Flurförderzeuge
Stapler Finanzierung: Technische Entwicklung, Ergonomie und Sicherheit als Kaufargument
Viele Unternehmen, die ein neues Flurförderzeug anschaffen wollen, stellen sich die Frage, wie man derzeit am besten finanziert. Hier finden Sie Antworten. Marktprognose: Das erste Quartal wird aufgrund der wirtschaftlichen Lage im Vergleich zu 2008 deutlich schlechter ausfallen, wir hoffen aber, dass sich die Lage danach wieder beruhigen wird“, sagt Harald Thum, Leiter Marketing Zeppelin Baumaschinen GmbH, Geschäftsbereich Gabelstapler.
Für Zeppelin/ Hyster erwarte man auf das Gesamtjahr bezogen eine positive Entwicklung, auch weil zum Jahresende 2008 mit neuen E-Staplern wettbewerbsstarke Geräte auf dem Markt eingeführt wurden.

Auch der Staplerhersteller Atlet glaubt, dass die derzeitige Zurückhaltung in der zweiten Jahreshälfte aufgegeben wird. Man werde sich jetzt in starkem Maße mit der Marktplatzierung der neuen Frontstaplerserie „Balance“ beschäftigen und sich auf den Verkauf von Gebrauchtgeräten, auf die Mietflotte und auf zusätzliche Serviceaktivitäten konzentrieren. Partnerschaftliches Kunden-Lieferantenverhältnis ebenso wie eine hochwertige Produktpalette mit Mehrwert sind derzeit wichtiger denn je, meint Christian Baerwolff, Leiter Still-Marketing.
Nach einem herben Rückgang der Nachfragetätigkeit in den ersten sechs Wochen konnte Fendt Fördertechnik GmbH wieder vermehrte Anfragetätigkeit feststellen, so als gäbe es gar keine Krise. Vor diesem Hintergrund wird die Beschaffung der Geräte durch Miete und Leasing zunehmend attraktiver.
Finanzierungsvorteile
- Wichtige Investitionen im Kerngeschäft können so vorgezogen werden oder sind dadurch erst realisierbar.
- Die Nutzung gegen Entgelt mit kalkulierbaren monatlichen Raten erzeugt Planungssicherheit und bietet bilanztechnische Vorteile.
- Mehr liquide Mittel bieten größere Flexibilität im unternehmerischen Handeln.
Auf Finanzierung eingestellt
Zeppelin hat sich schon länger darauf eingestellt und seine Vermietaktivitäten ausgebaut. In Deutschland verfügt das Unternehmen bereits über 110 Mietstationen sowie 15 Kompetenzzentren. Bei Jungheinrich wird bereits jedes dritte Fahrzeug gemietet oder geleast und bei Still zeigte sich in den letzten Jahren europaweit ein Trend Richtung mittelbis langfristiger Nutzungsüberlassung durch Miete und Leasing, erweitert um die Option Full-Service. Auch bei Fendt (30 %) und Atlet steigen die Anteile gemieteter und geleaster Fahrzeuge.
Die angebotenen Miet- und Leasingmodelle sind in der Regel ähnlich.
Jungheinrich bietet seinen Kunden finanztechnische Lösungen für jeden Bedarf. Hierzu zählen Rental, Leasing, Mietkauf und Teilzahlung. Für die unterschiedlichen spezifischen Bedarfe bietet Jungheinrich noch weitere Bausteine an. Hierzu gehören unter anderen die Maschinenbruch-Pauschale, Laufzeitflexibilität, Intervall- Service oder auch Full-Service.
Auch von Still werden Finanzierungsmodelle für die verschiedensten Anforderungen angeboten, denn die Betreiber möchten hierbei möglichst flexibel bleiben. Höhere Transportkapazitäten, bedingt durch saisonale oder wetterbedingte Belastungsspitzen, können zum Beispiel durch die Kurzfristmiete von Staplern aufgefangen werden. Darüber hinaus bietet Still das Finanzierungsmodell „BasicDynamic“ an. Der Betreiber vereinbart eine feste Rate für eine bestimmte jährliche Anzahl an Betriebsstunden. Nach Jahresablauf erfolgt eine Nachkalkulation der geplanten Betriebsstunden mit den genutzten Betriebsstunden. Je nach Ergebnis erhält der Betreiber sogar Geld zurück.
