Rampen/Tore/Ladebrücken

Der Warenschnittpunkt entscheidet

Wer glaubt, Tore wären ein alter Hut und an der Technik könne nichts mehr verbessert werden, der irrt. Gerade am Schnittpunkt zwischen externer und interner Logistik kann durch Gehirnschmalz jede Menge Energie gespart werden. Zugegeben: Das Prinzip der Tore ist nichts revolutionär Neues. Schon vor 30 Jahren hatte Arnold Butzbach die Idee, ein Schnelllauftor zu bauen, bei dem die Planen der beiden Torhälften seitlich aufgerollt werden. Diese Technik, die die gesamte Durchfahrtshöhe gleichzeitig freigibt und das auch noch in der halben Zeit, ist bis heute das Prinzip der Butzbach Novosprint-Serie geblieben. Neu ist allerdings das Innenleben des Tors. Erst vor kurzem stellte Butzbach von einem Hydraulik- auf einen effizienteren Elektroantrieb um. Das hat die Öffnungsgeschwindigkeit nochmals erhöht und das Tor noch wirtschaftlicher gemacht. Denn Geschwindigkeit ist bei Toren die halbe Miete. Je schneller es geht, desto weniger warme Luft entweicht nach Außen – ein Faktor, der sich sowohl direkt auf den Geldbeutel als auch auf die Ökobilanz der Gebäude auswirkt.

Durch stufenweisen Ausbau kann das Tor – vom preisgünstigen Basismodell ausgehend – genau an den jeweiligen Bedarf des Kunden angepasst werden. Das Novosprint-Tor ist für Tormaße bis B x H 4,75 x 4,50 m einsetzbar, die Baureihe HS3E deckt einen Bereich bis zu B x H 9 x 6 m ab.

Novosprint
Mit der Umstellung vom Hydraulik- auf Elektro- Antrieb erreicht das Tor von Novosprint eine Öffnungsgeschwindigkeit von bis zu 5 m/s.

Der Durchzug darf draußen bleiben

Die Lufthansa Technik AG, Flugzeugwartung München, hat dem Durchzug in ihrer Wartungshalle vier Industrie- Schnelllauftore von Efaflex entgegengesetzt. Sie schützen die Mitarbeiter vor Kälte und anschließende Hallenteile vor unnötigem Auskühlen. Werden Flugzeuge in die Halle oder aus den Hallen gebracht, müssen die riesigen, 38 x 20 m hohen Tore zum Vorfeld geöffnet werden. „Wurde früher zur selben Zeit auf der gegenüberliegenden Seite der Halle Material angeliefert, standen die Mitarbeiter im Durchzug. Das war niemandem zuzumuten. Deshalb musste dringend Abhilfe her“, beschreibt Franz Priller, Referent des Facility Managements, die Ausgangslage. „Das zweite Problem bestand darin, dass beim Ein- und Ausfahren der Flugzeuge immer automatisch beide miteinander verbundenen Hallen ausgekühlt sind. Kurzfristig sanken dann in den je 150 m langen Gebäudeteilen die Temperaturen auf 6 bis 8 °C.“

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Vier Schnelllauftore EFA-STT von Efaflex sorgen seit Dezember 2013 für eine effiziente Lösung des Problems. „Unsere Mitarbeiter sind begeistert“, beschreibt Franz Priller die neue Situation. „Das bereits vorhandene Tor für die Anlieferung wurde durch ein zweites Tor zu einer Schleuse ergänzt. Das ist so schnell, dass es bereits geschlossen ist, bevor das Fahrzeug das Innentor erreicht hat. So kommt mit dem Material kein Schwall kalter Luft mehr in die Halle. Der Durchzug ist kein Problem mehr für uns. Außerdem erwarten wir nun eine erhebliche Energieeinsparung.“

115 Verladestellen für 3.100 Sendungen täglich

Efaflex
Efaflex: Klarsichtige Lamellen mit mehr als 70 % Durchsichtigkeit sorgen für optimalen Durchblick.

