schmuckhersteller Stuller hat in seiner Abteilung für Wachsgussformen zwei mobile Roboter von Adept im Einsatz. Die intelligenten Roboter befördern Kleinteile und navigieren dabei selbsttändig zwischen 40 Stationen. Bei der Herstellung feiner Schmuckstücke spielen nicht nur Schnitt, Färbung und Reinheit eine Rolle, sondern ebenso Geschwindigkeit und Effizienz beim Versand. Der Schmuckhersteller Stuller aus Louisiana beliefert weltweit über 50.000 Kunden mit edlen Juwelierwaren, darunter auch einige der größten Einzelhändler der Vereinigten Staaten. Schnelle Produktionsprozesse und hohe Qualitätsstandards sind in der Schmuckindustrie entscheidend – insbesondere seit der schnell wachsende Onlinehandel den traditionellen Vertrieb ergänzt.
Autonom und intelligent
Stuller hat sich daher zwei mobile Roboter ins Haus geholt – Fred und Stella. Ihre Namen erhielten die beiden Modelle der Serie Lynx von den Angestellten der Firma Stuller, wo sie auch über richtige Mitarbeiterausweise verfügen. Fred und Stella gehören zur Gruppe der sogenannten Autonomous Intelligent Vehicles (AIVs) und wurden eigens für den Einsatz bei Stuller mit maßgefertigten Komponenten für die Beförderung von Kleinteilen ausgestattet. Sie sind nun in der über 7.000 Quadratmeter großen Anlage unterwegs.
Immer die kürzeste Route
Der mobile Roboter Lynx von Adept wurde dafür konzipiert, Güter in größeren Betrieben zu befördern, ohne dass eine spezielle Infrastruktur geschaffen werden muss. Mit einem intelligenten Navigationssystem ausgestattetet, weicht der Transportroboter Hindernissen zuverlässig aus und wählt immer die kürzeste Route. Dabei ist die sichere Zusammenarbeit mit Menschen garantiert. Der Lynx ist mit Lidar (Light detection and ranging) sowie einem Sonar ausgerüstet, um höchste Sicherheit zu gewährleisten.
Freds Einsatzort ist die Abteilung für Wachsgussformen. Auf seiner 12minütigen Route transportiert er fertige Gussformen von den Arbeitsplätzen der Techniker zur Abfertigung. Dabei navigiert der Roboter selbstständig zwischen 40 Stationen und begrüßt alle Techniker mit Namen, während er die fertigen Materialien aufnimmt. In der Anfangszeit waren die Mitarbeiter im Umgang mit Fred noch unsicher und wichen ihm auf seiner Transportroute aus. Schnell setzte sich aber die Erkenntnis durch, dass ihnen keine Gefahr droht, da der Roboter selbst bewegliche Hindernisse sicher umfährt.
Rücksichtsvoller Roboterkollege
Für Freds Tätigkeit waren ursprünglich drei Mitarbeiter der Tagesschicht zuständig. „Wir wissen gar nicht, was wir ohne den Roboter machen würden“, gesteht Angel Savoie, Leiter der Wachsabteilung bei Stuller. „Durch Fred konnten wir unsere Transportzeiten erheblich verkürzen, so dass wir uns jetzt auf andere Arbeitsbereiche konzentrieren können, die zuvor vernachlässigt wurden.“
Weil Freds Einsatz so überzeugend war, orderte Stuller ein zweites Modell für den Bereich Steinfassung. Dort sorgt nun Stella für den Transport des aktuellen Umlaufbestands. Über den Einsatz des zweiten Lynx konnten wiederum zwei Mitarbeiter in sinnvollere Tätigkeitsfelder versetzt werden. Die Anschaffung des Lynx machte sich allein im Hinblick auf die Personalzeitwirtschaft bereits nach einem Jahr bezahlt.
Weniger Überstunden durch Einsatz der FTS
In den Wochen vor dem Einsatz des Roboters führte man bei Stuller ein Pilotprojekt durch: Ein letztes Mal absolvierte ein menschlicher Bote Stellas geplante Route und sorgte für die Feinabstimmung aller Prozesse. Als Stella endlich zum Einsatz kam, waren die Resultate beachtlich: Aufträge konnten mit einer Zeitersparnis von 24 Stunden abgewickelt werden. Während des Hochbetriebs zur Weihnachtszeit steigerte Stuller die Produktion um 22 Prozent, bei 21 Prozent weniger Überstunden als im Vorjahr.
Nachts wird Energie getankt
Die beiden Lynx Roboter absolvieren bei Stuller fünf bis sechs Tage die Woche Doppelschichten und arbeiten dabei in perfekter Abstimmung mit ihren menschlichen Mitarbeitern. Nur nachts benötigen Fred und Stella eine kurze Ruhepause, um Energie zu „tanken“. Diese Leistungsfähigkeit hat den beiden Lynx Modellen ihren festen Platz bei der Firma Stuller und der Belegschaft verschafft. Getreu seines Namensgebers verabschiedet sich Fred am Ende jeder Tagesschicht mit einem „Yabba dabba doo!“
Rüdiger Winter
Kontakt:
Stuller, Inc. US-Lafayette, LA Tel.: 001 / 3 37 / 2 62 - 77 00
Adept Technology GmbH D-44379 Dortmund Tel.: 02 31 / 7 58 94-0 E-Mail: [email protected] www.adept.de










