Aus materialfluss 10/2019

Martin Schrüfer,

Editorial: Damals – wie heute

Das Jahr 1969 war für Menschen, die zum Mond wollten, ein gutes Jahr. Von der Öffentlichkeit weit weniger beachtet, offenbar aber auch für Ver­leger. Oder ist es reiner Zufall, dass auch unsere Schwesterzeitschrift „LABO“ und die Cousine aus Österreich, die „dispo“, 2019 ihren 50sten Geburtstag feiern? Ich denke nicht, denn wer (das Richtige!) schreibt, der bleibt. Ich gratuliere den Kolleginnen und Kollegen aus Darmstadt und Wien!

Martin Schrüfer, Leitender Chefredakteur © Oliver Tamagnini

In München bastelte der damalige Verleger anno 1969 an der ersten Ausgabe von „Materialfluß. Zeitschrift für Transport, Lager und Verpackung“. Neben dem für das heutige Auge ungewohnten „ß“ am Ende (die Rechtschreibrefom beendete den Spuk in größerem Maßstab im Jahr 1996 und die Redaktion im Hefttitel bereits 1989) sticht hier die frühe Nähe der Themen Transport und Lager ins Auge. Das eine macht ohne das andere wenig Sinn, „Supply Chain Management“ nennt man es heute. Auch materialfluss wird im kommenden Jahr mehr über das, was außerhalb der „internen Logistik“ (ein weiterer Begriff, der zu Recht bereits vor Jahrzehnten auf den sprachlichen Misthaufen kam) berichten – lassen Sie sich überraschen.

Überrascht hat mich wiederum, was Manager, Branchenexperten und alte Weggefährten des Magazins mir über materialfluss schrieben. Einige der Wortbeiträge haben wir ab Seite 16 aufbereitet. Soviel Lob ist selten, mein Team und ich nehmen uns die warmen Worte als Ansporn. So bleibt mir nun am Ende nur eine letzte Frage: Ist das goldene Band, mit dem unsere Grafikerin Tanja die Titelseite schmückte, nun ein „Schleiffal“ oder ein „Schlüb­bsche“? Der Niederbayer in mir meint natürlich ersteres, aber mit Rücksicht ­auf unsere Muttergesellschaft WEKA BUSINESS MEDIEN, die in Darmstadt, Hessen, sitzt, machen wir hier also ein „Schlübbsche“ daraus.

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Ob hier in Haar bei München oder im schönen Hessen, ob mit oder ohne „ß“: Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre unserer Jubiläumsausgabe und der Zeitreise durch fünf Jahrzehnte materialfluss ­(ab Seite 26). 50 Jahre – da geht noch einiges!

Herzliche Grüße

Martin Schrüfer
Leitender Chefredakteur

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