Auch Fendt und Atlet bieten alle Miet- oder Leasingmodelle an. Berechnungsgrundlage sind u. a. die Betriebsstunden und die Laufzeit. Eine Berechnung nach Anzahl der Hübe ist bei Fendt eine reine Produktivitätsberechnung, die nicht zur Berechnung einer Finanzierung herangezogen wird.

Technische Entwicklung
Zu den wichtigen Neuerungen bei Zeppelin zählt bei den verbrennungsmotorischen Staplern das DuraMatch-Getriebe, das die Vorteile des hydrodynamischen Wandlers mit den Vorteilen eines hydrostatischen Antriebs vereint. Ferner gab es der Elektrostaplern Innovationen beim Energieausgleich, bei der Manövrierfähigkeit und Ergonomie der neuen Hyster E-Stapler.
Drehstrom- und CAN-Bus-Technik
Bei Atlet zählen zu den Innovationen der letzten Jahre die Drehstromantriebstechnik, CAN-Bus-Technik, Proportionalventiltechnik und natürlich die Energierückgewinnung.
Auch Jungheinrich hat in den vergangenen Jahren durch den verstärkten Einsatz von Drehstromtechnik erreicht, dass der Einsatz von Gabelstaplern noch umweltfreundlicher und effektiver geworden ist.
Die heute bei Jungheinrich gefertigten elektromotorisch angetriebenen Gabelstapler sind heute meist bereits mit der vierten Generation der Drehstromtechnik ausgestattet. Jungheinrich hat zudem zur CeMAT 2008 mit seinem Concept ’08 gezeigt, in welche Richtung das Thema Energieeffizienz und Ergonomie im Staplerbereich in Zukunft gehen kann. Der ganzheitliche Ansatz von Jungheinrich lautet: Energie intelligent speichern und effizient nutzen. Bei der in Hannover vorgestellten Konzeptstudie handelt es sich um einen Niederhubwagen zum Mitfahren mit einem neuen Energiespeicher- und Antriebskonzept: Lithium-Ionen-Akkus plus Direktantrieb sorgen zukünftig für noch mehr Energieeffizienz als die bereits heute bei Jungheinrich serienmäßig eingesetzte Drehstromtechnik.
Seitlicher Batteriewechsel
Still führte den seitlichen Batteriewechsel bei Elektrostaplern ein, wodurch die Kosten für Batteriewechselkräne entfallen. Zudem reduziert das Unternehmen stetig den Energieverbrauch seiner Produkte, z. B. mit dem intelligenten Energiesparprogramm Blue-Q. Es ist für Elektrostapler Standard seit Oktober und wird in Kürze erstmals auch bei den Dieselgabelstaplern RX 70 verfügbar sein. Bis zu 20 Prozent Energie sollen eingespart werden können. Blue-Q ist vergleichbar mit einem Autofahrer im Stadtverkehr, der Kraftstoff spart, weil er seine Fahrweise vorausschauend dem Verkehrsfluss anpasst. Der Blue-Q Modus beeinflusst nicht nur das Fahrverhalten, sondern auch das intelligente Abschalten von elektrischen Verbrauchern wie Scheinwerfer oder Heizung.
Hybridantrieb
Während der letzten CeMAT-Messe in Hannover hat Still den ersten serienfähigen Dieselstapler RX 70 mit Hybridantrieb vorgestellt. Hierbei wird die beim Bremsen zurück gewonnene Energie zwischengespeichert und steht bei der Beschleunigung wieder zur Verfügung. Der Dieselverbrauch reduziert sich, Budget und Umwelt werden geschont.
Bei Fendt Fördertechnik hat die Lithium-Ionen- Batterie und die Einführung der neuen, auf der CEMAT vorgestellten GX Serie, 3,5 bis 5 t einen hohen Stellenwert.
