"Aus Tradition in Bewegung"

Martin Schrüfer,

SEW-Eurodrive begeht 90-jähriges Firmenjubiläum

Das Jahr 2021 ist für die Antriebsautomatisierer aus Bruchsal ein ganz besonderes. Am 13.06.1931 gründete Christian Pähr die „Süddeutschen Elektromotoren Werke“ in Bruchsal. 1945, nach dem Krieg übernahm Ernst Blickle, Christian Pährs Schwiegersohn, die Geschäftsführung und legte mit vielen visionären Entscheidungen und Entwicklungen schon damals den Grundstein für die weltweit erfolgreichen Lösungen von SEW-Eurodrive.

© SEW-Eurodrive

Am 13. Juni 1931 gründet der Bankkaufmann Christian Pähr die Süddeutschen Elektromotoren Werke, SEW, im nordbadischen Bruchsal. Verschiedene Elektro- und Getriebemotoren, die Elektro-Bandsägen "Millicut", der Hobler "Simplitt", die Elektro-Kreissägen "Circut" und die Schleifmotoren "Poliglitt" bilden das Produktionsprogramm des Start-ups. Die großen Erfolge seines Unternehmens erlebt Pähr nicht mehr. Nur vier Jahre nach der Gründung verstirbt er im Alter von 70 Jahren. Fortan leitet seine Witwe Kunigunde Pähr das Unternehmen, unterstützt von der gemeinsamen Tochter Edeltraut. 1945 übernimmt Ernst Blickle, Edeltraut hatte zwischenzeitlich geheiratet, die Geschäftsführung des Unternehmens und in den Folgejahren begann ein unvergleichliches Wachstum.

Technologische Entwicklungen

Von der Erfindung des Vorgelegemotors 1928 bis zum Getriebemotor heutiger Ausprägung war es nur ein kurzer Weg. Das einmal erkannte Grundprinzip des effizienten Getriebemotors wurde durch SEW-Eurodrive weiterentwickelt. Neue Herstellungsverfahren führten zu einer stetigen Leistungsoptimierung und einem Maximum an Zuverlässigkeit und Energie-Effizienz. Mitte der 1960er Jahre gelang es SEW-Eurodrive als erstem Unternehmen im Bereich der Antriebstechnik, ein modulares Baukastensystem für die Herstellung von Getriebemotoren zu entwickeln. Auf der Basis einer überschaubaren Anzahl von standardisierten Einzelteilen und Baugruppen war es von nun an problemlos möglich, wirtschaftlich und in konkurrenzlos kurzer Zeit Antriebslösungen zu realisieren, die nicht nur durch ihre Vielseitigkeit, sondern auch durch ihre gleichbleibend hohe Qualität überzeugten.

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Unternehmerische Entwicklungen

Gleichzeitig mit der Entwicklung des Baukastensystems, forcierte SEW-Eurodrive den Weg auf die internationalen Märkte. Aufgrund der permanent steigenden Auslandsnachfrage war es für Ernst Blickle schon Anfang der 1960er Jahre eine beschlossene Sache, dass die innovativen Antriebslösungen von SEW-Eurodrive auch direkt vor Ort in den Märkten der Kunden montiert werden müssten. Den Anfang machte 1960 die Gründung des ersten SEW-Tochterunternehmens im französischen Hagenau. Ab 1968 ging es dann Schlag auf Schlag. Heute verfügt SEW-Eurodrive über 17 Fertigungs- und 85 Montagewerke sowie eigene Vertriebsniederlassungen und Vertretungen in 52 Ländern. Anfang der 1990er Jahre entschied sich das Unternehmen unter der Führung von Rainer und Jürgen Blickle – Ernst Blickle verstarb 1986 – zur Eigenentwicklung von Steuer- und Regelungslösungen und dem Aufbau einer entsprechenden Elektronikproduktion. Diese wurde nach kurzem Bestehen gleich zur „Fabrik des Jahres“ gekürt. Auch die Elektronik basiert auf dem Baukastensystem und bildet heute eines der wichtigen Standbeine des Unternehmens. Mittlerweile ist die damalige Fabrik zu klein geworden und so wurde 2019 die neue Elektronikfertigung in Bruchsal bezogen.

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