Kolumne: Intra Logistik

Intra Logistik,

Lieber Michael Ruchty,

Lieber Michael Ruchty,

Intra schreibt für materialfluss und diesmal dem Chef der LogiMAT. © privat

ich schreibe Dir einen Brief, weil ich eine Idee habe. Du hast ja jetzt die Projektleitung der Logimat übernommen, die mega gut läuft. Aber! Nichts ist so gut, dass man es nicht besser machen könnte, hat mal so ein Klugscheißer gesagt. Vielleicht suchen wir beide deshalb mal gemeinsam, ob wir nicht doch noch etwas finden, bei dem die Leute sagen: Mensch, gut dass endlich der Ruchty Michael am Start ist!

Da wäre für die Aussteller die Platzsituation. Die meisten hätten gerne einen größeren Messestand, um ihren Besuchern was Adäquates bieten zu können. Da wäre die Aufbausituation. Unbefriedigend wäre noch geprahlt. Die Zeit ist viel zu kurz – und wenn es ein, zwei Tage mehr gibt, müssen sie dafür zusätzlich tief in die Tasche greifen. Weil es alle eilig haben müssen, kommt es zu verstopften Lkw-Zufahrten mit enormer Wartezeit – Du verstehst, was ich meine? Da wäre die Abbausituation. Weil exakt in der letzten Messeminute die Aufzüge abgestellt werden, dürfen die Aussteller in Pumps, Lederschühlein und feinem Zwirn kistenweise Messegut samt den dafür vorgesehenen Handwagen die Treppen rauf- und runtertragen. Warum die gleichen Aufzüge beim Aufbau funktionieren, bleibt ein Geheimnis.

Da wäre für die Aussteller und die Besucher der Messetermin. Gefühlt entweder gleich nach Silvester oder in den Faschingsferien. Beides nicht optimal. Da wäre die Stuttgarter Verkehrssituation. Ja, zugegeben, eine geniale Möglichkeit, mit dem Flieger zur Messe kommen zu können. Nur nicht für jeden, weil nicht jeder aus Australien anreist, sondern mancher auch aus Augsburg. Die meisten Besucher stehen auf verstopften Zufahrtsstraßen oder freuen sich, wenn die S-Bahn viermal in der Stunde fährt.

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„Die Logimat ist gut. Sehr gut. Man könnte sie noch besser machen.“

Dein Vorgänger hätte an dieser Stelle schlitzohrig den Zeigefinger aus der Tasche geholt und ihn pfeilschnell auf seinen Vermieter, die Messe Stuttgart gerichtet: Das Messegelände ist zu klein, sie geben uns keinen anderen Termin, nicht mehr Zeit, machen nicht alle Tore auf und stellen die Aufzüge ab. Schwupps, liegt der Schwarze Peter beim anderen. So kann man es machen. Aber auch das geht noch besser: Die Idee wäre, sich vehement für seine Kunden einzusetzen und mit dem Messegeländevermieter Tacheles zu verhandeln.

Eine andere Lösung fällt mir ein: Warum zieht die Logimat eigentlich nicht um? Zum Beispiel nach München? 80.000 Quadratmeter Hallenfläche mehr als in Stuttgart, ein riesiges Freigelände – in Post-CeMAT-Zeiten hochattraktiv für diverse Aussteller, durch die Messen Automatica und Transport bereits nah an der Intralogistik, durch Megamessen wie die Bauma kampferprobt, das wirtschaftliche Umfeld stark. Mit Sicherheit ist die Auf- und Abbaulogistik besser. Und die Verkehrssituation nicht schlechter.

Aber darüber habt Ihr sicher selbst schon nachgedacht. Gell, Herr Ruchty?

Fragt zwinkernd

Deine Intra


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