­Förderstrecken-Lösung

Marvin Meyke,

Modular und vernetzt

Mit seiner neuen DC Platform will Interroll für verschiedenste Herausforderungen eine passende Förderstrecken-Lösung bieten. Mit speziell aufeinander abgestimmten RollerDrive, Steuerungen und Netzteilen sollen Systemintegratoren und Anlagenbauer die Wünsche ihrer Kunden nun noch ­passgenauer bedienen können.

Vielseitigen Komponenten ­decken bei der DC Platform ein breites Anwendungsfeld ab. © Interroll

Die neue DC Platform wird im Februar auf der ­LogiMAT in Stuttgart zu sehen sein. Sie ist zum einen für Standardanwendungen geeignet, er­möglicht aber auch Anlagen mit Industrie 4.0-Funktionalität, um dem Trend der zunehmenden Vernetzung Rechnung zu tragen. Smart Manufacturing und Smart Logistics waren auch Thema bei der Premiere der DC Platform im schweizerischen Hinwil. Unter dem Motto „Driving the Future“ präsentierte Interroll die Produktneuheit erstmals Anfang Dezember letzten Jahres im Zuge einer ­gemeinsamen Veranstaltung anlässlich der langjährigen ­Zusammenarbeit mit dem Motorsport-Rennstall Sauber. „Wir managen beide äußerst komplexe Vorgänge“, betonte Jens ­Karolyi die Gemeinsamkeit der beiden Unternehmen, die seit 2012 in einer Partnerschaft kooperieren.

Staudrucklos Fördern
Bei dem staudrucklosen Förderer können die einzelnen Zonen individuell angetrieben werden. Es besteht zudem die Möglichkeit die Motoren einzeln auszuschalten, wenn kein Paket auf der entsprechenden Förderzone liegt. So wird die Energieeffizienz der Anlage verbessert. Vorteil der Zero Pressure Accumulation (ZPA): Die Pakete berühren sich nicht, etwaige Schäden durch Zusammenstoßen werden so vermieden.

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Herzstück Motorrolle
Einer der zentralen Bestandteile der DC Platform sind die ­Rollerdrive EC5000 Motorrollen, die im Vergleich zur bereits etablierten RollerDrive EC310 mit einigen technischen ­Neuerungen aufwarten. So sind sie neben einer 24V-Ausführung auch als 48V-Technologie erhältlich. „RollerDrive wurden in der Vergangenheit immer mit 24 VDC versorgt. Nachbar-Produkte, wie Lichtsensoren oder SPSen werden ebenfalls mit 24V versorgt, so dass es keiner Versorgung mit anderen Spannungshöhe bedurfte. Der Markt von Motorrollen wird sich dennoch in Richtung 48 VDC entwickeln,“ erläutert Daniel Heinen, Global Product Manager für rollers and RollerDrive bei Interroll. Zudem sind drei Leistungsstufen ­verfügbar – 20 Watt, 35 Watt und 50 Watt. Die 35 ­Watt-Version ist mit ­Bestandsanlagen kompatibel. Für schwere Transportgüter ist zudem eine Version mit 60 Milli­meter Durchmesser neben der 50 Millimeter Variante verfügbar. Außerdem gibt es die RollerDriveEC5000 als Versionen in den Schutzklassen IP54, IP66 und für Tiefkühlanwendungen.

Voraussicht schützt vor Überraschungen
Predictive Maintenance macht Interroll bei der DC Platform mit der neuen Bus Schnittstelle ebenfalls zum Thema. „Die inno­vative Bus Schnittstelle (CANopen) bietet eine Fülle an Möglich­keiten und ist der Eintritt in Industrie 4.0. Diese Roller­Drive-Version teilt dem Anwender mit, wenn sie ihr statistisches Lebensende erreicht hat. In wichtigen Anlagenteilen können Betreiber nun in ruhigen Zeiten vorbeugend reagieren“, so ­Daniel Heinen. Die analoge Schnittstelle hingegen ist kompa­tibel zum Vorgänger der EC5000 und kann so einfach für etwaige Ersatzteile eingesetzt werden. Mit seinen Steuerungen geht Interroll auf unterschiedliche Anwendungsfälle ein. Während die DriveControl 2048 sich für Standardanwendungen mit wenigen RollerDrive eignet, ­er­möglicht die MultiControl als multiprotollfähige Vier-Zonen-Steuerung einfache bis äußerst anspruchsvolle Anwendungen – von autonomen Förderern mit integrierter Logik bis zu Förderern mit kundenindividueller SPS-Programmierung über Feldbus-Kommunikation.

Auf die Probe gestellt
Interroll hat die DC Platform in seinem Kompetenzzentrum in Wermelskirchen nach Unternehmensangaben mehr als 10 Millionen Stunden getestet. Dazu wurden umfangreiche Belastungs- und Dauertests durchgeführt um die Zuverlässigkeit der DC Platform sicherzustellen. „Unsere Testanlagen laufen rund um die Uhr. Wir überlassen nichts dem Zufall. Die neue DC ­Platform haben wir in allen denkbaren Einsatzszenarien auf Herz und Nieren getestet — mehrere Millionen Teststunden wurden die Produkte sowie deren Baugruppen und Einzelteile insgesamt getestet“, berichtet Armin Lindholm, Geschäftsführer der Interroll Engineering GmbH.

Bei der Produktion der DC Platform setzt das Unternehmen auf das Built-to-order-Prinzip. So lassen sich auch bei kleinsten Losgrößen kurze Lieferzeiten realisieren. Ermöglicht wird dies durch intelligente Abläufe, die auf dem Interroll Produk­tionssystem (IPS) basieren. Dies ermöglicht auch noch nach Jahren ihre Identifizierung über die ent­sprechende ­Serien­nummer.“ Interroll möchte die dazu notwendigen ­Fertigungsverfahren und Anlagen auch in Amerika und Asien sukzessive aufbauen.

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