Kommissioniertechnik

Materialfluss Round Table: Entwicklung in der Kommissionierung, Experten diskutieren mit Materialfluss

Kaum ein Bereich der Logistik hat sich in der jüngeren Vergangenheit so dynamisch entwickelt, wie die Kommissionierung. Und in der Materialfluss-Diskussionsrunde waren sich die Experten einig, dass dies auch auf absehbare Zeit so bleibt.

Kommissioniertechnik: Materialfluss Round Table: Entwicklung in der Kommissionierung, Experten diskutieren mit Materialfluss

Kurze Lieferzeiten und die stetige Zunahme des Internethandels haben auch die Warenkommissionierung nicht unberührt gelassen, gilt es doch immer kleinere Mengen pro Verpackungseinheit in immer kürzerer Zeit zum Kunden zu bringen. Hier suchen viele Firmen ihr Heil in der Automatisierung. Doch wenn man sich den Prozess des gesamten Warenflusses einmal genauer ansieht, stellt man oft fest, dass dies zu kurz gedacht ist.

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Dies drückte Gerald Hofer, Geschäftsführer der Knapp Systemintegration, gleich zu Beginn der Diskussion in seinem knappen und doch umfassenden Statement aus: „Kommissionieren ist im gesamten Warenfluss- Prozess quasi der letzte Akt.“ Seiner Meinung nach kann man in letzter Zeit ein starkes Zusammenwachsen der einzelnen Komponenten Lager, Bereitstellung zu Kommissionierung und dem eigentlichen Kommissionieren beobachten und er führte weiter aus: „Diese Gesamtsysteme werden immer dynamischer und die Durchlaufzeiten immer kürzer. Damit einher geht auch oft eine stärkere Automatisierung. Aber hierbei muss man klar zwischen den großen Distributionszentren in fast allen Branchen und Outsourcing- Projekten mit starker Ausrichtung auf die Organisation unterscheiden.“ Zudem gibt es seiner Erfahrung nach beim Automatisierungsgrad auch klare Unterschiede zwischen den europäischen Ländern im Osten und dem Westen. Denn in den östlichen Gebieten spielen die Themen Organisation und die Basisinvestitionen in der Logistikkette – also Lagertechnik und Software – noch eine weitaus größere Rolle, Automatisierungsbestrebungen seien hier eher noch sehr  verhalten. Ein vollkommen anderes Bild zeichnete er von anderen Ländern: „In Westeuropa und den Vereinigten Staaten dreht sich fast alles um immer dynamischere Lager.“ Aber auch hier gäbe es eine Ausnahme zu beachten. Bei den eher kurzfristigen Third-Party-Projekten herrschten wiederum nämlich Organisationsfragen und die Flexibilität einer Kommissioniertechnik.

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Dem konnte sein Kollege Manfred Preiß, Leiter Vertrieb bei SSI Schäfer Peem, nur zustimmen, allerdings ergänzte er: „Gerade in Bereich Internethandel haben wir festgestellt, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Warenretournierung und Lieferzeit gibt. Liefern Sie schnell aus, so sinkt die Retourenrate signifikant, bei längeren Lieferzeiten steigt sie jedoch deutlich an. Der Kunde scheint seine Bestellung nach einer längeren Lieferzeit offensichtlich „vergessen“ zu haben und schickt die Waren zurück.“ Bei CDs sei dieser Effekt seiner Erfahrung nach sehr ausgeprägt, denn bei längeren Lieferzeiten kämen etwa 30 % der Sendungen wieder zurück, während sich die Quoten bei schneller Lieferung eher bei 15 % einpendelten. Darüber hinaus hätte sich die Art des Pickens verändert. Früher hatte man weniger und größere Aufträge, während heute eher kleinere Mengen und mehr Einzelaufträge abzuarbeiten sind. Daher konnte man früher öfter zweistufig Picken, heute hingegen geht der Trend eindeutig zu einstufiger Kommissionierung und Ware- zum-Mann-Systemen.

