Lager- und Regalsysteme
Mutige Schritte zum Erfolg
Die NG2-Gruppe investiert nicht nur in ein neues Distributionszentrum, um die Logistikprozesse zu verbessern. Sie nutzt die bisherigen Erfahrungen und geht einen Schritt weiter als die meisten Mitbewerber. Bisher war das NG2-Distributionszentrum teilweise automatisiert und verfügte über ein von Staplern bedientes Palettenlager, Fachbodenregale und eine Sortieranlage mit Fördersystem.
Aufgrund der Entscheidung, intensiv in die Logistik zu investieren, wird das bestehende System nun vergrößert und ausgebaut, insbesondere durch die Errichtung eines automatischen Lagers. „Schon vor einigen Jahren haben wir beschlossen, ein automatisches Lager zu errichten“, sagt Mariusz Gnych, Vizepräsident von NG2.
Der erste Schritt in Richtung der Automatisierung war die Inbetriebnahme eines Sortiersystems für Schuhe im letzten Jahr. Dieses System ermöglicht die schnelle Versorgung des gesamten Vertriebsnetzes entsprechend der langfristigen Entwicklungsstrategie.
Der Erfolg der automatisierten Verteilung führte zu weiteren Anstrengungen, das Lagermanagement zu optimieren. Ergebnis dieser Überlegungen ist, dass nun ein Kleinteilelager errichtet wird, das größte seiner Art im mittel- und osteuropäischen Schuhmarkt.

Um die weitere Expansion und die Verbesserung der Logistikprozesse zu ermöglichen, entschied NG2, in ein neues Distributionszentrum zu investieren, das zum Jahreswechsel 2011/12 in Betrieb gehen wird. Die österreichische TGW-Gruppe wurde als Generalunternehmer für das Logistiksystem ausgewählt. Die Anforderungen an dieses Automatiklager beinhalteten eine Maximierung der Lagerkapazität, exakte und effektive Kommissionierung, sowie die Anpassung an die Wachstumsstrategie des Unternehmens.
NG2 entschied sich dafür, dem Trend der Textildistribution zum Direkthandling der Kartons in der gesamten Supply Chain zu folgen. Aber aus welchem Grund wurde diese Lösung einem Palettenlager vorgezogen? „Wir beobachten die Trends und die verfügbaren Logistiktechnologien sehr genau. Dabei hat sich gezeigt, dass ein automatisches Lager mit Regalbediengeräten die optimale Lösung für einen leistungsfähigen Logistikservice in der Schuhbranche darstellt“, sagt der Vizepräsident von NG2.
Aufbauend auf den Erfahrungen von Unternehmen in verwandten Branchen, die bereits innovative Lösungen für automatisierte Logistik einsetzen, konnte man zum Schluss kommen, dass das Palettenhandling im Lager eliminiert werden musste. Stattdessen sollten automatische Kleinteilelager zum Einsatz kommen, die für kleinere Pakete entwickelt wurden und diese vollautomatisch befördern und lagern, ohne dafür Paletten oder Stapler zu benötigen.
„Unnötige Prozesse zu eliminieren bringt viele Vorteile, beispielsweise die Beschleunigung der Materialflüsse. Aber auch die Umwelt profitiert, etwa durch den Wegfall von Paletten und Wickelfolie, die man für die Ladungssicherung auf Paletten benötigt. Ich muss aber auch gestehen, dass ein weiterer Grund für unsere Entscheidung die Investitionsförderung in Höhe von 40 % durch das Innovative Economy Program, Activity 4.4 war“, ergänzt Gnych.
Zwei Kartons gleichzeitig Nach der Kontrolle werden die Kartons automatisch im Lager von Regalbediengeräten eingelagert. Das Lagerverwaltungssystem entscheidet, welcher Karton wo gelagert wird. Jedes der 24 Regalbediengeräte kann zwei Kartons gleichzeitig ein- bzw. auslagern. Außerdem können mit dem Lastaufnahmemittel Twister VCplus Kartons unterschiedlichster Größen manipuliert werden.
Das Host-System sendet die benötigten Kundenaufträge an das Lagerverwaltungssystem. Danach werden die Anforderungen aus dem Auftragspuffer heraus gestartet. Das Ziel eines Auftrags kann entweder die Versandzone oder das Sorter-System sein, wo einzelne Schuh-Paare sortiert werden. Kartons, die direkt in den Versand gehen, erhalten ein Versand-Etikett und beenden ihre Reise im Distributionszentrum an einem Teleskopförderband, direkt an der Lkw-Laderampe. Hier werden die Kartons das zweite und letzte Mal von einem Mitarbeiter in die Hand genommen.
Herzstück des Systems wird ein automatisches Kleinteilelager mit einer Kapazität von 5 Mio. Paar Schuhen, verpackt in 500 000 Kartons unterschiedlichster Größen, sein. Die Kartongrößen reichen von 400 x 400 x 200 mm bis zu einer Maximalgröße von 660 x 610 x 550 mm.
60 000 Kartons pro Tag Gemeinsam mit der bestehenden Sorter-Lösung wird das neue Distributionszentrum in der Lage sein, 60 000 Kartons pro Tag im Zweischichtbetrieb auszuliefern. Damit wird NG2 das größte automatische Kleinteilelager im Schuhhandel Mittel- und Osteuropas haben.

Nach der Inbetriebnahme des neuen Systems werden sich die Möglichkeiten im NG2-Distributionszentrum drastisch ändern. Investitionen sind der Schlüssel zur erfolgreichen Entwicklungsstrategie des Unternehmens. „Wir werden hier über 5 Millionen Paar Schuhe lagern und gemeinsam mit der bestehenden Sorter-Lösung bis zu einer halben Million Schuhpaare pro Tag ausliefern. Außerdem wird die Lösung ins ERP-System unseres Unternehmens integriert. Durch die gemeinsamen Anstrengungen von TGW und NG2 werden wir dieses Projekt zum Erfolg führen“, fasst Mariusz Gnych zusammen.
NG2 S.A., E-Mail: [email protected], www.ng2.pl TGW Logistics Group GmbH, E-Mail: [email protected], www.tgw-group.com










