Intra Logistiks Kolumne (aus materialfluss 10/2019)

Marvin Meyke,

Erbsensuppe inklusive

50 Jaaahr, graues Haaaar – das trifft auf das Fachmagazin „materialfluss“ nur zum Teil zu: die 50 stimmen, angegraut ist das Magazin keinesfalls. Nimmt man ein Exemplar in die Hand, ertappt sich der Leser sogar dabei zu sagen: „Was, schon 50?“

© WBM

Denn der „materialfluss“ kommt ja vergleichsweise recht jung, locker, frisch im Layout daher, ist spannend, informativ und seriös im Inhalt. Es macht Spaß, ihn zu lesen. Warum? Weil den Texten gerade die komplizierte Sprache fehlt, die Ingenieure und Techniker so ­lieben, damit es bedeutungsvoller klingt – oder weil sie es nicht besser können. Schlimmer sind nur noch die Laien, die diese Sprache imitieren, ­damit ihr Gelaber schlauer klingt. Aber das ist ein anderes Thema.

Der „materialfluss“ hat sich positioniert, das macht ihn aus: „Fachmedium der Intralogistik“ bedeutet klaren Fokus, ohne zu vernachlässigen, was sonst noch in der logistischen Welt passiert. Das war nicht immer so. Früher, als er noch unter dem Dach des mi-Verlags in Landsberg am Lech war, schien es eine Zeitlang so, dass vor lauter Chefredakteurs-Wechseln das Heft einfach erscheinen musste, egal ob und was drinstand. Dass das keinem so richtig aufgefallen ist, lag zum größten Teil an der Konstante des Magazins: Seit gefühlt 52 Jahren schreibt die Anzeigenleiterin Hedwig Michl ihren Kunden E-Mails, greift zum Hörer, wenn es keine Antwort gibt, zieht unbeirrt über die Messen und hat dereinst am letzten CeMAT-Aufbautag Erbsensuppe an die bibbernden Aufbaumannschaften verteilt, was diese mit Tränen der Dankbarkeit angenommen haben, weil das in diesen zugigen Messe­hallen deutlich bedarfsgerechter war als ein Nudelsieb.

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Konstanz ist die Grundlage dafür, dass der Materialfluss heuer 50. feiert. Eine weitere Konstante, die das Heft permanent intensiv weiterentwickelt, ist vor fünf Jahren hinzugekommen: Martin Schrüfer, der Chefredakteur. Martin und Hedwig – und ihrem gesamten Team – gratuliere ich herzlich. Nicht nur zum Geburtstag, sondern dazu, dass sie aus diesem Magazin das gemacht haben, was es heute ist: eine Institution.

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