Kolumne
Was Würmser wurmt: Schon wieder bizarr
Eine Kolumne zum Zehnjährigen des LT-manager wünscht sich der Chefredakteur: „Was Bizarres wäre großartig, oder was Lustiges“.
Jetzt habe ich mich monatelang über virtuelle Messen und Kongresse gequält und Referenten bedauert, die sich abmühten, ihre Videokameras zwischen Birkenfeigen und beeindruckend bestückten Bücherregalen in Position zu bringen, um uns Digit l s r ng – knister, chrr, hört man mich? Stille! – näherzubringen, nur um jetzt über etwas Bizarres zum Zehnjährigen zu schreiben. Schon wieder, übrigens. Zum Fünfjährigen wollte der Chefredakteur auch schon etwas Bizarres, was auf eine leicht sadistische Ader irgendwo zwischen Kevin, Bob, Stuart und Gru schließen lässt – für alle, die sich das gerne bildlich vorstellen. Wer jetzt kein Bild hat, bitte googeln.
Genug der Komplimente, kommen wir zu den Fakten Meine Kolumne von damals könnte ich genauso wieder schreiben, womit ich mein übrigens immer noch kümmerliches Honorar diesmal ausnahmsweise recht schnell verdient hätte. Aber wer will im LT-manager schon Aufgewärmtes lesen, und ich will nicht anfangen, darüber zu schreiben. Zehn Jahre sind kein wirkliches Alter für ein Logistikmagazin, eher Vorschule. Dennoch, und - dass muss auch einmal gesagt werden – allen Unkenrufen zum Trotz, behauptet sich der LT-manager im Logistik-Medienmarkt als feste Größe. Was in Zeiten wie diesen, wo so manches Logistikmagazin die Segel streicht, durchaus eine Leistung ist. Der Grund dafür ist banal, aber seit jeher richtig: Ein guter Chefredakteur betrachtet die Welt durch die Augen seiner Leser. Es ist das Gespür für die relevanten Themen, mit dem sich Medien unverzichtbar machen. Nun gibt es in der Logistik reichlich relevante Themen. Sie alle aufzuzählen, würde der Platz nicht ausreichen, aber ich erinnere mich noch gut an den ersten Titel des LT-manager mit dem „100 Millionen Euro Mann“, Michael ten Hompel. Der Fraunhofer-Professor, der vor zehn Jahren Europas größtes Logistikforschungsprojekt auf die Beine stellte und damit eine neue Ära der Logistikforschung einläutete. Es war das erste, aber bei Weitem nicht das letzte Mal, dass der LT-manager den richtigen Riecher für relevante Inhalte bewiesen hat.










