Jahreszahlen veröffentlicht

Daniel Schilling,

Kuka wächst munter weiter

Nach starkem Wachstum 2021 will Kuka bis 2025 800 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investieren. Das neue Roboterbetriebssystem iiQKA ist bereits bei ersten Firmen im Einsatz.

© WBM

Eigentlich hätte die Jahrespressekonferenz des Roboterspezialisten Kuka eine sehr optimische Veranstaltung sein können, denn die präsentierten Zahlen für das verflossene Geschäftsjahr 2021 sehen sehr gut aus. Doch abgesehen von der Tatsache, dass man sich einmal mehr Coronabedingt nur virtuell treffen konnte, drückte auch Russlands Krieg gegen die Ukraine auf die Gemüter.

Direkt betroffen ist Kuka nicht - abgesehen von den allgemeinen Folgen, die alle Unternehmen treffen. Der Hersteller hat keine Werke in Russland oder der Ukraine und alle Aktivitäten in Russland inzwischen eingestellt, allerdings engagieren sich die Mitarbeiter für Flüchtlinge.

Mit Rekordzuwächsen sowie Wachstum in allen Geschäftsbereichen weist Kuka 2021 ein starkes Jahr vor. Dank einer erfolgreichen Kombination aus Investitionen und Sparmaßnahmen sowie dem wieder anziehenden Automatisierungsmarkt verzeichnete das Unternehmen einen Sprung nach vorne.

Mit Rekordzuwächsen sowie Wachstum in allen Geschäftsbereichen weist Kuka 2021 ein starkes Jahr vor. Dank einer erfolgreichen Kombination aus Investitionen und Sparmaßnahmen sowie dem wieder anziehenden Automatisierungsmarkt verzeichnete das Unternehmen einen Sprung nach vorne.

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Besonders das China-Geschäft verzeichnete ein starkes Wachstum, mit 48,4 % Prozent höheren Umsätzen als 2020 sowie einem um 39,0 % gestiegenen Auftragseingang. Dabei legte Kuka auf dem chinesischen Robotermarkt auch in neuen Märkten wie Electronics zu. In der Tat trug besonders das Wachstum in China zu dem zweitbesten Ergebnis in der Unternehmensgeschichte bei.

Technische Innovation mit 800 Millionen Euro Ifür F&E

Auf dieser Grundlage will Konzernchef Peter Mohnen wachsen: "„Auch wenn uns Lieferengpässe, Materialknappheit und höhere Kosten die kommenden Monate beschäftigen werden, sehen wir einen starken Rückenwind für Kuka – und diesen Rückenwind werden wir nutzen“, so Mohnen. „Unser Ziel ist die Führungsrolle in der roboterbasierten Automatisierung bis 2025. Dabei liegt unser Fokus ganz klar darauf, Technologien und Innovationen intensiv voranzutreiben. Hierzu werden wir bis 2025 rund 800 Mio. € in Forschung und Entwicklung investieren, mehr als je zuvor.“

Schlüssel zum massiven Wachstum ist ein übergreifendes Portfolio sowie regional zugeschnittene Produkte und Lösungen für die einzelnen Märkte, gerade in der General Industry. „Von dieser Wachstumsstrategie und unserer technologischen Ausrichtung wird KUKA langfristig profitieren – an allen Standorten rund um den Globus," so Mohnen.

Eine der wichtigsten technischen Innovationen für dieses Jahr ist das neue Roboterbetriebssystem iiQKA, das bereits bei ersten Referenzkunden in der DACH-Region eingeführt wurde und auch auf der Automatica Messe im Juni im Mittelpunkt stehen wird.

Wachstum in neuen Branchen

Zielgruppe sind besonders kleine und mittlere Unternehmen, denen iiQKA die Robotereinführung erleichtern soll. „Unsere Automatisierungs- und Logistiklösungen sind zunehmend bei kleinen und mittleren Unternehmen gefragt. Unternehmen in der Konsumgüter- und Lebensmittelindustrie setzen ebenfalls immer mehr auf Robotik“, sagte Peter Mohnen.

„Unsere Technologien können in den unterschiedlichsten Bereichen quer durch alle Produktionsschritte unterstützen.“ Mit dem erweiterten Roboter-Portfolio wie dem KR Delta sowie neuen Varianten wie den „Hygienic Oil“-Robotern für die Lebensmittelproduktion will Kuka in diesen Branchen wachsen. Stark im Fokus steht auch die Batteriezellenproduktion.

Für 2022 erwartet Finanzvorstand Alexander Liong Hauw Tan trotz der weltweiten Wirtschaftslage ein Wachstum.

Bekenntnis zum Standort Augsburg

Angeschnitten wurde auch noch einmal der geplante "Squeeze-Out" der Minderheitsaktionäre durch den chinesischen Mehrheitsaktionär Midea Group, der derzeit mehr als 95 Prozent der Aktien hält. Der Abschied von der Börse soll keine direkten Auswirkungen auf die deutschen Standorte haben: Ein Großteil der geplanten Investitionen soll hier erfolgen und Midea plant derzeit auch nicht, einen Beherrschungsvertrag mit der deutschen Tochter abzuschließen.

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