Aus materialfluss 8-9/2019

Arbeitsplätze mit System

Unergonomisch gestaltete Arbeitsplätze sind häufig ursächlich für gesundheitliche Probleme. Insbesondere gilt das für Menschen mit Behinderungen. Über die Vermeidung gesundheitlicher Beeinträchtigungen hinaus gelten für Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen besondere Anforderungen. MiniTec möchte mit ergonomischen Arbeitsplätzen einen Beitrag zur Integration zur leisten. In Kombination mit neuen digitalen Assistenz- und Trainingssystemen sollen Behindertenwerkstätten so auch zukünftig als wettbewerbsfähige Anbieter agieren können.

Die Arbeitsplatzsysteme von MiniTec basieren auf dem flexiblen Profilbaukasten. © Minitec

Alle Arbeitsplatzsysteme von MiniTec basieren auf dem flexiblen MiniTec-Profilbaukasten. Ein umfassendes Sortiment an Zubehör und volle Gestaltungsfreiheit ermöglichen die individuelle Gestaltung von Einzel- oder Teamarbeitsplätzen, die den Bedürfnissen der Mitarbeiter angepasst sind. Gerade in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) müssen die Arbeitsplätze an die besonderen Bedürfnisse und persönlichen Fähigkeiten der Beschäftigten angepasst sein. Höhenverstellbare Arbeitsplätze verhindern Verspannungen und Haltungsschäden durch falsche Sitzpositionen und ermöglichen das abwechselnde Arbeiten im Sitzen und im Stehen. Auch für Rollstuhlfahrer müssen die Workstations eine variierbare Unterfahrhöhe bieten. Gleichzeitig muss die Anordnung von Werkzeugen, Messmitteln und Werkstücken den körperlichen Gegebenheiten der Mitarbeiter anpassbar sein.

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Assistenz für Werker
Die Arbeitsplätze lassen sich mit Scan2light ergänzen – einem System, das mit verschiedenfarbigen Leuchtsignalen dem Mitarbeiter die benötigten Bauteile im Bereitstellungsregal anzeigt. Damit ist das Erkennen der Lagerorte und der erforderlichen Stückzahl schnell und sicher möglich. Das modular aufgebaute System ist robust, bedienerfreundlich und einfach installierbar. Ohne Programmierkenntnisse lässt sich das System in kürzester Zeit in Betrieb nehmen. Das Werkerassistenzsystem führt die Mitarbeiter mit Grafiken, Fotos oder Videos Schritt für Schritt durch den Arbeitsprozess. Gleichzeitig dienen die Systeme zur Qualitätsprüfung oder Dokumenta­tion. Auch Aufträge in kleineren Los­größen oder komplexere Aufgaben lassen sich hiermit umsetzen.

Der Mensch und die Industrie 4.0
Menschen mit kognitiven Einschränkungen werden im Kontext von „Industrie 4.0“ und den damit verbundenen Veränderungen in der Arbeitswelt zumeist nur ungenügend berücksichtigt. Für die WfbMs, die eng mit der Industrie zusammenarbeiten, ist diese Situation eine große Herausforderung – sie bedeutet aber auch eine Chance. Mit dieser speziellen Aufgabe befasst sich die Tochtergesellschaft MiniTec Smart Solutions: Ein zentraler Aspekt ist hier der assistierte Bediener, dazu werden geeignete Mensch-Technik-­Lösungen erforscht. Insbesondere neuartige Visualisierungs- und Interaktionstechniken, etwa Augmented Reality, sollen das selbständige Arbeiten unterstützen. Dazu werden die Arbeitsplatzsysteme 4.0 mit bestehenden IT-Systemen und Technologien verbunden, zum Beispiel mit ERP, MES oder eigenen Werkzeugen und Programmen.

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