Logimat 2026
Innovation in allen Hallen
Wenn sich Ende März die Hallen füllen, wird die Logimat zum zentralen Treffpunkt der Intralogistik. Als größte jährlich stattfindende Intralogistikmesse Europas bietet sie einen vollständigen Marktüberblick – von der Steuerung über autonome Transportsysteme bis hin zu nachhaltigen Verpackungslösungen. Im Mittelpunkt stehen konkrete Antworten auf Kostendruck, Fachkräftemangel und Transformationsbedarf, präsentiert von internationalen Ausstellern in zehn Hallen.
Vom 24. bis 26. März stellen über 1.600 Aussteller aus mehr als 40 Ländern auf der Logimat ihre Innovationen und nachhaltigen Lösungen für die Intralogistik vor. Die Messe belegt mit mehr als 120.000 QuadratmeterAusstellungsfläche zehn Hallen und den Eingangsbereich Ost. Logimat-Messeleiter Michael Ruchty vom Veranstalter Euroexpo Messe- und Kongress betont: "Wer die Intralogistik zukunftsfähig ausrichten oder entsprechend modernisieren will, sollte sich an den drei Messetagen in Stuttgart inspirieren lassen."
KI: die durchgängige Intelligenz für alle Prozesse
In nahezu jedem Ausstellungsbereich zeigen Unternehmen integrierte KI-Anwendungen zur Optimierung innerbetrieblicher Materialflüsse. KI-Systeme analysieren Prozessdaten ganzheitlich, erhöhen Transparenz und schaffen solide Entscheidungsgrundlagen. Dabei geht es nicht nur um Effizienz, sondern auch um Sicherheit und Vertrauen in digitale Strukturen. "Automatisierung und KI sind längst keine Trends mehr, sondern entscheidende Erfolgsfaktoren", betont Messeleiter Michael Ruchty. Besonders wirksam sei KI, wenn sie nicht isoliert, sondern als durchgängige Basis aller Geschäftsprozesse eingesetzt werde. Die Hallen zeigen damit: KI ist Treiber und Integrator zugleich.
Sensoren: die Sinnesorgane in Halle für Halle
Ob Security, AutoID oder autonome Fahrzeuge: Sensorik und Bilderfassung bilden das technologische Rückgrat moderner Intralogistik. Aussteller demonstrieren Lösungen zur Vermessung, Lokalisierung, Inventur und Zustandskontrolle – ergänzt durch KI-gestützte Bildverarbeitung im Dauerbetrieb. Zunehmend im Fokus steht die Sensorfusion, also die intelligente Verknüpfung mehrerer Datenquellen. Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) hebt hervor, dass Genauigkeit, Flexibilität und Sicherheit signifikant steigen. Die Messe zeigt deutlich, dass erst das Zusammenspiel der Sensoren autonome Prozesse stabil skalierbar macht.
Robotik: autonome Mobilität als Publikumsmagnet
FTF, AMR, Shuttles und mobile Serviceroboter prägen das Bild an vielen Ständen. Die Aussteller setzen auf flexible, individuell konfigurierbare Systeme, die sich dynamisch an Materialflüsse anpassen lassen. Im Vergleich zu starrer Fördertechnik bieten autonome Flotten höhere Skalierbarkeit und wirtschaftliche Anpassungsfähigkeit. Vereinzelt geben humanoide Anwendungen bereits einen Ausblick auf kommende Entwicklungsschritte. Die Hallen werden damit zur Bühne für eine neue Generation mobiler, KI-gestützter Intralogistik.
Software: flexible Modelle für unsichere Zeiten
Angesichts steigender Investitions- und Betriebskosten gewinnen Miet-, Leasing- und Pay-per-Use-Modelle an Bedeutung. In mehreren Hallen präsentieren Anbieter kostendämpfende Ein- und Umstiegslösungen – von Flurförderzeugen über Robotik bis hin zu kompletten Systemen. Die Messe zeigt: Automatisierung muss nicht zwingend mit hohen Einstiegshürden verbunden sein. Smarte Finanzierungs- und Servicekonzepte ermöglichen schrittweise Transformation bei kalkulierbarem Risiko.
Verpackung: Nachhaltigkeit wird zum Hallen-Thema
Auch der Verpackungsbereich rückt stärker als in den Jahren zuvor in den Fokus. Neue regulatorische Anforderungen wie die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) beschleunigen den Wandel hin zu recyclingfähigen Monomaterialien, Mehrwegsystemen und alternativen Werkstoffen. Aussteller präsentieren automatisierte Verpackungslinien, intelligente Verpackungen mit integrierter Sensorik und digitale Rückverfolgbarkeit. Effiziente, nachhaltige Verpackung ist kein Nebenschauplatz, sondern integraler Bestandteil moderner Intralogistik – sichtbar in den Hallen der Logimat.












