Stretchroboter

Martin Schrüfer,

Der Einwickler im Lager unterwegs

Bei einem Spezialisten für Solarenergieanlagen ist der selbstfahrende Stretchroboter PWR-S77 von Kemapack im Einsatz. Gegenüber dem manuellen Folienverpacken bietet er eine Ersparnis bei Zeit und Material. Zudem kommt es zu weniger Beschädigungen an den Waren.

Der selbstfahrende Stretchroboter PWR-S77. © Kemapack

René Walter, Vertriebsmitarbeiter beim Verpackungsspezialisten Kemapack aus Landsberg am Lech, erhielt die Anfrage nach einer möglichst flexiblen und effizienten Alternative zum händischen Verpacken kommissionierter Paletten. Bislang hatte der Kunde aus der Solarenergiebranche eine mechanische Lösung für das Folienstretchen im Einsatz. Dies erforderte allerdings viel Arbeitszeit. Zudem kam es wiederholt zu Reklamationen, weil die Waren während des Transports aufgrund der unzureichenden Verpackung beschädigt wurden. Nun hat der Kunde den selbstfahrenden Stretchroboter PWR-S77 im Einsatz, ein neues Produkt von Kemapack, das für die Anforderungen mittelständischer Unternehmen zugeschnitten ist.

Nicht an einen festen Platz gebunden

Insgesamt sind bei dem Spezialisten für Solartechnik täglich rund 50 bis 60 unterschiedlich große Paletten nach der Kommissionierung zu verpacken. Für dieses Aufkommen eignet sich der PWR-S77. Die Paletten werden an verschiedenen im Lager verteilten Kommissionierplätzen zusammengestellt. Der PWR-S77 arbeitet immer genau dort, wo es gerade erforderlich ist. Dadurch lassen sich Engpässe vermeiden, die oft vor stationären Stretchmaschinen entstehen. Neben der hohen Verpackungsautonomie und Arbeitsflexibilität des PWR-S77 betont René Walter die Flexibilität beim Umgang mit unterschiedlichen Formen, Größen und Gewichten der Paletten. Auch übergroße, sperrige, ungleichmäßig gepackte oder instabile Paletten, wie sie beim Solarspezialisten häufig vorkommen, umwickelt der PWR-S77 problemlos und zuverlässig. So werden jegliche Teile ortsunabhängig eingewickelt und für einen sicheren Transport vorbereitet.

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Der Anwender kann den Roboter einfach bedienen dank der logisch aufgebauten Steuerung. © Kemapack

Die neue Version der „Cube Technologie“ ermöglicht es dem Anwender, den Folienverbrauch zu reduzieren. Verbrauch und Vordehnung werden präzise gesteuert. Je nach Folientyp ist eine Folienreckung von bis zu 500 Prozent möglich. „Diesen Wert kann ich beim PWR-S77 individuell einstellen“, erläutert Walter. „Das macht vor allem dann Sinn, wenn ich unterschiedlich gepackte Paletten habe – etwa wie bei unserem Händler für Solartechnik. Bei sehr unsymmetrischen Paletten passe ich die Folienreckung individuell pro Lage an das Packgut an. Dadurch vermeide ich Folienabrisse und reduziere den Folienverbrauch. Verpacke ich dagegen schwere Güter, arbeite ich generell materialsparend mit einer hohen Folienreckung.“ So hilft der Verpackungsroboter dabei, Material und Kosten einzusparen.

Sparsam und bedienerfreundlich

Umweltbewusst und stromsparend ist auch der einteilige, bürstenlose Antriebsmotor mit 90-Ampere-Stunden-Akkus. Mit vollaufgeladenen Batterien und dank eines ressourcenschonenden Energiesparmodus kann der PWR-S77 rund 250 Paletten einwickeln. Zudem arbeitet der Antriebsmotor leise und wartungsarm, weil keine Bürsten getauscht werden müssen. Der Anwender kann den Roboter einfach bedienen dank der logisch aufgebauten Steuerung über Touchpad, LED-Statusanzeige und LED-Batteriestandanzeige. Der farbige 7-Zoll-Touchscreen mit Swipe-Funktion zeigt über das Quick-Dropdown-Menü die häufigsten Einstellungen an.

Bedienerfreundlich ist auch der PVS-Schlitten, bei dem die Vorreckung von 0 bis 500 Prozent eingestellt werden kann. Das Foliensystem ILS (Instant Load System) sorgt für ein einfaches Einfädeln der Folie und ermöglicht einen S-förmigen Folienverlauf, der die notwendige Haftung erhöht und für eine perfekte Vordehnung sorgt.

Die Energie bezieht der PWR-S77 entweder aus Säure-, Gel- oder Trockenbatterien; optional sind auch Lithiumbatterien für unkomplizierte und schnelle Zwischenladungen erhältlich. Der wechselbare Akku lässt sich entweder mit dem Kran, Stapler oder Niederhubwagen bewegen.

Auch an die Sicherheit hat der Hersteller gedacht: Der PWR-S77 mit einem „BlueSpot“ ausgestattet; er leuchtet in Fahrtrichtung einige Meter vor der Maschine auf den Boden und weist Passanten auf die Anwesenheit und den Betrieb der Maschine hin. Sollte es dennoch zu einem ungewollten Kontakt zwischen Mensch und Maschine kommen, schaltet die im Gehäuse verbaute Sensorik den Stretchroboter schnell und sicher ab. Konstruktive Features vermeiden das Hängenbleiben von Kleidung oder Körperteilen und bieten einen Überfahrschutz.

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