Auch für Schenker war es am neuen Standort Ilsfeld wichtig, die CO2-Bilanz im Blick zu behalten. Dort entstand ein neues Logistiklager mit 8.000 m2 auf einem Grundstück von 62.000 m2 direkt an der E 41. Dazu Stephan Hald, Prokurist und Leiter der Geschäftsstelle Region Stuttgart: „Unsere Kunden profitieren am Standort Ilsfeld von einer Leistungspalette mit getakteten 24h- Verkehren innerhalb Deutschlands und kurzen Laufzeiten in alle Wirtschaftszentren Europas. Darüber hinaus bieten wir Luft/See-Verkehre an. Die Anlage wurde unter modernen Nachhaltigkeiten- Gesichtspunkten konzipiert. Die CO2-Bilanz ist für unsere Kunden jederzeit darstellbar.“

Vom Logistiklager wird von der Verladetechnik daher absolute Zuverlässigkeit verlangt. Auf Grundlage bester Erfahrungen, die man bei anderen Schenker- Logistiklagern gesammelt hatte, entschied man sich daher auch in Ilsfeld für das Loadhouse-Konzept von Promstahl. Das Promstahl-Loadhouse beinhaltet als verzinkte Stahlkonstruktion eine Vorsatzrampe mit integrierter hydraulischer Überladebrücke, einen Aufbau als Vorsatzschleuse und eine Torabdichtung, die das Personal und den Verladevorgang gegen Wind und Regen schützt. Hinzu kommt eine kompakte Verladeeinheit, die außerhalb des Gebäudes vor den Toren installiert wird.

Bei Schenker stuft man diese Verladelösung energietechnisch als vorbildlich ein. Die strikte thermische Trennung zwischen Gebäude und Verladesystem garantiert erhebliche Energieeinsparungen. Wie sensibel Schenker bei den Energiekosten in Ilsfeld vorgeht, beweist auch die Tatsache, dass sogar die Fahrwege in der Logistikhalle mit der Geotherm-Abwärme des Bürogebäudes beheizt werden. Weitere Vorteile ergeben sich aus der gewonnenen Lagerfläche in der Halle, die nun zu 100 % in voller Fläche nutzbar ist.

Das Auge lädt mit

Crawford Assa Abloy hat mit dem Sektionaltor OH1042 ebenfalls ein System auf dem Markt, das neben Umweltfreundlichkeit und Energieeffizienz mit modernem Design punktet. Damit wendet sich das Unternehmen besonders an Industriebetriebe, die hohe Ansprüche an Technik, Belastbarkeit und Optik zugleich legen. Das neue Design mit einer rautenförmigen Torblattoberfläche unterstreicht die moderne Technik der Toranlagen und kommt durch die Vielzahl an Farb-, Paneel- und Fensterkombinationen auch der Individualität jeder Gebäudefassade zugute. Durch eine neuartige Kombination aus optimierten Sektionsübergängen, die eine bessere Lastverteilung gewährleisten, sowie verstärkten Paneelen steigt die Lebensdauer der Tore. Sie sind außerdem besonders widerstandsfähig gegenüber eindringendem Wasser, Windlasten und punkten bei der Luftundurchlässigkeit. Einem Einsatz des OH1042 steht laut Angaben von Crawford Assa Abloy auch an Standorten mit widrigen Witterungsbedingungen nichts im Wege.

Extrem lange Lebensdauer

Auch bei Novoferm gehen Ästhetik und Funktionalität Hand in Hand. Das neue 40 mm Spiral-Sektionaltor NovoSpeed Thermo eignet sich laut Hersteller ideal für den Einsatz im Segment hoch frequentierter Industrietore. Mit seiner platzsparenden Spiraltechnik bietet das neue Industrietor dem Kunden mehr als nur Funktionalität: Einerseits ermöglicht die kreisförmige Rundspirale schnellste Öffnungs- und Schließzeiten von bis zu 1,1 m/s, andererseits gewährleistet das berührungslose Aufwickeln der doppelwandigen Sektionen in der kompakten Spirale eine wartungsarme, extrem lange Lebensdauer ohne jeden Abrieb. Machbar wird dies durch integrierte Frequenzumrichter. Sie sorgen für Tempo und sichern auch den verschleißarmen Bewegungsablauf. Das prädestiniert das neue Tor für den Einsatz im Bereich extrem beanspruchter Industrietore, wie etwa in der Logistikbranche mit ihrem permanenten Waren umschlag. Dank seiner kompakten Bauweise eignet sich NovoSpeed Thermo speziell auch für Räume mit geringen Einbautiefen.

Martina Diehn 

Kontakt:

Assa Abloy AB

Butzbach GmbH Industrietore www.butzbach.com

Efaflex Tor- und Sicherheitssysteme GmbH & Co. KG www.efaflex.com

Novoferm GmbH www.novoferm.de

Promstahl GmbH www.promstahl.de

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