Paletten-Pooling

Um die Gunst der Kunden „poolen“

In der Logistik bleibt das Thema Paletten-Pooling hochaktuell: Zahlreiche Unternehmen lagern ihr Ladungsträgermanagement an externe Dienstleister aus, die das komplette Palettenhandling übernehmen. Mieten statt Kaufen hat den Vorteil, dass Ladungsträger an jedem Ort bereitgestellt werden können, zugeschnitten auf die Bedürfnisse und aktuellen Bedarfe der Unternehmen. Dieser Grad an Flexibilität überzeugt. Aber wo liegen die jeweiligen Vorteile und der spezifische Kundennutzen der einzelnen Anbieter?

RFID-Tags
RFID-Tags, wie hier vom Paletten-Service Hamburg, sind an modernen Platten nicht mehr wegzudenken.

Mit der steigenden Nachfrage nach zukunftsfähigen Konzepten für ein effizientes und nachhaltiges Palettenmanagement steigt auch die Variantenvielfalt bei Paletten-Pools. Um die Versorgung mit hochwertigen Ladungsträgern zu gewährleisten, setzen führende Pool-Dienstleister wie Chep oder Contraload bereits seit Jahren auf Kunststofflösungen von Craemer. Im Gegensatz zu den oft störanfälligen Holzpaletten bieten hochwertige Kunststoffpaletten einheitliche und gleichbleibende Qualität und sorgen damit für einen reibungslosen und fehlerfreien Materialfluss. Craemer Kunststoffpaletten sind sowohl für den Einsatz im Hochregallager als auch für automatisierte Fördersysteme geeignet und werden von einem stetig wachsenden Anwenderkreis aus Industrie und Handel eingesetzt. Ein Beispiel aus dem Craemer-Produktportfolio ist die EURO H1. Mit ihr bietet Craemer laut eigenen Angaben die einzige tauschfähige Palette im offenen Pool und damit eine zukunftsweisende, mehrwegbasierte Palettenlogistiklösung und echte Alternative zur Holzpalette. Das Interesse für diese Mehrweglösungen steigt, denn die Vorteile hochwertiger, langlebiger und formbeständiger Kunststoffpaletten sind angesichts der hohen logistischen Anforderungen offensichtlich. Besonders in Verbindung mit der RFID-Technik bieten Kunststoffpaletten einen durchgängig sicheren und transparenten Prozessablauf, sowohl für intralogistische Prozesse als auch für die geschlossenen Poolingsysteme der großen Dienstleister.

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Neben wirtschaftlichen und technischen Aspekten gewinnt insbesondere das Thema Nachhaltigkeit im Bereich der Pool- und Logistikdienstleister weiter an Bedeutung. Der Kunde erwartet heute nachhaltiges Handeln auf allen Ebenen. „Hochwertige Kunststoffpaletten haben da gute Argumente und bieten entscheidende Vorteile, die in das Gesamtumfeld eines nachhaltigen und zukunftsorientierten Logistikunternehmens passen. Für diese neuen Marktanforderungen bieten wir ein vielfältiges Produktportfolio für verschiedene Industrien und Anwendungen. Von den Paletten der CR- und H-Familie bis hin zur Halbpalette stehen alle Lösungen für Wirtschaftlichkeit bei der Vermietung, da sie besonders häufig, lange und zuverlässig eingesetzt werden können,“ so ein Sprecher von Craemer.

Dauerbrenner Holz statt Kunststoff

Der größte Poolbetreiber hingegen setzt seit Jahrzehnten konsequent auf den Werkstoff Holz: Die Gütegemeinschaft Paletten e. V., das deutsche Nationalkomitee der European Pallet Association e. V., Betreiber des größten offenen Palettenpools der Welt, ist der Verband der Hersteller und Reparateure von EPAL-Ladungsträgern und sichert in Deutschland die gleichbleibend hohe Qualität von EPAL-Paletten und EPAL-Gitterboxen. EPAL-Produkte werden durch die unabhängige Prüfgesellschaft Bureau Veritas qualitätsgesichert.

Die Mitgliedsbetriebe der European Pallet Association e. V. schaffen mit ihrer standardisierten Produktion und Reparatur der EPAL-Ladungsträger das Fundament für den offenen Palettentauschpool in seiner heutigen Form. Weltweit befinden sich ca. 500 Millionen EPAL-Europaletten im Umlauf. Nur durch diese Omnipräsenz ist der Tausch im offenen Pool möglich.

