Etiketten
Giftfrei zum Etikett
Chemikalien, die in Thermopapieren enthalten sind, können krank machen. Hierzu zählt vor allem Bisphenol-A. Aber dieser Stoff muss nicht mehr zwingend in den Etiketten enthalten sein. Und wenn, dann soll er aus dem Etikett nicht mehr ausdünsten können.

Die Medien verdächtigen seit einiger Zeit eine Industriechemikalie, sich in den weiblichen Hormonhaushalt einzumischen. Ihr Name: Bisphenol-A, kurz BPA. Sie soll die dreifache Macht haben, Östrogenrezeptoren zu binden, den Androgenrezeptor zu blockieren und Schilddrüsenhormone zu beeinflussen. Und sie ist in vielen Alltagsgegenständen enthalten - in Plastikgeschirr, Konservendosen und Thermopapieren.
Laut Marc Büttgenbach, Sales Director Labels and Consumables bei Bizerba und Vorstandsmitglied im WPV, den Wirtschaftsverbänden Papierverarbeitung, hat das Bundesinstitut für Risikobewertung in verschiedenen Laboratorien erforscht, dass Thermopapiere durchschnittlich zwischen 0,5 und 3,2 % freies Bisphenol-A enthalten, das nicht fest im Material gebunden ist. Was das nun für den Verbraucher bedeutet, ist umstritten. Er nimmt wahrscheinlich nur sehr geringe und ungefährliche Mengen der Chemikalie auf, wenn er Etiketten berührt - doch haben wir bei Bizerba vorgesorgt, um auf Nummer sicher zu gehen.

Deshalb hat Bizerba einiges unternommen, um eine Gefährdung auszuschließen: „Wir haben die Produkte schon vor der BPA-Diskussion optimal angepasst und somit den Forderungen von Kunden und Öffentlichkeit vorgegriffen. Bei den meisten Thermoetiketten können wir technisch auf Bisphenol-A verzichten. Die Übrigen verfügen über einen speziellen Oberflächenschutz mit einer zusätzlichen Lackierung, die verhindert, dass BPA über die Haut in den Körper gelangt. Auch Kassiererinnen, die überdurchschnittlich viel Kontakt mit Etiketten haben, können also beruhigt aufatmen.“
Produziert werden die Etiketten im Werk Bochum. Es verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung bei der Herstellung von Etiketten, Klebern und Laminaten. 85 Mitarbeiter übernehmen im Drei-Schicht-Betrieb die verschiedensten Aufgaben: Von der Laminatfertigung und Reprografie, über die Druckfilm- und Druckplattenherstellung bis hin zum eigentlich Druck. Rund ein Drittel der Etiketten wird mittlerweile an Unternehmen aus mehr als 50 Ländern verkauft.
Seit 1866 ist Bizerba in der Wäge-, Etikettier-, Informations- und Food-Servicetechnik beheimatet. Bizerba bietet alles aus einer Hand: Hard- und Software, Beratung, Finanzierung und Services. Global agierend und vor Ort präsent, ist das Unternehmen laut eignen Angaben in vielen Bereichen markt- und technologieführender Lösungsanbieter.
Hierzu zählen moderne Ladenwaagen mit multimedialen Datenbanken, Kassenlösungen und Checkoutwaagen, Warenwirtschafts- und Filialsteuerungssysteme, Schneide- und Fleischbearbeitungsmaschinen, Etiketten und Verbrauchsmaterialien, softwaregestützte Kontrollwaagen, Fremdkörperdetektoren, Etikettierungssysteme sowie Industriesoftware für Datenströme – vom Wareneingang bis zum Versand. Die hohe Bizerba Qualität ist dabei das Ergebnis eines systematischen Global Quality Managements: „Die nächsten Ziele fest im Blick und immer einen Schritt voraus. Damit unsere Kunden schon heute vom Besten profitieren. Qualität made by Bizerba steht für technologischen Vorsprung.“
In über 120 Ländern präsent
Weltweit ist Bizerba in über 120 Ländern präsent – mit 41 Beteiligungen in 23 Ländern und 54 Landesvertretungen. Hauptsitz des Unternehmens, das rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigt, ist Balingen; weitere Fertigungsstätten befinden sich in Meßkirch, Bochum, Wien (Österreich), Mendrisio (Schweiz), Mailand (Italien), Shanghai (China), Forest Hill (USA) und San Luis Potosi (Mexiko).
Stichwort Bisphenol A

Aus Bisphenol A enthaltenden Kunststoffen, insbesondere aus Polycarbonat, Vinylesterharz und Epoxidharz, werden zahlreiche Gegenstände des täglichen Gebrauchs mit direktem Kontakt zu Lebensmitteln und Getränken hergestellt. Aus Epoxidharzen entstehen Beschichtungen für metallische Behälter, ebenfalls für Lebensmittel wie Konservendosen und für Getränkebehälter und Wasserkocher. Außerdem verwendet man Epoxidharze für Lacke, Farben, Klebstoffe, Innenbeschichtungen zur Sanierung von Trink- und Abwasserbehältern und -rohren. Auch einige Arten von Thermopapier enthalten BPA in der Beschichtung, wodurch es in den Papierkreislauf gelangt. Über dieses Thermopapier diffundiert der Stoff auch direkt über die Haut ins Blut.
Bizerba GmbH und Co. KG, D-72336 Balingen, E-Mail: [email protected], www.bizerba.de









