Handrückenscanner im Einsatz

Martin Schrüfer,

Präziser zuordnen

Die Auftragssteuerung stellte den Familienbetrieb Reichwald + Co vor eine Herausforderung: Eine falsche Zuordnung der meist schwergewichtigen Bauteile konnte schnell einen Zeitfaktor darstellen. Teil der Lösung für zuverlässigere Prozesse: der Handrückenscanner Nimmsta Pro.

© Nimmsta

Jeder zusätzliche Kranhub kostet unnötig Zeit und somit Geld. Bisher wurde mit Kommissionsscheinen in Papierform gearbeitet. Dies war sehr umständlich und problembehaftet. Das Wiederauffinden von Bauteilen dauerte sehr lange, eine Platzänderung von zu bearbeitenden Kundenkommissionen war unmöglich. Aus diesen Gründen entstand der Wunsch, die Prozesse zu optimieren. Dynamische Informationen sollten verfügbar gemacht werden, ebenso die Transparenz und Nachvollziehbarkeit von einzelnen Arbeitsschritten. Um die Arbeitsschritte zu erleichtern und parallel die Prozesse zu optimieren, war die Firma Reichwald + Co auf der Suche nach einer neuen Lösung. Die Entscheidung fiel dabei auf den Nimmsta Handrückenscanner. Vor allem die Freiheit, diverse Arbeitsprozesse selbst anzupassen, die Flexibilität des Systems und die Robustheit überzeugten das Familienunternehmen.

Die Lösung

Das System wird zum Kommissionieren von Kundenaufträgen, Verdichten von Kundenaufträgen und für das „Zu Sortieren“ von Bauteilen zu bestehenden Kundenaufträgen verwendet. Zukünftig sollen auch Inventurarbeiten und auch eine Permanentinventur über das System umgesetzt werden. Mit zwölf Nimmsta Handrückenscannern wurde die gesamte Kommission auf paperless umgestellt.

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Einfache Integrierbarkeit

Reichwald + Co nutzt Nimmsta Pro. Das bedeutet, der Scanner ist bidirektional an das Warenwirtschaftssystem angebunden und erlaubt eine freie Konfiguration des Touchdisplays. So erscheinen auf dem Display Informationen zum nächsten Auftrag wie zum Beispiel Artikelstandort, Anzahl, Gewicht, Masse des Bauteils, Liefertermin, Kundenname. Zudem können Eingaben über das Touchdisplay gemacht werden. Das Display, die Art der Informationen und die Eingabemöglichkeiten können individuell gestaltet werden. Mitarbeiter können so interaktiv durch den Arbeitsprozess geführt werden.

Neben der einfachen Integrierbarkeit und den Vorteilen auf der Softwareseite bietet der Scanner laut Unternehmensangaben auch verschiedene positive Aspekte in der Hardware. Vorteil des kleinen Handrückenscanners ist, dass er nur 45 g wiegt. Beim Tragen fällt dieser auf dem Handrücken kaum auf. Die Mitarbeiter haben die Hände frei, um die schweren Stahlbauteile zu kommissionieren. Dies erhöht auch erheblich die Arbeitssicherheit. Der integrierte Hochleistungsscanner erfasst bis zu vier Meter entfernte Barcodes. Barcodes auf Bauteilen, die zum Beispiel am Förderband weiter entfernt sind, können somit problemlos abgescannt werden. Der Scanner schafft 6.000 Scanzyklen und bis zu vier Scans pro Sekunde. Durch die hohe Akkulaufzeit können die Mitarbeiter den Scanner während der ganzen Schicht mit acht Stunden nutzen. Nimmsta bietet ein modulares Baukastensystem aus Stulpen für Links- und Rechtshänder (S/M/L), Trigger Pads mit Auslöser (rechts/links) und Hochleistungsscanner.

Laut Unternehmen wurde eine Zeitersparnis von 50 Prozent beim Suchvorgang erzielt. Geschäftsführer Falko Reichwald schätzt, dass jährlich ein hoher fünfstelliger Betrag eingespart wird durch die Umrüstung auf die Nimmsta Handrückenscanner.

Der Beitrag erschien in materialfluss 10/21.

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