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Art der Waren ausschlaggebend Rudolf Hausladen, Vice President Sales und Marketing bei Swisslog, sah alle diese Trends ebenso, doch gab er zu bedenken: „Auch bei der eigentlichen Warenlieferung hat sich doch so einiges verändert. Außerdem muss man immer die Art der Waren im Auge behalten: „Bei einfachen Waren, wie beispielsweise Büchern sieht der gesamte Prozess sicher anders aus, als bei elektronischen Geräten. Die gesamte Supply- Chain vom Distributionszentrum zum Kunden ist nämlich ein überaus wichtiges Element.“ Zwar sei es einfach, die Waren innerhalb von zwei Tagen beim Kunden abzuliefern, doch wenn der Fahrer vor verschlossener Tür steht, dann muss er seine Lieferung wieder mitnehmen. Auch der gesamten Reverselogistik müsse man seiner Erfahrung nach heute wesentlich mehr Beachtung angedeihen lassen: „Unsere Kunden müssen heute eine steigende Anzahl von Rücksendungen schneller und sicherer wieder in den normalen Materialfluss zurückführen.“

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Dass man hier aber auch immer die Art der Güter berücksichtigen müsse, warf Helmut Prieschenk, Geschäftsführer der Witron Logistik und Informatik GmbH, ein: „Wenn Sie Frischwaren betrachten, dann spielen die Lieferzeiten sicherlich eine extreme Rolle. Anders sieht es zum Beispiel beim Distributionszentrum aus, dass wir für Schlecker realisiert haben. Da geht es nicht um Frischeprodukte wie Salat. Hier kann man stärker auf die eigentliche Logistik eingehen. Aber auch wir sehen den Trend, dass der Kommissioniervorgang nicht mehr isoliert betrachtet wird. Es kommt heute nicht mehr darauf an, 1000 oder 1200 Picks zu schaffen, vielmehr muss man heute stärker aus der Sicht des Kunden danach streben, den gesamten Prozess effektiver zu gestalten. Heute geht es darum, den Kommissioniervorgang so zu gestalten, dass Transportkosten gespart werden.“ Zwar sähe er auch ein deutliches Ansteigen des Internethandels, aber man müsse seiner Meinung nach auch sehen, dass immer noch ein Großteil des Verkaufs in Läden stattfinde. „Die Frage lautet doch immer, wie man in den Distributionszentren einen guten Job machen könne, um in der gesamten Supply- Chain die Kosten zu drücken“, fasste er zusammen.

Sein Kollege Preiß konnte dies nur unterstreichen und wies auf die Bedeutung dieses Umstands gerade im B2B-Bereich hin: „Gerade in Business to Business wollen die Kunden die einzelnen Waren fein säuberlich sortiert angeliefert bekommen. Dies stellt ungeheuere Anforderungen an die Kommissioniertechnik.“

In dieselbe Kerbe stieß auch Gerald Hofer und ergänzte: „Heute steht doch der Endkunde in der gesamten Supply- Chain immer stärker im Fokus. Da spielt dann sicherlich auch die Anlieferungsseite im Lager schon eine Rolle. Auch die Minimierung der Durchlaufzeiten im Lager wird immer wichtiger. Da funktionieren Standardlösungen nur noch bedingt, es wird zunehmend spezialisierte Branchenlösungen geben.“ Seiner Meinung nach müsse man auch der Frachtraumoptimierung deutlich mehr Aufmerksamkeit schenken. „Da geht es um Themen wie Tourenplanung oder auch die Minimierung von Lkw-Standzeiten. Je besser Sie verpacken und palettieren, umso besser tragen Sie diesen Umständen Rechnung.“ Die Stichworte lauten seiner Meinung nach exakte Volumenberechnung und die Frachtverplanung. Diesen Aspekten müsse die eigentliche Kommissionierung immer stärker unterordnen. „Früher konnten Sie einfach darauf los kommissionieren, irgendwie wird es schon in den Laster passen. Heutzutage geht die sicherlich nicht mehr.“ Seiner Meinung bedeutet dies für die Kommissioniertechnik, dass Ware zum Mann, der Einsatz von Automaten im Hochregallager, wie Wegeoptimierung, der Einsatz der Pick-by-Voice-Technik und von mobilen Terminals immer wichtiger werde.

