Aus materialfluss 1-2/2020

Marvin Meyke,

Neue Staplergeneration von Linde MH

Mit seiner neuen Generation an Gegengewichtsstaplern möchte Linde Material Handling neue Maßstäbe bei Verfügbarkeit, Effizienz, Nachhaltigkeit und Sicherheit setzen. Bei der Entwicklung der Hydrostaten im Traglastbereich von 2,0 bis 3,5 Tonnen ging der Staplerhersteller auf ­verschiedene Kundenwünsche ein.

Gut vernetzt: Die neue ­Stapler-Serie von Linde MH. © Linde Material Handling

Wir haben unseren Kunden genau zugehört und daraus Anforder­ungen an unsere Entwickler ­ab­geleitet“, sagt Stefan Prokosch, Senior Vice President Produkt­management Industrial Trucks Counterbalance bei Linde Material Handling. „Die neuen Fahrzeuge unterstützen und schützen den Fahrer auf nie ­da­gewesene Art und Weise, sie sind die kosten­effi­zientesten am Markt und machen den Materialfluss dank drahtloser Kommunikation transparenter und noch produktiver.“ Die neu entwickelte Staplergeneration ­basiert auf einer umfangreichen Datenerhebung: Rund tausend Staplerfahrer und Flottenmanager aus 26 Ländern haben in mehrstündigen „Truck Clinics“ Fahrzeuge bewertet und ­Wünsche geäußert. Von einer Verbesserung der Sicht, über eine breitere Trittstufe bis zu serienmäßigen Vernetzung bemühte sich der Hersteller um die Umsetzung der Kundenwünsche.

Für Industrie 4.0 gewappnet
„Die Welt verändert sich, alles wird digital“, erklärte Christophe Lautray, Chief Sales Officer von Linde Material Handling, bei der Produktpräsentation der neuen Stapler-Serie. Dement­sprechend stand auch das Thema Industrie 4.0 bei der Entwicklung auf der Tagesordnung. Mittels serienmäßiger Vernetzung möchte Linde MH die neue Stapler-Serie für Industrie-4.0-­Anwendungen vorbereiten und so fit für die Zukunft machen: Fahrzeugdaten werden unter Anwendung hoher Sicherheitsstandards an einen zentralen westeuropäischen Cloudserver übertragen, auf den Kunden und Vertriebspartner Zugriff ­haben. Umgekehrt können Daten empfangen und verarbeitet werden. So lassen sich zukünftig Software-Updates „over the air“ einspielen oder Funktionen freischalten. Truck Health ­Management, Ferndiagnose und vorausschauende Wartung ­steigern die Fahrzeugverfügbarkeit und helfen, Kosten zu ­reduzieren.

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Verbrauch und Emissionen reduziert
Linde hat den Antrieb seiner „Neuen“ überarbeitet und rückte dabei das Thema Verbrauchseffizienz in den Fokus. Die Verstellpumpe des Motors hat ein höheres Volumen, die daraus folgenden niedrigeren Drehzahlen schlagen sich in einem deutlich sparsameren Kraftstoff-­Verbrauch nieder: Laut Unternehmensangaben sind so in einem 15.000 Stunden Arbeitsspiel Ein­sparungen von 1.000 bis 2.500 Euro möglich. Fahren und Heben gleichzeitig ist zudem für die Hydro­staten kein Problem und sorgt für ordentlich Tempo im Lager. Auch in puncto Abgasemissionen hat sich was getan. So dürfen gemäß der 3A-Abgasgesetzstufe in einem 7.050 Stunden Arbeitsspiel 4,5 Kilogramm Ruß erzeugt werden, die neuen Gegengewichtsstapler von Linde kommen laut Unternehmensangaben mit gerade mal 35 Gramm aus.

Sicherheit im Fokus
Für eine verbesserte Rundumsicht wurden die Sichtfelder durch den Hubmast um 20 Prozent im Vergleich zum Vorgänger­modell vergrößert, schlanke A-Säulen und asymmetrische Mastprofile eröffnen zusätzliche Sichtfenster und sorgen so für mehr Sicherheit im Lager. Der Rammschutz wurde in der neuen ­Generation in die das Design des Staplers integriert und bietet so ein Plus an Robustheit. Beim Einstieg in den Stapler fällt die Trittstufe auf: Sie ist lediglich 465 Millimeter hoch und gut ­doppelt so breit wie bisher. Auch im Innenbereich gibt es bei den Hydrostaten neues zu entdecken: Die Armlehne ist mit zahlreichen Funktions­schaltern ausgestattet. Drei davon kann der Fahrer mit unterschiedlichen Funktionen belegen. Platz nimmt der Fahrer auf einer von ­insgesamt zwölf unterschiedlichen Sitzvarianten.

Gemeinsames Modulkonzept
Mit der neuen Baureihe möchte Linde Material Handling das Ende der konstruktiven Trennung von verbrennungsmotorisch und elektrisch angetriebenen Staplern markieren. Alle neuen Gegengewichtstapler im Traglastbereich von 1,2 bis acht Tonnen sollen daher zukünftig auf einem gemeinsamen Modulkonzept 

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