Vollautomatisches Tiefkühllager

Martin Schrüfer,

Pommes Frites und Co. bei minus 25 °C

Tiefkühllogistik stellt höchste Ansprüche an Raumnutzung, Leistung, Verfügbarkeit und Energieeffizienz. Um diese zu erfüllen, hat sich Aviko, einer der Weltmarktführer für gekühlte Kartoffelprodukte, zu einer Erweiterung und Modernisierung seiner bestehenden Anlagen entschlossen - mit SSI Schäfer als Generalunternehmer für die Intralogistik.

SSI Schäfer erstellt ein vollautomatisches Tiefkühllager für Aviko Deutschland am Produktionsstandort Rain am Lech. © SSI Schäfer

Für die Kombination aus Neubau und Modernisierung des Logistikzentrums am Produktionsstandort Rain am Lech hat die Aviko Deutschland GmbH SSI Schäfer beauftragt. Als Tochtergesellschaft des niederländischen Aviko-Konzerns gehört das Unternehmen zu einem der weltweit größten Kartoffelverarbeiter und international führenden Anbieter gekühlter Kartoffelprodukte. Als Generalunternehmer verantwortet SSI Schäfer das Logistikkonzept, die Ausführungsplanung und den Neubau eines 2-gassigen Hochregallagers (HRL). Weiterhin übernimmt der Intralogistikexperte das Retrofit von zwei bestehenden TK-Shuttle-Lagern und schafft so eine logistische Einheit.

Das neue mehrfachtiefe HRL bietet 11.000 Palettenstellplätze für die rund 600 Artikel. Um die Qualität der Produkte zu sichern, herrscht im Lager eine konstante Temperatur von -25 °C. Im neuen HRL kommen zwei universell einsetzbare Regalbediengeräte vom Typ Exyz zum Einsatz. Mit je einem SSI Orbiter LHD als Lastaufnahmemittel erreichen sie zusammen eine Umschlagleistung von 32 Ein- und 46 Auslagerungen pro Stunde. Für den schnellen Transport der palettierten Artikel zwischen den verschiedenen Lagern und dem Versand liefert SSI Schäfer energieeffiziente Fördertechnikkomponenten. Hierzu zählen unter anderem 158 Rollenbahnen und Kettenförderer, 27 Eckumsetzer, drei 90°-Drehtische und sieben Auf- und Abgabestationen.

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Für die Koordination sämtlicher Materialflüsse in der gesamten Einheit sorgt die Logistiksoftware Wamasvon SSI Schäfer. Das integrierte Visualisierungssystem Wamas Lighthouse bietet außerdem maximale Transparenz über die Anlagenauslastung und die Materialströme. Die Anlagenerweiterung am Standort Rain bietet Aviko künftig Platz für rund 25.000 Paletten. Zugleich wird die Durchsatzleistung der Gesamtanlage von circa 88 Paletten auf 132 Paletten pro Stunde gesteigert. Die Inbetriebnahme der erweiterten und modernisierten Anlage ist für den Spätsommer 2019 vorgesehen.

In Rain produziert Aviko vor allem Pommes Frites und Bratkartoffeln für Deutschland und Österreich sowie den italienischen und südosteuropäischen Markt. Pro Jahr werden am Produktionsstandort 280.000 Tonnen Kartoffeln angeliefert, woraus wiederum rund 170.000 Tonnen TK-Produkte entstehen.

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