Behälter/Boxen/Paletten

Der Ausgangspunkt für Prozessoptimierungen

Behälter sind ein integraler Bestandteil jeglicher Warenflusskonzepte. materialfluss sprach mit drei Behälterherstellern über ihre neuen Produkte im Jahr 2018 und den Stellenwert der Behälter in der Prozessoptimierung im Lager.

Zwei Fragen an Peter Kerth, Leiter Produktmanagement BITO

Foto: Bito
Foto: Bito
materiafluss:

Mit welchem Produkt oder welcher Unternehmensphilosophie wollen Sie 2018 den Kunden begeistern?

Foto: SSI Schäfer
Foto: SSI Schäfer
Peter Kerth:

„Kunden begeistern setzt voraus, dass man die Anforderungen der Kunden kennt und versteht. Wir werden also auch 2018 unseren Kunden genau zuhören und dann versuchen die jeweils optimale Lösung für die Anforderung des Kunden zu bieten. Dazu sind wir mit unserem dichten Fachberaternetz sehr eng und nahe bei unseren Kunden, um die Anforderungen vor Ort kennen zu lernen. Um unsere Vorschläge noch schneller umzusetzen und zu visualisieren statten wir derzeit unsere Fachberater im Innen- und Außendienst mit einem Produkt- und Einrichtungskonfigurator aus. Damit können wir neben der 3D-Planung von z.B. kompletten Palettenregalen auch die individuelle 3D-Konfiguration von Behältern vornehmen. Zusammen mit dem Kunden können Farben, Logos, Barcodes etc. schnell, fotorealistisch und mit allen Details komplett bemaßt dargestellt werden. Produktseitig werden wir auch in 2018 zur LogiMAT im Frühjahr wieder neue Behältertypen präsentieren. Des Weiteren werden wir ein Update zu unserer Seal+Trac -App bieten, mit der die Möglichkeiten im Zusammenhang mit unseren nummerierten Barcodeplomben erweitert werden. Damit wird der Transport von Waren in unseren Mehrwegtransportbehältern MB und EQ noch sicherer.

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BITOs Mehrwegbehälter MB
BITOs Mehrwegbehälter MB. - Foto: BITO-Lagertechnik Bittmann
mfl:

Welche Rolle nimmt der Behälter in der Prozessoptimierung im Lager ein?

Kerth:

„Auf jeden Fall eine wichtige Rolle. Das hängt zum einen damit zusammen, dass die Behälter über verschiedene Prozess-Schritte hinweg Teile, Produkte oder Komponenten transportieren. Es werden aber nicht nur Dinge transportiert, sondern mit seiner eindeutigen ID (Barcode oder RFID) transportiert der Behälter auch Informationen. Diese Daten – sofern sie gesammelt und analysiert werden – können als Ausgangspunkt für Prozessoptimierungen genutzt werden. Zum anderen ermöglichen erst die Behälter durch ihr standardisiertes Format Prozessoptimierungen durch sinnvolle Automatisierungen - egal ob Fördertechnik, AKL, Shuttle, Stapel- und Entstapelautomaten oder weitere.

Foto: SSI Schäfer
Foto: SSI Schäfer

Zwei Fragen an Thomas SchleisiCk, Leiter Produktmanagement Behältersysteme SSI Schäfer