Auch Manfred Preiß stellt die Anforderungen seiner Kunden in den Mittelpunkt: „Welche Technik eingesetzt wird, bestimmen doch immer die Bedürfnisse des einzelnen Kunden. Da nimmt die Spezialisierung immer stärker zu.“ Als Beispiel führte er ein Projekt, dass Schäfer für die schweizer Migros realisiert hat: „Hier setzen wir im Frischebereich – also Fisch und Gemüse – Multipick-Systeme ein, um dem Kunden einen schnellen Durchlauf zu gewährleisten und auch die in diesem Bereich zwingende Zeit für Reinigungsaufgaben zu ermöglichen.“ Der Wille der Kunden automatisierte Systeme zu betreiben sei seiner Erfahrung immer durch die Ansprüche getrieben: „Hat ein Hersteller eine eigene Auslieferung, so kennt er seine Produkte sehr genau und er kann auch den benötigten Durchsatz genau vorhersehen. In der Folge automatisiert diese Klientel dann auch gerne und man findet hier produktspezifische Kommissionierautomaten.“ Anders sehe es aus, wenn Firmen ihre Auslieferung auslagern. „Hier brauchen Sie flexible Systeme, die oft behälterorientiert arbeiten.“ Allerdings gebe es beim Automatisierungswillen auch geografische Unterschiede, denn er könne beispielsweise in Spanien eine wesentlich höhere Bereitschaft feststellen automatisierte Systeme einzusetzen.

Für Helmut Prieschenk ist aber auch eine optimierte Lkw-Auslastung ein nicht zu vernachlässigendes Thema: „Gerade in Deutschland und den Vereinigten Staaten wird die Frachtraumauslastung der Fahrzeuge immer wichtiger. Hier wird inzwischen ein hohes Maß an Kreativität gefordert, etwa die Unterteilung des Frachtraums in zwei Ebenen.“ Auch das Thema Ladehilfsmittel verspricht seiner Meinung nach in naher Zukunft recht spannend zu werden und er prophezeit: „Das Ladehilfsmittel der Zukunft wird nämlich mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr die Palette sein!“  Allerdings dürfe man es beim Bestreben nach maximaler Frachtraumauslastung nicht übertreiben. Es könne dabei leicht passieren, dass das maximale Höchstgewicht der Fahrzeuge überschritten würde. Trotzdem sei für seine Firma das Thema Laderaumausnutzung so wichtig, dass man ein Softwarepaket anbietet, mit dem sich automatisiert Ladungen für Paletten zusammenstellen lassen: „Dieses System arbeitet in den meisten Fällen optimaler, als es ein manueller Picker tun könnte. Wir erreichen hiermit im Durchschnitt eine um 10 % höhere Packdichte. Bei größeren Fuhrparks lässt sich so viel Geld sparen und obendrein einiges für die Umwelt tun.“ Doch auch seiner Meinung nach spiele bei der Frage Automatisierung oder nicht immer der zu erzielende Return of Invest die entscheidende Rolle.

Pick-Rekorde Zum Glück sei die überbordende Sucht nach Pick-Rekorden vorbei, meinte Hofer: „Natürlich kann ich bei genau definierten Umständen immer Pick-Rekorde mutwillig herbei führen, doch sagt die Anzahl der maximal möglichen Picks in der Praxis recht wenig aus.“

