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PSI Logistics Day 2018
Unter dem Motto „Digitale Vernetzung in der Logistik“ fand im Vorlauf zur LogiMAT der vierte PSI Logistics Day am Stuttgarter Flughafen statt. Das Berliner Softwareunternehmen informierte über seine innovativen Produktentwicklungen für die Prozesse in der Logistik und diskutierte mit Kunden und Interessierten über Marktbedürfnisse, Leistungserwartungen sowie Nutzererfahrungen.

PSI Softwarekompetenz
Die digitale Transformation ist Grundlage für effiziente vernetzte Prozesse und ist ein wichtiger Faktor für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit besonders in der Supply Chain. Insofern richtet sich der Blick in der Logistik auf Softwarelösungen, die mit hohem Innovationspotential die immer größer werdenden Herausforderungen zukunftsfähig steuern können.
Die PSI Logistics GmbH, im Verbund mit ihrem Mutterkonzern PSI Software AG und anderen Schwestereinheiten, bietet dem Markt mit ihrer modernen Standardsoftware solche Lösungen zur digitalen Performance und ist entsprechend erfolgreich in ihrer Geschäftsentwicklung. Wie die beiden Geschäftsführer Dr. Giovanni Prestifilippo und Sascha Tepuric am PSI Logistics Day wie auch auf ihrer LogiMAT-Pressekonferenz darlegten, blicken sie nicht nur auf ein Jahr zurück, welches die definierten Ziele weit übertroffen hat, sondern können auch nach vorne gerichtet eine dynamische Entwicklung – getragen von innovativen Produktentwicklungen zu relevanten Themen – aufweisen.
Konkret ist für die PSI Logistics das Jahr 2017 gekennzeichnet durch Umsatzsteigerung um über 20 Prozent, einen Mitarbeiterzuwachs von über 25% und 22 Neukundenzugänge. In Frankfurt hat das Unternehmen ein eigenes Rechenzentrum in Betrieb genommen, mit dem jetzt auch aus der Cloud Lösungen und Geschäftsmodelle im Bereich der Applikation Management Services angeboten werden können. Des Weiteren ist die Umstellung der Produkte auf das Java-basierte PSI Framework nahezu abgeschlossen und die PSIgui weiter ausgebaut worden. Neben den technischen Weiterentwicklungen hat die PSI Logistics auch neue Vertriebsmodelle und Partnerschaften kreiert. Um noch näher an den Kunden zu sein wurde zudem ein Kundenbeirat geschaffen. Der Erfolg basierend auf Kundenorientierung sowie Aufwand in Forschung und Entwicklung wurde national und international mit vier Auszeichnungen honoriert.
Nach vorne gerichtet sieht der Softwareanbieter in dem Thema „künstliche Intelligenz“ großes Potential. Schon jetzt werden im PSIairport neuronale Netzwerke für Überwachungskameras zur Identifizierung und Verfolgung von Gepäckstücken genutzt. Diese Technik der reinen Bilderfassung ohne Gebrauch von zusätzlichen Scannern ist über das Einsatzgebiet Flughafen hinaus auch für andere Bereiche nutzbar. Weitere Themen von Relevanz sind neben der Weiterentwicklung der Softwareprodukte die Elektromobilität, autonomes Fahren und Blockchain, für die sich die PSI Logistics auch in verschiedenen Forschungsprojekten engagiert.
Ingolf Heil, Leiter Softwaretechnik bei der PSI Logistics GmbH referierte detailliert über neue Konzernentwicklungen und deren Auswirkungen auf die Logistikprodukte und ging insbesondere auf die Application Managed Services aus der PSI-Cloud ein.
Leistungsstärke und Zukunftsfähigkeit der PSI-Software liegen auf modernster Java-Technologie basierenden PSI Framework (PJF), denn in ihm bündeln sich die Erkenntnisse der gesamten PSI Entwicklergemeinschaft. Das PJF ist hochverfüg- und skalierbar, mit moderner Benutzeroberfläche sowie Anpassungen an Kundenbedürfnisse lassen sich schnell und unkompliziert vornehmen.
Die starke Entwicklung von Cloud-WMS Softwarelösungen und -projekten – Prognosen gehen von einem jährlichen Wachstum von circa 30% aus – hat die PSI bewegt, ab diesem Jahr mit einem eigenen Rechenzentrum Application Management Services für PSIwms (Live seit 1.1.2018) und Software-as-a-Service anzubieten.
Zum Thema künstliche Intelligenz führte Heil aus, dass die PSI Software AG ihr Know-how in einer eigenen internen Arbeitsgruppe konzentriert, deren Ergebnisse in die Produkte der PSI Logistics wie am Beispiel der Erkennung von Gepäckstücken im Produkt PSIairport einfließen.
Nutzererfahrungen

Wie moderne Unternehmen die digitale Transformation realisieren und mit ihrer IT-Infrastruktur unter Einsatz der PSI-Software erfolgreich den nächsten Schritt der Vernetzung gehen, in diese Erfahrungen und Ergebnisse gaben Gastreferenten Einblick mit ihren Best-Practice-Beispielen.
Dr. Rupert Deger, CIO der e.GO Mobile AG in Aachen sprach über „Disruptives aus dem Engineering Valley“ und skizzierte die Vorteile einer durchgängigen IT-Infrastruktur der PSI mit dem ERP-System PSIpenta, dem Manufacturing Execution System PSImes und dem Warehouse Management System PSIwms für das Produktionsnetzwerk des e.GO Life.