materiafluss: Mit welchem Produkt oder welcher Unternehmensphilosophie wollen Sie 2018 den Kunden begeistern? Thomas Schleisick: Als einer der weltweiten Marktführer und Innovationstreiber in der Intralogistik ist SSI Schäfer wie kein anderes Unternehmen prädestiniert, sich dem Thema Industrie 4.0 und den verbundenen Anforderungen an Behältersysteme anzunehmen. QR-Code, 2D-Codes, RFID-Transponder oder Inmould-Labeling werden in Zukunft immer wichtiger. Hinzu kommen auf Materialseite der Einsatz nachhaltiger Rohstoffe und die Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Um unseren Kunden weiterhin die entscheidenden Wettbewerbsvorteile in hochkompetitiven Märkten zu liefern, setzen wir auf Leistungsstärke in Form neuer Konstruktionen und innovativer Technologien für einen perfekt angepassten Materialfluss. Branchenübergreifend ist der Trend hin zum sogenannten Customizing zu erkennen. Das bedeutet in der Behälterbranche, dass Kunden maßgeschneiderte, individuelle Verpackungslösungen erwarten – diese liefert SSI Schäfer nach gemeinsamer Anforderungsanalyse mit dem Kunden.mfl: Welche Rolle nimmt der Behälter in der Prozessoptimierung im Lager ein? Schleisick: Das Lager ist als Teil eines Ganzen und nicht isoliert. Denn digitale Vernetzungen bestehen nicht nur innerhalb des Unternehmens sondern darüber hinaus. Interne Steuerung und externe Nachverfolgung der Behälter sind Teil dieses Prozesses – die Behälter müssen mit dem Warenwirtschaftssystem des Kunden kommunizieren können. Permanente Rückverfolgbarkeit ist hier der Schlüssel: für das Unternehmen, den Kunden und den Lieferanten. Die steigende Zahl der Warenströme forciert dies. Wie knüpfen die Prozesse neben dem Lager an? Diese Frage beantwortet SSI Schäfer, indem Abstimmungen zwischen den Bereichen getroffen und Synergien genutzt werden. Unsere Behälter erfüllen nicht nur die Kriterien der Prozessoptimierung im Lager, sondern müssen auch perfekt für den internen und externen Transport geeignet sein.

Zwei Fragen an Jan Sünneker, Geschäftsleitung Vertrieb Georg Utz

Foto: Utz
Foto: Utz
materiafluss:

Mit welchem Produkt oder welcher Unternehmensphilosophie wollen Sie 2018 den Kunden begeistern?

Jan Sünneker:

Die Frage nach der Unternehmensphilosophie ist für Utz leicht zu beantworten: Utz steht für kundenindividuelle Ladungsträger aus Kunststoff - Behälter und Paletten, die genau auf die Anforderungen des jeweiligen Kunden angepasst sind. Häufig entsteht daraus ein neuer Standard, manchmal bleibt es bei der ganz speziellen Lösung für ebendiesen Kunden, die kein anderer verwenden kann. Von daher ist die andere Frage, mit welchem Produkt die Kunden im nächsten Jahr begeistert werden sollen, für Utz zunächst wie die Auswertung der sprichwörtlichen Kristallkugel. Die Herausforderungen werden kommen und zeichnen sich zum Teil schon ab. Ein Beispiel: Ganze Branchen verlegen sich auf einen gemeinsamen Behälter aus Kunststoff, so dass dadurch auch ein Austausch untereinander möglich wird. Finale Entscheidungen stehen hier kurz vor dem Abschluss und dürften für das nächste Jahr eine interessante Wende auf dem Behältermarkt bringen.

mfl: Welche Rolle nimmt der Behälter in der Prozessoptimierung im Lager ein? Sünneker: Allein schon das Stichwort „Digitalisierung“ macht deutlich, dass die Bedeutung von Kunststoffbehältern für die Prozessoptimierung immer wichtiger wird. Neben den normalen Barcodes und Datamatrixcodes, finden immer mehr RFID Lösungen ihren Weg auf den Kunststoffladungsträger. Verschiedenste Bauarten von RFID Tags wurden bereits auf verschiedenste Produkte aus unserem Haus eingesetzt. Dieses stellt eine große Herausforderung an die Produktion eines Ladungsträgers, da der Prozess mit der „reinen Herstellung“ des Ladungsträgers noch lange nicht abgeschlossen ist. Die richtige Wahl eines geeigneten Ladungsträgers (mit allen möglichen Applikationen) wird zukünftig ein bedeutender Schritt bei der Optimierung logistischer Prozesse sein.

Martin Schrüfer

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