Etiketten

In fünf Minuten durch das Lager

Der Schuhhändler Ludwig Görtz lässt seine Kunden nicht lange auf ihre Wünsche warten: Passende Paare werden innerhalb von 24 Stunden an eine von 160 Filialen oder direkt zum Kunden geliefert. Damit das fehlerfrei funktioniert und keine Fersen zu Schaden kommen müssen, verfügt das Schuhhaus über eine vollautomatische Logistik. Wichtiger Bestandteil dieses Systems sind die Etikettendruckspender der Bluhm Systeme GmbH.

Foto: Görtz
Foto: Görtz

Da jeder Görtz-Filiale im Vorfeld ein gewisser Warenbestand zugeordnet wurde, läuft die Warenwirtschaft automatisch. Über sechs Millionen Schuhpaare verschickt das Schuhhaus pro Jahr von seinem Lager in Hamburg Norderstedt aus. Würden die Görtz-Mitarbeiter vor Ort rund um die Uhr arbeiten, müssten sie umgerechnet mehr als zehn Schuhpaare pro Minute konfektionieren und versenden. „Zum Glück ist das gar nicht notwendig, denn das läuft bei uns vollautomatisch“, erklärt Dennis Schumacher, Leiter der Logistik der Ludwig Görtz GmbH. „Manche Artikel treffen am Wareneingang ein, durchlaufen die Scan- und Etikettierstationen und erreichen innerhalb von nur fünf Minuten den Warenausgang – fix und fertig zum Weiterversand!“

Einlagern, erst umpacken oder sofort weiterschicken?

Kartons werden an mehreren Stellen gescannt
Die Kartons werden an mehreren Stellen gescannt und automatisch durch das Lager gelenkt. Fotos: Bluhm Systeme

Damit das funktioniert, schickt das Schuhhaus Görtz seinen Lieferanten bei jeder Bestellung eine individuelle Vorlage für ein Logistiketikett, das prominent auf dem jeweiligen Versandkarton angebracht werden muss. Sobald ein Karton im Görtz-Logistikzentrum eintrifft, wird er gescannt. Sofort weiß das ERP-System, welcher Lieferant hier welche Artikel angeliefert hat. Die EDV ermittelt innerhalb von Sekundenbruchteilen, ob die Artikel eingelagert, umgepackt oder sofort weitergeschickt werden sollen. Diese Informationen werden in einem Barcode verschlüsselt und an einen Etikettendruckspender vom Typ Legi-Air 4050 geschickt. Der Druckspender druckt ein Etikett mit dem jeweiligen Barcode aus und etikettiert damit den vorbeifahrenden Karton. Alle so gekennzeichneten Kartons werden an mehreren Stellen gescannt und automatisch durch das Lager gelenkt. Verpackungseinheiten, die sofort weiterverschickt werden können, erreichen daher innerhalb von wenigen Minuten den Warenausgang. Hier werden sie von einem zweiten Etikettendruckspender erwartet, der sie mit dem korrekten Versandetikett versieht.

Anzeige
intra_logistic_kastenbild

Intra meint: Paradiesisch

Als die Grafikerin diese Doppelseite fertigstellte, war mein Interesse geweckt, fachlich natürlich. Schließlich spielen die Etiketten auf einem Produkt eine zentrale Rolle und Bluhm Systeme hat mit dem Legi-Air 4050 eine tolle Lösung entwickelt. Dass diese dazu beitragen wird, dass eines meiner bevorzugten Jagdgebiete für Schuhe noch schneller auf meine Wünsche (immer streng nach dem Motto: „Woher soll ich wissen, was ich will, wenn ich noch gar nicht weiß, was es alles gibt?“) eingehen kann, ist nichts als ein Nebenefekt. Glauben Sie mir!

Legi-Air 4050 Etikettendruckspender sind modular aufgebaut und können sich daher den jeweiligen Produktionsumgebungen anpassen. Bei Görtz wurden sie zum Beispiel in einer liegenden Position montiert, um die Kartons seitlich zu etikettieren. Der Applikator – die eigentliche Spendeeinheit – wurde mit einem Ausfahrhub von 250 Millimetern versehen. Er bringt die Etiketten im sogenannten TampBlow-Verfahren berührungslos auf die Kartons auf. Da Ausfahrhübe bis zu 1.140 Millimeter lang sein können, überwinden sie sogar breiteste Förderstrecken.

Etikettieren „ohne Grenzen“

Etikettendruckspender
Um die Kartons seitlich zu etikettieren, wurden die Etikettendruckspender in einer liegenden Position montiert.

Etikettendruckspender vom Typ Legi-Air 4050 passen sich an die verschiedensten Anwendungen an: Sollen Etiketten zum Beispiel sowohl auf der Vorderseite, als auch auf der Rückseite einer Verpackung aufgebracht werden, kommen 90-Grad-Schwenk-Applikatoren zum Einsatz. Sie nehmen die vorgedruckten Etiketten nacheinander auf und bringen sie in einer Rotationsbewegung auf die gewünschten Kartonseiten auf. Andere, sogenannte Twin-Tamp-Schwenkapplikatoren sind wiederum in der Lage, sich vorbeibewegende Produkte auf der Vorderseite und Oberseite zu kennzeichnen, ohne dass diese dafür angehalten werden müssen. Zudem können Etiketten sogar auf die Innenseiten von Rohren oder Rollen aufgespendet oder wahlweise auch in variablen Längenverhältnissen „um die Ecke“ gelegt werden, wenn Informationen beispielsweise von zwei Seiten ausgelesen werden müssen.

Bei Görtz bringen die Etikettendruckspender einseitig einen Barcode und ein Versandetikett auf. „Unser Lager in Hamburg umfasst 400.000 Schuhpaare und beliefert fast 100 Städte in Deutschland und Österreich“, erläutert Dennis Schumacher. Gestartet war diese Erfolgsstory im Jahr 1875, als Johann Ludwig Görtz mit seiner Frau Catharina Christiana in Hamburg Barmbeck den ersten „Qualitäts-Schuhmarkt“ auf 14 Quadratmeter eröffnete. Seitdem haben Schuhe ihr Leben verändert. Genau wie bei Cinderella!

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

TEAM

Effizienter Warenfluss für Feinkostprodukte

Zukünftig wird die Fertigwarenlogistik des Feinkostherstellers Heinrich Kühlmann in einem neuen Logistikzentrum abgewickelt. Dort werden die Prozesse durch das Warehouse Management System (WMS) ProStore von TEAM gesteuert.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem materialfluss NEWSLETTER

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite