E-Lkw

Marvin Meyke,

Inapa Deutschland testet eActros im Papiergroßhandel

Der batterieelektrische Mercedes-Benz eActros startet mit einem weiteren Praxistest: bei Inapa Deutschland in Ettlingen. Das führende Papiergroßhandelsunternehmen setzt den E-Lkw für die Verteilung von Papier an Druckereien als Stückgut  im Großraum Karlsruhe ein. Dabei legt das Fahrzeug, das eine Reichweite von rund 200 Kilometern bietet, täglich eine Strecke zwischen 150 und 200 Kilometern zurück und wird anschließend über Nacht auf dem Betriebshof von Inapa in Ettlingen aufgeladen.

© Daimler

Rico Claassen, Großkundenmanagement bei Mercedes-Benz Lkw: "Bereits seit 2018 sammeln wir mit dem Prototyp des eActros wichtige Erkenntnisse für den 2021 geplanten Start der Serienproduktion des batterieelektrischen Lkw. Mit diesem wichtigen Meilenstein vor Augen testen wir gemeinsam mit unseren zukunftsorientierten Kunden im Rahmen der ‚Innovationflotte‘ den eActros tagtäglich in vielfältigen Anwendungsbereichen. Wir freuen uns sehr, dass Inapa nun auch zu den Kunden zählt, die mit ihren Erfahrungen und Rückmeldungen zur Serienreife des batterieelektrischen eActros beitragen."

Zahlreiche neue Erkenntnisse
Seit 2020 befindet sich der eActros in der zweiten Phase seiner Praxiserprobung als Teil der sogenannten "Innovationsflotte". Zu den bei den Praxistests gewonnenen Erkenntnissen zählt, dass die rund 200 Kilometer Reichweite des eActros sich als absolut realistisch erwiesen haben – unabhängig von Zuladung, Streckenverlauf oder Topografie. Das Kühlsystem für die Ladung aber auch die Klimaanlage – beide elektrisch betrieben – haben sowohl bei extremer Hitze als auch bei winterlichen Verhältnissen ohne Einschränkungen funktioniert. Fahrer zeigen sich sehr angetan von der durchgängigen Verfügbarkeit des Drehmoments über den gesamten Geschwindigkeitsbereich hinweg. Zudem berichten sie insbesondere auch von der leisen Fahrweise und einem angenehmen, ruhigen Fahrgefühl. Hinzu kommt, dass bei vorausschauender Fahrweise durch Rekuperation, das heißt Motorbremsung, elektrische Energie zurückgewonnen werden kann. Es ist dann selten nötig, das Bremspedal zu betätigen.

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Kohlenstoffdioxid-neutrale Alternative für den urbanen Verteilerverkehr
Der eActros basiert auf dem Rahmen des Mercedes-Benz Actros. Darüber hinaus ist die Architektur des Fahrzeugs jedoch komplett auf den Elektroantrieb ausgerichtet und verfügt über einen hohen Anteil spezifischer Teile. Zwei Elektromotoren nahe den Radnaben der Hinterachse bilden den Antrieb mit einer Leistung von jeweils 126 kW und einem maximalen Drehmoment von je 485 Nm. Daraus ergeben sich nach der Übersetzung jeweils 11.000 Nm. Eine Leistung, die der eines konventionellen Lkw ebenbürtig ist. Lithium-Ionen-Batterien mit 240 kWh liefern die Energie für den eActros. In Abhängigkeit der verfügbaren Ladeleistung lassen sich die Batterien innerhalb von zwei Stunden (bei 150 kW) vollständig aufladen.

Die Entwicklung und Erprobung der schweren Elektro-Lkw im Verteilerverkehr wird im Rahmen des Projekts "Concept ELV²" zu verschiedenen Teilen vom Bundesumweltministerium (BMU) sowie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

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