Modulare Regalsysteme
Regaltechnik für dynamische Umgebungen
Modulare Regalsysteme übernehmen in modernen Produktions- und Logistikumgebungen weit mehr als reine Lagerfunktionen. Sie verbessern den Materialfluss, reduzieren Wegezeiten und unterstützen effiziente Prozesse im Sinne des Lean Managements. materialfluss stellt ausgewählte Beispiele aus der Praxis vor.
Dank ihres flexiblen Aufbaus können modulare Regalsysteme leicht an neue Anforderungen angepasst und problemlos in bestehende Produktions- und Logistikabläufe integriert werden. Besonders wichtig sind dabei Lösungen, die den Materialfluss gezielt unterstützen wie zum Beispiel Durchlaufregale. Diese ermöglichen einen Warenfluss nach dem FIFO-Prinzip ("First in, first out"), bei dem die zuerst eingelagerten Waren auch zuerst entnommen werden. Über geneigte Rollenbahnen bewegen sich Behälter oder Kartons selbstständig von der Einlagerungs- zur Entnahmeseite. Dadurch werden Laufwege reduziert, Materialien schneller verfügbar gemacht und kontinuierliche Produktionsabläufe unterstützt. Besonders relevant sind FIFO-Lösungen überall dort, wo zeitkritischer Materialverbrauch und klar definierte Warenflüsse entscheidend sind, wie etwa in der Produktions- und Lagerlogistik, der Pharmazie, der Lebensmittelindustrie oder der Kosmetikfertigung.
Über Ergänzungen wie Rollenbahnen, mobilen Ausführungen oder ESD-sicheren Komponenten werden diese Art Regalsysteme zu funktionalen Bestandteilen einer durchgängigen Materialbereitstellung.
BeeWaTec: Flow-Racks für den FIFO-Materialfluss
Die Flow Racks beziehungsweise Durchlaufregale von BeeWaTec sind als modulare FIFO-Regalsysteme ausgelegt. Behälter oder Kartons laufen über leicht geneigte Rollenbahnen per Schwerkraft automatisch zur Entnahmeseite. Typisch ist die Beladung von hinten und die Entnahme von vorn, wodurch das FIFO-Prinzip konsequent umgesetzt wird. Die Systeme eignen sich insbesondere für Produktions- und Logistikumgebungen, in denen kurze Wege, hohe Transparenz und eine kontinuierliche Materialversorgung gefragt sind. Durch den modularen Aufbau lassen sich die Regale flexibel an unterschiedliche Prozesse und Platzverhältnisse anpassen.
Karl: FIFO-Systeme bis in die Greifzone
Auch die FIFO-Regale von Andreas Karl optimieren den Materialfluss nach dem "First in, first out"-Prinzip. Besonders praxisnah ist die direkte Integration dieses Prinzips in modulare Arbeitsplatzsysteme: Materialien werden bis in die Greifzone der Mitarbeitenden geführt. Dadurch lassen sich Suchzeiten, unnötige Bewegungen und potenzielle Fehlerquellen reduzieren. Bauteile lassen sich so in der richtigen Reihenfolge zuführen, was verschwendungsarme Prozesse unterstützt.
Darüber hinaus sind viele Systeme optional ESD-sicher nach IEC 61340-5-1 ausgeführt. Sie eignen sich damit insbesondere für Elektronikfertigungen, in denen empfindliche Bauteile vor elektrostatischer Entladung geschützt werden müssen.
Bosch Rexroth: FIFO-Stationen als flexible Supermärkte
Die FIFO-Stationen von Bosch Rexroth sind als flexible Supermärkte für Bodenroller und Wagen konzipiert und unterstützen ebenfalls eine konsequente "First in, first out"-Strategie. Ziel ist eine strukturierte und schnelle Materialbereitstellung bei gleichzeitig reduzierten Beständen im Sinne des Kanban-Prinzips. Die modular aufgebauten Systeme lassen sich an unterschiedliche Produktionsbereiche anpassen und fördern einen reibungslosen Materialfluss. Durch die FIFO-Logik werden Veralterung und Ausschuss reduziert, was sowohl die Produktqualität verbessert als auch Betriebskosten senkt. Gleichzeitig ermöglichen standardisierte Anlieferflächen und Infotafeln die Umsetzung der 5S-Prinzipien (sortieren, systematisieren, säubern, standardisieren und Selbstdisziplin) und schaffen zusätzliche Transparenz innerhalb der Materiallogistik.
Neolog: Regalsysteme als Teil des Materialflusses
Die Regalsysteme von Neolog basieren auf einem vollständig modularen Aufbau. Anpassungen, Erweiterungen und Nachrüstungen lassen sich flexibel umsetzen, ohne komplette Anlagen neu planen zu müssen. Dabei versteht Neolog das Regal nicht als reinen Ablageort, sondern als integralen Bestandteil der Materialbereitstellung. Statt standardisierter Kataloglösungen entstehen Systeme, die gezielt auf die jeweiligen Prozesse abgestimmt sind. Ob Durchlaufregal, Fachbodenlösung oder Spezialkonstruktion – die Regalsysteme sollen Abläufe unterstützen, physische Belastungen reduzieren und sich perspektivisch auch für automatisierte Prozesse vorbereiten lassen. Als technische Basis dienen die modularen Produktsysteme Logiform, Aluform und Tetriform. Diese können projektbezogen kombiniert und in bestehende Produktions- und Logistikstrukturen integriert werden.
Nach Unterlagen von Andreas Karl, Beewatec, Bosch Rexroth und Neolog.











