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Artikel und Hintergründe zum Thema

Logistikimmobilien

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Nearshoring: Hightech-Unternehmen näher am Markt

In jüngster Zeit legten eine Reihe globaler Ereignisse die Verwundbarkeit von Lieferketten offen. Als Resultat präsentiert sich ein Trend im Nearshoring. Darunter versteht man die Verlagerung von Produktions- oder Logistikstandorte in Marktnähe. Bemerkenswert ist dabei die wachsende Präsenz asiatischer Unternehmen in Europa – speziell in Deutschland. Das taiwanesische Hightech-Unternehmen Quanta Computer hat jüngst eine Heimat im CTPark Jülich in Nordrhein-Westfalen gefunden.

Für Quanta Computer entwickelt CTP derzeit eine 22.500 m² große Hightech-Produktionsanlage im CTPark Jülich, Nordrhein-Westfalen. © CTP

Das traditionelle Offshoring, bei dem Geschäftstätigkeiten mit dem vorrangigen Ziel der Kosteneffizienz in entfernte Länder ausgelagert werden, bestimmte lange Zeit die primäre Strategie global agierender Unternehmen. Die Schwächen dieses Modells zeigten sich in jüngster Vergangenheit so offensichtlich, dass eine Umorientierung von Produktions- und Lieferstrategien für Unternehmen unvermeidbar wurde, wollen sie konkurrenzfähig bleiben.

Nearshoring bietet eine Antwort auf viele dieser Herausforderungen. Gerade für asiatische Unternehmen bedeutet Nearshoring in Europa die notwendige Nähe zu wichtigen Märkten, eine verbesserte Lieferkettensicherheit und die Möglichkeit, schneller auf Marktveränderungen zu reagieren. Nearshoring wird auch durch die Politik der Europäischen Union (EU) unterstützt, unter anderem durch den European Chips Act, der die Produktion von Chips in der EU fördert, um die Widerstandsfähigkeit der lokalen Lieferketten zu verbessern und neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen.

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Deutschland als attraktiver Standort

Speziell Deutschland ist einer der bevorzugten Standorte für Unternehmen, die ihre Produktion nach Europa verlagern möchten. Die Gründe dafür sind vielfältig. Nicht nur die zentrale Lage in Europa, sondern auch die robuste Wirtschaftsstruktur und eine hervorragende Infrastruktur verschaffen Deutschland diesen Stellenwert. Besonders technologieorientierte Unternehmen, die hohe Anforderungen an ihre Produktionsstandorte stellen, schätzen diese Merkmale sehr. Hinzu kommt die Verfügbarkeit von hochqualifizierten Arbeitskräften.

CTP erfüllt für Quanta im Rahmen des Build-to-Suit-Vorhabens spezielle Anforderungen, zum Beispiel die Realisierung eines Produkttestlabors sowie maßgeschneiderte Luftschleusenräume. © CTP

Dr. Malte-Maria Münchow, Sprecher der Initiative Logistikimmobilien (Logix) sowie Leiter An- und Verkauf Spezialimmobilien, Deka Immobilien Investment, hebt hervor: "Die zunehmende Bedeutung von Nearshoring spiegelt die Notwendigkeit wider, resiliente Lieferketten aufzubauen, die schnell auf globale Herausforderungen reagieren können. Deutschland bietet durch seine zentrale Lage und seine wirtschaftliche Stabilität eine ideale Grundlage, um diese Resilienz zu gewährleisten."

Kompetenz und Zuverlässigkeit gefragt

Damit Nearshoring-Projekte gelingen, sind ansiedlungswillige Unternehmen auf moderne Flächen angewiesen an strategisch günstigen Orten, am besten mit gut ausgebauter Infrastruktur. Projektentwickler von Logistik- und Industrieflächen benötigen dafür das entsprechende Know-how, um Unternehmen zuverlässig, schnell und flexibel mit Flächen zu versorgen. So war es auch bei CTP, Europas größtem börsennotierten Entwickler, Eigentümer und Verwalter von Industrie- und Logistikimmobilien nach Bruttomietfläche (GLA). Für Quanta Computer, einem führenden taiwanesischen Hersteller von Computern und elektronischer Hardware, entwickelt CTP zurzeit eine 22.500 m² große Hightech-Produktionsanlage im CTPark Jülich (Nordrhein-Westfalen).

Der Entwickler investiert 45 Millionen Euro in die Entwicklung des Projekts und erfüllt eine Reihe spezieller Anforderungen für Quanta im Rahmen des Build-to-Suit-Vorhabens. So werden ein Produkttestlabor sowie maßgeschneiderte Luftschleusenräume entstehen. Damit schafft CTP für Quanta die Möglichkeit, modernste Fertigungstechnologien in einer speziell für das Unternehmen entwickelten Anlage zu nutzen. Und das in direkter Nähe zu seinen europäischen Kunden, denn der CTPark verfügt über eine hervorragende Lage direkt an den Grenzen zu Belgien und den Niederlanden. Über die Autobahnen ist er zudem leicht von den europäischen Großstädten Frankfurt, Brüssel und Amsterdam zu erreichen. Alexander Hund, Managing Director CTP Deutschland, erklärt: "Deutschland bietet ideale Rahmenbedingungen für Unternehmen, die ihre Produktionskapazitäten nach Europa verlagern möchten. Mit einer stabilen Infrastruktur und qualifizierter Arbeitskräftebasis ist Deutschland ein Schlüsselmarkt für technologieorientierte asiatische Unternehmen wie Quanta, die großen Wert auf langfristige Stabilität und Nähe zu ihren Kunden legen."

Netzwerk von über 1.000 Kunden

Aufgrund langjähriger Kundenbeziehungen und einem tiefen Verständnis der spezifischen Anforderungen von Hochtechnologie-Unternehmen spielt CTP eine zentrale Rolle bei der Realisierung von Nearshoring-Projekten asiatischer Unternehmen in Europa. Mit einem Netzwerk von über 1.000 Kunden und einer starken Präsenz in Asien, insbesondere durch das im Jahr 2023 eröffnete Büro in Hongkong, kann der Entwickler seine asiatischen Kunden optimal betreuen und ihnen passgenau Lösungen bieten.

Mittlerweile machen Kunden aus Asien rund 10 Prozent des CTP-Portfolios an Industrie- und Logistikflächen aus. Dazu gehört unter anderem auch NIO. Das chinesische Elektroautounternehmen suchte einen Standort für seine erste Produktionsstätte für Wechselstromanlagen in Europa. Den Wunsch des Unternehmens nach einem Standort in Mittelosteuropa mit Nähe zu qualifizierten Arbeitskräften und Zulieferern konnte der Projektentwickler im CTPark Budapest West in Ungarn erfüllen. Die Bauarbeiten des CTParks in Jülich begannen im Juli 2024 und sollen in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 abgeschlossen sein.

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