EPAL Academy in Düsseldorf

Modulare Seminare

In diesem Jahr wurde die EPAL Academy in Düsseldorf eröffnet. Im neuen Schulungszentrum trainieren Mitarbeiter aus Industrie-, Handels- und Transportunternehmen den Umgang mit den Tauschprozessen. Dadurch wird der offene Tauschpool der EPAL-Ladungsträger weiter optimiert. Die „Basisschulung EPAL-Europalette“ behandelt etwa die wichtigsten Themen rund um die EPAL-Europalette. Qualitätsmerkmale, Klassifizierungen und der Palettentausch stehen dabei im Fokus. Alle Teilnehmer erhalten ein Zertifikat, das sie als „Europaletten-Experten“ ausweist. Damit können Unternehmen gegenüber ihren Kunden die Zusatz-Qualifikation Ihrer Mitarbeiter nachweisen.

EPAL arbeitet zusammen mit seinen Nationalkomitees an der Optimierung des internationalen Tauschpools. Eine einheitliche Qualitätsklassifizierung für die Tauschpartner, die Einführung der RFID-getaggten EPAL-Europalette sowie die Entwicklung der neuen gütegesicherten EPAL-Halbpalette sind die wichtigsten Neuerungen der vergangenen Jahre. Während die Qualitätsklassifizierung den Marktteilnehmern Orientierung bei der Festlegung Ihrer individuellen Tauschbedingungen bietet, wird die RFID-getaggte EPAL-Europalette den technischen Anforderungen moderner Konzerne mit automatischen Lager- und Transportsystemen optimal gerecht. Die neue EPAL-Halbpalette wurde in Zusammenarbeit mit großen Handelskonzernen entwickelt und ist damit konsequent am Bedarf dieser Unternehmen ausgerichtet.

Gelungene Kooperation

Um bei Thema RFID die Nase vorne zu haben, arbeitet die EPAL unter anderem eng mit der Paletten-Service Hamburg AG und deren Tochter PaLog Palettenlogistik-Systeme GmbH zusammen. Die Paletten-Service Hamburg AG gehört zu den größten Anbietern von Transporthilfsmitteln in Europa. In drei eigenen Produktionswerken in Europa werden meist EPAL-zertifizierte Holzflachpaletten produziert, die schon heute mit RFID-Tags ausgestattet werden können. PaLog verfügt über mehr als 40 eigene Depots sowie über ein starkes Netzwerk mit über 600 Servicepartnern in Europa. Damit gehört man zur kleinen Zahl an Poolinganbietern, die diese anspruchsvolle Dienstleistung flächendeckend europaweit anbieten können. Dieses Netzwerk auf der einen Seite und die hochwertige Produktion bei der starken Muttergesellschaft auf der anderen Seite bieten für international tätige Unternehmen ideale Voraussetzungen, das Palettenmanagement outzusourcen. Mit einer ausgereiften und stets weiterentwickelten Online-Software steht die optimale Schnittstelle zum Kunden zur Verfügung. PaLog Palettenlogistik-Systeme GmbH bedient besonders Kunden aus der Kosmetik- und Lebensmittelbranche.

Ausgezeichnete Palettenlösung

Auch für die Kunden von PAKi wird das Thema Nachhaltigkeit zunehmend wichtiger. Mit Einführung des Pooling Partners Qualitäts-Systems definierte PAKi nach eigenen Angaben als Erster eine Ladungsträgerklassifizierung und insbesondere eine „maschinentaugliche Palette“. Diese, mit dem „blauen Engel“ ausgezeichnete Qualität, wird durch Aufbereitung gebrauchter Paletten sichergestellt. Dadurch werden wertvolle Ressourcen geschont. Die gebrauchte Palette findet Anwendung in hochtechnisierten Hochregalen und Förderanlagen.

Ein weiteres Beispiel für echte Nachhaltigkeit ist die Entwicklung der neuen Pooling Partners 1.4 Viertelpalette. Das Material besteht aus einem hochwertigen, Ressourcen schonenden Kunststoffregenerat, das zu 100 % recycelbar ist. Im Vergleich zu ähnlichen Produkten ist die 1.4 Viertelpalette laut Herstellerangaben effizienter stapelbar und leichter. Dadurch lassen sich pro Lkw-Ladung mehr Paletten transportieren; der Energieverbrauch pro Palette wird beim Transport deutlich gesenkt.

Kontakt: Paul Craemer GmbH D-33442 Herzebrock-Clarholz Tel.: 0 52 45 / 43-0 www.craemer.com

Gütegemeinschaft Paletten e. V. D-40597 Düsseldorf Tel.: 02 11 / 98 49 49 93 E-Mail: dresbach@gpal.de www.gpal.de

PAKi Logistics GmbH D-58256 Ennepetal Tel.: 0 23 33 / 98 93-0 E-Mail: info@poolingpartners.com www.poolingpartners.com

Paletten-Service Hamburg AG PaLog Palettenlogistik-Systeme GmbH D-21079 Hamburg Tel.: 0 40 / 79 00 40-0 www.palog.com

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