Aus materialfluss 10/2019

Leistungsschub für die dynamische Kommissionierung

Plug&Play: Die Modulare Arbeitsstation Relayport steigert die Kommissionierleistung in Autostore-Systemen.

© AutoStore System

Speziell für hohe Durchsatzleistungen hat Autostore mit der Einführung der Blackline-Produktlinie im Frühjahr 2019 eine neue, skalierbare Ware-zur-Person-Arbeitsstation auf den Markt gebracht, die sich einfach in bestehende Autostore-Anlagen integrieren lässt. Wie die ersten Installationen zeigen, punktet der Relayport im laufenden Betrieb nicht nur durch sein Design und moderne Ergonomie, sondern auch durch hohe Verfügbarkeit. Damit können Anlagenbetreiber ihre dynamische Kommissionierung effektiver gestalten und Auftragsspitzen wirkungsvoller abarbeiten.
Schnell, effizient und sicher kommissionieren

Insbesondere im schnelllebigen E-Commerce-Geschäft mit ­aktions- oder saisonbedingten Spitzen im Auftragseingang wird die Kommissionierung an manchen Tagen zur Herkulesaufgabe. Dann sind eine gute Organisation und hohe Durchsatzleistungen gefordert, um die Aufträge möglichst zügig abarbeiten zu können. Bis zu einem gewissen Grad lässt sich die Kapazität in der Auftragsbearbeitung durch einen höheren Personaleinsatz steigern. Kurzfristige Erweiterungen an automatischen Lager- und Kommissioniersystemen gestalten sich häufig schwierig, da sie erst projektiert, implementiert und in Betrieb genommen werden müssen. Das kann Wochen oder ­Monate in Anspruch nehmen.

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Autostore hat mit dem Relayport einen Hochleistungsarbeitsplatz entwickelt, mit dem sich die Kommissionierleistung aus einem bestehenden Autostore-Lager innerhalb kurzer Zeit erhöhen lässt. Das dies möglich ist, zeigt eine Installation bei einem Sport­artikelhändler in Norwegen: Aufbau und Inbetriebnahme konnten binnen zwei Tagen vom Systemintegrator abgeschlossen werden.

Keine Wartezeiten beim Transport
Die Ware-zur-Person-Arbeitsstation Relayport besteht aus einem Eingabe- beziehungsweise Ausgabefach (Touch) und drei bis sechs Puffer-Modulen (Tabs). So kann der Arbeitsplatz ganz individuell auf die Leistungsanforderung skaliert und später nach Bedarf ­er­weitert werden. Die Arbeitsstation ist mit den Robotern B1 und R5 und allen drei Behältergrößen (Bins) von Autostore kompatibel. Mit dem Puffersystem können die Roboter zu jeder Zeit Bins an die Station anliefern und vom Bediener bereits freigegebene Bins ­wieder aufnehmen und zurück ins Grid, das Fahrschienensystem über den Behälter­stapeln, transportieren. Die Vorteile: Kein Roboter muss warten, außerdem lassen sich die Artikel auftragsgerecht sequenzieren. Der Bediener erhält die Bins über eine Fördertechnik in der gewünschten Kommissionierreihenfolge angedient, um etwa schwere ­Ar­tikel oder Umkartons zuerst und leichte oder kleinere Waren im Versandkarton obenauf legen zu können. Aktuell beträgt die minimale Austauschzeit am Relayport zwei Sekunden. Bei maximal sechs Puffermodulen können dem Kommissionierer entweder mehr als 650 Bins pro Stunde mit dem B1-Roboter oder bis zu 450 Bins pro Stunde mit den R5-Robotern zur Artikelentnahme präsentiert werden.

Verdoppelung der Leistung pro Mitarbeiter
Die einfache Bedienung und die verkürzten Wartezeiten auf den nächsten Behälter kommen bei den Anwendern gut an, da sie an ­Tagen mit hoher Auslastung die benötige Kapazität bereithalten, um die zusätzlichen Aufträge mit einer anhaltend hohen Kommissionierqualität erledigen zu können. Die ­Erfahrungen aus den ersten Installationen bestätigen nahezu eine Verdoppelung der Leistung pro Mitarbeiter am Relayport. Neben der Schnelligkeit ist die neue Arbeits­station vielseitig in der Anwendung. Sie lässt sich sowohl für schnelle Vorgänge – etwa die Einzelstückkommissionierung – verwenden oder für eine zeitaufwändigere Methode wie das Batch-Picking bis hin zur Einlagerung.

Besonderes Augenmerk hat das Autostore-Entwicklungsteam auf die einfache Installa­tion nach dem Prinzip Plug&Play sowie die nachträgliche Erweiterbarkeit der Arbeits­station gelegt. „Ein Relayport kann auch in bestehende Autostore-Systeme implementiert werden, da zum Zeitpunkt der Installa­tion keine Vorplanungen für das Grid nötig sind“, sagt Stina Hetland Golf, Projektmanagerin, Forschung und Entwicklung bei Autostore. „Die Installation in bestehenden An­lagen ist genauso einfach durchzuführen wie bei neuen Systemen.“ So kann der Anwender mit einem Touch-Modul und einem Tab-­Modul starten und die Station sukzessive Modul für Modul erweitern. Diese Modularisierung ermöglicht es dem Betreiber, durch Hinzu­fügen weiterer Tab-Module mehr Übergabe-Zonen für die Roboter zu schaffen.

Hohe Verfügbarkeit auch am Relayport
Da Autostore-Systeme auf eine mindestens 98-prozentige Systemverfügbarkeit ausgelegt sind, haben die Entwickler auch für den ­Service am Relayport auf hohe Verfügbarkeit geachtet: Für Wartung und Entstörung verläuft um die Tab-Module herum ein Wartungs­gang – so kann der Service ausgeführt werden kann, ohne dass das gesamte System heruntergefahren werden muss. „Einen modularen Aufbau und die Möglichkeit der Sequenzierung bieten auch andere dynamische Kommissioniersysteme am Markt, aber das platzsparende Design und die enorm kurze Liefer- und Implementierungszeit ist einzigartig. Im Zusammenspiel mit den neuen Black-Line-Robotern B1 und der Arbeitsstation Relayport bietet Autostore eine äußerst smarte Lösung für höhere Durchsatzanforderungen“, erklärt Peter Bimmermann, Business Development Manager DACH und Geschäftsführer der Autostore System GmbH in Mönchengladbach.

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