Alternative Antriebsformen Ergonomie und Sicherheit
Die weitere technische Entwicklung wird geprägt sein von der Suche nach alternativen Antriebsformen wie der Brennstoffzelle sowie einer möglichst hohen Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit. Außerdem wird weiterhin das Thema Ergonomie im Fokus künftiger Entwicklungen stehen“ sagt Harald Thum von Zeppelin Baumaschinen.
Bei Atlet werden u. a. verbesserte Batterietechnologien bei der Energierückgewinnung die Themen der Zukunft sein, z.B. TRAC (Truck Remote Acces), sowie Fehlersuche oder Neuprogrammierungen von Fahreigenschaften per Handy. Die Ingenieure stellen die Diagnose, ändern die Eigenschaften des Staplers und helfen den Kunden vom Servicecenter aus – ganz gleich wo auf der Welt sie sich befinden.
Bei Jungheinrich wird das Thema Energiesparen weiterhin mit ganz oben auf der Agenda stehen. Hinzu kommen Ergonomie und Sicherheit. Still hat alternative Antriebskonzepte wie die Brennstoffzellentechnologie und die Orientierung hin zur Vernetzung der Fahrzeuge und Systeme im Visier. Zudem bieten Softwareprodukte wie FleetManager und StillReport den Zugriff auf Fahrzeugdaten und deren Auswertung auf operativer sowie strategischer Führungsebene. Die Kostenstruktur kann ständig überwacht und analysiert werden, auch von Fahrzeugflotten an international verteilten Standorten.
Bei Fendt erwartet man Stapler auf Lithium-Ionen-Basis. Diese Technik soll noch 2009 im automobilen Bereich in Serie gehen – zumindest in Japan.

Was kauft der Kunde?
- Zeppelin: Dieselstapler bis drei Tonnen, EStapler bis 2 t. Als Antriebsart wird derzeit Diesel bevorzugt, wobei man abhängig von den Kundenbedürfnissen auch eine hohe Nachfrage nach Gas-Antrieben verzeichnet. Das Verhältnis Diesel-Elektro beträgt bei Zeppelinrund 70 zu 30.
- Still: Die meisten Fahrzeuge werden mit 1,6 t Tragfähigkeit verkauft, gefolgt von der 2,5 t Klasse. International werden Diesel- Stapler am häufigsten gekauft. Der Anteil von Diesel- zu Elektrostaplern ist aber laut Still regional unterschiedlich. Insgesamt wachse der Anteil von E-Staplern stärker in höher entwickelten Industrieländern; in Deutschland z.B. auf rund 45 %.
- Jungheinrich: Gegengewichtsstapler zwischen1,5 und 3,0 t. In wenig entwickelten Märkten, aber auch bei schweren Einsätzen (Getränke-, Papierindustrie etc.) kommen in der Hauptsache verbrennungsmotorisch angetriebene Gegengewichtsstapler zum Einsatz. Sind die Märkte mehr entwickelt kommen zunehmend Elektro-Gegengewichtsstapler zum Einsatz, die aber auch zunehmend in Leistungsbereiche der verbrennungsmotorisch angetriebenen Gegengewichtsstapler vorstoßen. In der Lagertechnik kommen nur elektrisch angetriebene Stapler und Kommissionierer zum Einsatz.
- Fendt: Bei Nissan sind die verbrennungsmotorische Stapler in der Klasse zwischen 2 und 3,5 t klar die Vavoriten. Gefolgt werden diese von Elektrostaplern mit einer Tragkraft von 1,6 bis 2 t. Das Verhältnis Diesel / Elektro betrage bei Nissan 3:1.
- Atlet: Je nach vom Kunden gewünschterRestragkraft 1 400 kg bis 1 600 kg, also ausreichende Tragfähigkeiten, die auch die entsprechende Stabilität in großen Hubhöhen garantieren. Atlet produziert seit mehr als 50 Jahren in erster Linie elektrisch betriebene Flurförderzeuge. Erst durch den Zusammenschluss mit Nissan 2007, vertreibt man auch motorisch betriebene Stapler. Daher überwiegt derzeit noch der Anteil an Elektrostaplern.
Atlet Flurförderzeuge GmbH
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Fendt Fördertechnik GmbH
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Jungheinrich AG, D-22047 Hamburg
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Still GmbH
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Zeppelin Baumaschinen GmbH
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