Das Engineering Valley, der RWTH Aachen University Campus, ist auch Unternehmenscampus. Das Startup e.GO Mobile kreiert dort ein Elektroauto auf reiner Batteriebasis, zu dessen Attributen Spaß, Praktikabilität und Erschwinglichkeit gehören. Das Fahrzeug mit zwei Türen und vier Sitzen ist nur für kürzere Strecken und mit einer Investition von rund 16.000 € als Zweit- oder Drittauto gedacht. Der Prototyp soll bald in Serie produziert werden, bereits jetzt gibt es über 2.600 Reservierungen.
Das Startup hat für sein Produktionsnetzwerk die PSI Software in ihrer Standardfunktionalität gewählt, weil diese mit der in ihr enthaltenen Erfahrung alles Nötige zur Organisation der Prozesse beinhaltet. Dem zugrunde liegt laut Deger die Erkenntnis: Die Software kann immer mehr als man denkt!
Der Betriebsleiter der Nordkurier Logistik Berlin GmbH & Co. KG, Holger Michael stellte den Wandel seines Unternehmens vom Produzenten zum Logistikdienstleister dar und erläuterte, welche Rolle das PSIwms dabei einnimmt. Das Medienunternehmen EUROTAPE in Berlin, seit 2016 Mitglied der Nordkurier Medien Gruppe, hat in seiner Geschäftsentwicklung konsequent die Position als Logistikdienstleister immer weiter ausgebaut. Für die am Standort hergestellte Ware, aber auch für Produkte anderer Mandanten, ist in den Bereichen B2B und zunehmend D2C Lagerhaltung, Kommissionierung, Verpackung, Versand und Retouren-Management angeboten worden. Heute ist der Bereich Distribution nicht nur eine eigenständige Geschäftssäule, sondern sogar Hauptumsatztreiber.
Dabei beeinflussen die wachsende Anzahl und Dynamik der Mandanten nicht nur permanent das Geschäftsmodell, sondern erfordern insbesondere von der dahinter liegenden Logistik einen hohen Grad an Komplexität und Flexibilität. Das PSIwms steuert effizient diese logistischen Prozesse und begleitet die permanente Weiterentwicklung des Unternehmens.
Wie das weltweit operierende Supply Chain Network Design bei Bosch durch den Einsatz des PSIglobal geplant und optimiert wurde, legte Dr. Christian Lippolt, Abteilungsleiter bei der Logistik Consulting Robert Bosch GmbH dar.
Gerade für ein Technologie- und Dienstleistungsunternehmen wie Bosch ist Wandel ein prägendes Thema. Bezogen auf die Logistik des Weltkonzerns bedeutet dies, dass Netzwerke den Entwicklungen entsprechen müssen.
Zur Neuausrichtung der Konzernlogistik wurden daher mit Ziel der Vereinheitlichung die vier Segmente Transport, Warehousing, Packaging und Foreign Trade zeitgleich, jeweils einzeln und in ihrem Zusammenspiel neu gestaltet und ausgerichtet. Mit Hilfe des Supply Chain Network Design (SCND) wurde unter Einsatz des PSIglobal ein ganzheitlicher Logistikansatz für alle Bereiche entwickelt. Dabei wurde jedes einzelne Segment hinsichtlich Organisation, Verantwortung, Methoden, Prozesse und IT neu aufgestellt.
Durch den umfangreichen Veränderungsprozess hat Bosch die Logistikkosten weltweit um rund 15 Prozent gesenkt. Angesichts der heterogenen Geschäftsmodelle, welche Waren und Dienstleistungen aus rund 100 Ländern, 20.000 direkte aktive Lieferanten, 270 Fertigungswerke, 800 Lagerstandorte und 250.000 Kunden umfassen, ein bemerkenswertes Ergebnis.
Produktvorträge
Wie auch in den letzten Jahren wurden anschließend die verschiedenen Produktentwicklungen und Releases in parallelen abgehaltenen Vorträgen von den produktverantwortlichen Mitarbeitern der PSI vorgestellt.
Neben den neuen Releases PSIwms 2018 und PSIglobal 2018, deren Mehrwert durch Christian Welter, Teamleiter Division Warehousing und Marc Berning, Bereichsleiter PSIglobal dargelegt wurde, wurde die Kanban-Optimierung mit PSI Software als Verflechtung von PSIwms und PSIpenta durch Rüdiger Stauch, Leiter Vertrieb bei der PSI Logistics und Stephan Klaas, Produktmanager und Berater bei der Schwestergesellschaft PSI Automotive & Industry erklärt.
Besondere Beachtung erhielt der Produktvortrag über das PSIairport, in welchem Jörg Ruhnau, Bereichsleiter PSIairport über die künstliche Intelligenz in der Gepäcklogistik sprach.
Ausklang
Auch wenn man den Eindruck gewinnen kann, dass es gerade im Zeitalter des Internets der Dinge auch in der Logistik zuweilen mit Zauberkräften zugeht, führte David Lavé zum Abschluss des Programms Zauberkünste der ganz klassischen Art vor – magisches Entertainment mit Witz und Charme, welches nach wie vor seine Zuschauer in Bann zieht.
Inklusive Happy-Hour-Drinks-und-Fingerfood eine gelungene Veranstaltung zum Informations- und Erfahrungsaustausch, bei der sowohl Veranstalter als auch Gäste viel voneinander lernen konnten.
Gisela Upmeyer









