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Energiekette

Martin Schrüfer,

Mit eigenem Antrieb

Lange Wege, hohe Dynamik, lange Laufzeiten – das sind die Merkmale der neuen Drive-Chain. Igus hat sie für schienengebundene automatisierte Stapelkrane (ASC) in Häfen konzipiert.

© igus

Die riesigen Brückenkrane legen Strecken von mehreren hundert Metern und mehr zurück. Üblicherweise folgen die Motorleitungen der Bewegung der Krane. Weil bei Längen von mehr als 1.000 Meter hohe Schub- und Zugkräfte auf die Ketten wirken, hat Igus die Energiekette mit eigenem Antrieb entwickelt – als weltweit erster Hersteller. Die E-Kette folgt der Bewegung des ASC-Krans mit eigenem Antrieb, sodass kaum Belastungen auftreten. Sogenannte Antriebsschwerter im Außenradius treiben die Kette im Untertrum an. Auf der unteren Schiene befinden sich motorbetriebene Reibräder an den Seiten sowie Rollen auf der Oberseite. Fährt der Kran los, starten die Reibräder ihre Motoren. Das Untertrum bewegt sich über die Schiene. Igus arbeitet bereits an einem alternativen Antriebskonzept, bei dem die Reibräder durch Linearantriebe ersetzt werden.

Der Beitrag erschien in materialfluss SPEKTRUM 2022 (7/22).

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