Dem stimmte auch Prieschenk zu und führte weiter aus: „Betrachten wir doch die Realität. Wenn Sie wahnsinnig schnell kommissionieren, so haben wir doch sicher alle schon erlebt, dass die Palette abschließend zwei Stunden in Warenausgang steht. Was Sie also vorne gewonnen haben verlieren Sie häufig hinten wieder.“ Seiner Meinung nach muss auch bei der Pickgeschwindigkeit immer der wirkliche Kundennutzen im Vordergrund stehen: „Pick-Rekorde haben keine Aussagekraft, vielmehr muss die gesamte logistische Kette stimmig sein.“ Aber auch bei Berücksichtigung dieser Erkenntnisse sieht er ein deutliches Ansteigen der Mechanisierung: „Ein Grund zu mechanisieren ist sicherlich die hohe Verfügbarkeit eines Automaten“, so Prischenk. Aber viel wichtiger sei im der folgende Aspekt: „Ein Kommissionierer in einen Distributionszentrum bei Rewe, Tengelmann und Co. bewegt pro Schicht bis zu 5 t Waren. Wenn also die heute geborene i-Pod-Generation ins Erwerbsleben eintritt – das heißt etwa 2037 – dann werden Sie nur noch recht wenig Menschen finden, die diese 5 t noch bewältigen wollen und können!“ Allerdings werde es seiner Meinung nach immer Bereiche geben, wo Kommissionieren ohne Menschen und Ihre Fähigkeiten nicht geht.

Rudolf Hausladen hielt dieser Argumentation jedoch die immer größere Warenvielfalt, die Individualisierung auf Endkundenwünsche und den stärkeren Warenportfoliowechsel entgegen: „Wenn ein Kunde unter diesen Aspekten prüft, ob er auf Automatisierung oder die manuelle Abwicklung setzt, so wird er sehr genau rechnen. Er wird den hohen Invest in eine automatisierte Lösung und auch die erreichbare Flexibilität dieser Lösungen genau betrachten. Erst wenn sich hier klare wirtschaftliche Vorteile ergeben und obendrein seine Flexibilität nicht allzu sehr eingeschränkt ist, wird der zur Automatisierung greifen.“

Diese Argumente ließ jedoch Prieschenk nicht gelten: „Flexibilität und Automatisierung schließen sich doch nicht aus! Man muss nur genügend Gehirnschmalz investieren und dann ist auch die Flexibilität vorhanden.“ Auch die Argumentation über die projektierte Lebensdauer eines Distributionszentrums und die höheren Investitionen bei Automatisierung hält seiner Meinung einer genauen Prüfung oft nicht stand: „Wenn der Kunde mit Automatisierung innerhalb dieser Lebensspanne genug Geld gegenüber einer manuellen Lösung gespart hat, so wird er sicher zur Automation greifen!“

Für seinen Kollegen Preiß war jedoch ein anderer Aspekt wichtiger: „Ich denke, wir müssen uns davon verabschieden, nur die Bedürfnisse unserer Kunden zu sehen. Diese verlangen von uns immer stärker, dass wir auch die Bedürfnisse ihrer Kunden im Auge haben. Außerdem nimmt der Druck durch gesetzliche Bestimmungen und beim Arbeitsschutz immer mehr zu!“ Als Beispiel hierfür nannte er die Pharmaindustrie: „Hier müssen wir mit der äußerst intensiven Chargen-Verfolgung umgehen. Die muss nämlich heute schon bis zum Endkunden funktionieren. Daher müssen wir unseren Kunden mit intelligenten Lösungen helfen diese Bestimmungen auch mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand einzuhalten. Hier liegt noch eine Menge Arbeit vor uns, bis dies sicher – vielleicht sogar mit RFID – funktioniert.“

Fokus Ergonomie Gerade die zukünftigen EU-Vorschriften bezüglich des Arbeitsschutzes stellten nach Meinung von Gerald Hofer alle Hersteller vor neue Herausforderungen: „Wir werden auch bei manuellen Kommissioniervorgängen nicht um die Einführung mechanischer Hilfsmittel herumkommen.“

Dem hielt aber Prieschenk entgegen, dass dies doch schon heute der Fall sei. Er berichtete von einen Edeka-Distributionszentrum, in dem 100 Staplerfahrer im Frischebereich mit der Pick-by-Voice- Technik kommissionieren: „Dies trägt solchen Vorschriften doch schon heute Rechnung. Ergonomie wird immer wichtiger! Schon heute nehmen Kommissionierer oft einen Behälter zwar noch in die Hand, brauchen ihn aber nicht  mehr hochzuheben. Wir bringen doch heute schon den Mann so an die Ware heran, dass er sie nur noch zu schieben braucht.“

