Aus materialfluss 3/2020

Martin Schrüfer,

Editorial: Zehn Jahre später

Erinnern Sie sich noch an den Dezember 2009? Angela Merkel erlebte die ersten Monate nach ihrer Wiederwahl als Bundeskanzlerin.

Martin Schrüfer, Chefredakteur © Oliver Tamagnini

Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen war knapp vor Schalke und dem FC Bayern München Herbstmeister geworden (!). Nur am Rande erwähnt sei, dass ein halbes Jahr später die Münchner Meister wurden, Lever­kusen immerhin Vierter... Musikalisch standen die Black Eyed Peas mit "Meet Me Halfway" ganz oben. Die Betreiber der Intra­logistikmesse LogiMAT gaben sich optimistisch: zur LogiMAT 2010 würden trotz der Auswirkungen der Wirtschaftskrise rund 700 Aussteller kommen und ein Produktfeuerwerk in den Hallen 1, 3, 5 und 7 abfeuern.

700 Aussteller, vier Hallen? Zehn Jahre später klingen Erzählungen von der "alten" LogiMAT, der "Messe der kurzen Wege", wie Geschichten vom Krieg, die ein Materialfluss-Kongress-Veteran den Enkeln unaufgefordert immer wieder aufwärmt. Das Messegelände der LogiMAT 2020 ist ­brechend voll und so stellen sich Aussteller wie Besucher zwar auf keinen Krieg ein, aber auf die üblichen Wachstumsschmerzen wie Stau bei der Anfahrt, überquellende Wasch- und Toilettenräume, Parkplatznot oder Geschubse auf den Gängen. Die Frage, ob man diese Einschränkungen als höhere Gewalt („Ja mei... Ist halt so....“) weiter abtut oder der Veranstalter auch hierauf endlich eine Antwort findet und Stuttgart verlässt, diskutieren mein Redaktionsteam und ich mit Ihnen gern während oder nach der Messe. Dann wissen wir nämlich auch, ob die Messe mehr ein Schaulauf war als eine Verkaufsplattform: Kolumnistin Intra Logistik stellt auf der Seite 98 dieser besonders umfangreichen Ausgabe die berechtigte Frage.

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Herzliche Grüße, kommen Sie gut zur Messe und von dort auch wieder ­staufrei nach Hause ...

Martin Schrüfer, Chefredakteur

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