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Anita Würmser
Foto: materialfluss

Vor einigen Jahren habe ich die Chefredakteure zahlreicher Fachmedien nach dem Alleinstellungsmerkmal gefragt. Warum ausgerechnet ihr Blatt unverzichtbar sein sollte? Erwartet habe ich Antworten wie „wir sind die Schnellsten“, „stehen für Vollständigkeit“, „führen die Interviews, die andere nicht bekommen“oder „sind die Spezialisten für XYZ“. Die Antwort lautete dagegen bei fast allen „journalistische Qualität“, was mich zunächst erstaunt, und dann sogar erschreckt hat. Ich habe in den vergangenen 30 Jahren noch keinen Logistiker getroffen, der aus diesem Grund ein Magazin gelesen hätte. Selbst wenn, läge Qualität letztlich im Auge des Betrachters und nicht in dem der Redaktion. Journalistische Qualität ist vielmehr Handwerk, und damit ein Hygienefaktor: relevante Themenauswahl, saubere Recherche, pünktliche Erscheinung, Kenntnis der journalistischen Darstellungsformen. Wie nie zuvor suchen Fachmedien in der Logistik nach einem USP. Was also interessiert die Leser am meisten? Die Antwort, die materialfluss darauf gibt, ist ebenso einfach wie erfolgreich. Leser suchen Praxis, Nutzwert und Orientierung, und eine Antwort auf die Frage: Wie machen es die anderen? Best-Practice-Geschichten sind das A und O im Fachjournalismus. Meister darin ist seit jeher materialfluss. Weiter so und alles Gute zum 50-Jährigen.

Anita Würmser, Geschäftsführende Gesellschafterin impact media projects und Geschäftsführende Jury-Vorsitzende Logistics Hall of Fame und IFOY Award

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