Preiß sah diese Entwicklung nicht nur in Europa und berichtete von einem Projekt in den USA, bei dem sein Unternehmen mit einem Kunden lange an einem Kommissionier-Arbeitsplatz getüftelt hat, bis auch behinderte Menschen die anstehenden Arbeiten sicher und fehlerlos leisten konnten. Dabei seinen die Kosten für pro entstandenem Arbeitsplatz gar nicht höher gelegen als üblich: „Ich denke wir müssen Ergonomie nicht immer mit höheren Kosten verbinden. Übrigens ist der Optiker Fielmann mit diesem Grundgedanken groß geworden. Er hat sich die Frage gestellt, warum preiswerte Brillen denn hässlich sein müssen. Man muss nur ein bisschen mehr nachdenken, um ergonomische und auch ansehnliche Lösungen zu bekommen. Die Materialkosten sind schließlich fast immer die gleichen.“ Außerdem war er überzeugt, dass sich ergonomische Kommissionierarbeitsplätze auch positiv auf Leistung und Fehlervermeidung auswirken. Allerdings muss man immer die genauen Umstände in die Überlegungen mit einbeziehen. So könne man durch die Pick-by-Light-Technik die Fehlerhäufigkeit spürbar senken. Doch stoße diese Technik bei vielen Teilen schnell an Ihre Grenzen und hier hätte dann Pickby- Voice deutliche Vorteile.

Dies sah im Prinzip auch sein Kollege Prieschenk, gab jedoch zu bedenken: „Leider haben wir alle lernen müssen, dass sich unsere Hoffnungen bei Pickby- Voice bezüglich der Pickqualität leider nicht erfüllt haben.“

Optimale Ergebnisse lassen sich nach Hofers Meinung aber oft durch Kombinationslösungen erzielen.

Dass neue Techniken im ersten Anlauf nicht immer das erfüllen, was sie versprechen, sah Rudolf Hausladen auch bei RFID bestätigt: „RFID kann seine Stärken eigentlich nur dann richtig ausspielen, wenn es in der gesamten Supply-Chain durchgängig eingesetzt wird. Ansonsten ist es nur ein besserer Barcode-Ersatz!“ Ganz so dramatisch wollte es Preiß nicht formuliert wissen: „Es gibt einige Anwendungen, wo RFID heute schon seine Stärken ausspielen kann, zum Beispiel in der Chargen-Verfolgung. Auch bei automatisierten Systemen bietet diese Technik Vorteile. So kann eine Ware der Steuerungstechnik sagen, welchen Weg es an einem Kreuzungspunkt nehmen muss.“ Auch in speziellen Anwendungsgebieten kann RFID seiner Meinung nach durchaus Vorteile bieten und er führte als Beispiel die Firma Zeiss ins Spiel, die auf den Tags Informationen hinterlegt, die einer Bearbeitungsmaschine sagen, was sie wie an diesem Teil zu bearbeiten hat. Allerdings musste er auch einräumen, dass RFID es schwer haben wird sich in der nächsten Zukunft auf breiter Front durchzusetzen: „Der Joghurtbecher mit Tag wird sicherlich auch in den nächsten 10 Jahren noch nicht Realität sein.“

Trotz aller Gegenargumente glaubt jedoch Gerald Hofer, dass sich RFID immer stärker gegenüber dem Barcode durchsetzen wird. Allerdings müssen seiner Meinung nach von der politischen Seite noch einige Stolpersteine aus dem Weg geräumt werden: „Hier sind noch einig Fragen bezüglich Ethik und Überwachungsproblematik zu lösen.“

Knapp Systemintegration GmbH, Email: info@knapp-systems.com, www.knapp-systems.com SSI Schäfer Peem GmbH, Email: info@ssi-schaefer-peem.com, www.ssi-schaefer.de Swisslog AG, Email: info@swisslog.com, www.swisslog.com Witron logistik + Informatik GmbH, Email: info@witron.de, www.witron.de

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