Aus materialfluss SPEKTRUM 2019

Martin Schrüfer,

Erfolgreicher Release-Wechsel in Spanien

Gemeinsam mit dem Dortmunder Intralogistik-Systemhaus proLogistik hat die international agierende Falk & Ross Group das bestehende Logistikzentrum im spanischen Celrà erfolgreich modernisiert. Zentrale Herausforderung im Rahmen dieses komplexen Projekts war die Migration auf eine aktuelle Version des Lagerverwaltungssystems pL-Store, bei minimaler Beeinflussung des Tagesgeschäfts.

Vom spanischen Celrà aus beliefert die Falk & Ross Group über 30.000 Kunden. © Falk & Ross Group Europe

Mit mehr als 30.000 B2B-Kunden und einem rund 60.000 Artikel umfassenden Sortiment ist die Falk & Ross Group einer der führenden Großhändler von Promotionstextilien wie etwa T-Shirts, Jacken, Taschen, Caps, Schals und Handschuhe sowie Arbeits- und Sportbekleidung. Vertreten sind 50 namhafte Marken, darunter Fruit of the Loom, Russell, Gildan und B&C.

Die Verfügbarkeit der Waren sowie kurze Lieferzeiten sind über Logistik-Infrastrukturen in Deutschland (Sembach), Spanien (Celrà), Großbritannien (Wednes­bury) und Polen (Krakau) sichergestellt. Über diese vier zentralen Distributionsdrehscheiben werden jährlich etwa eine Million Aufträge abgewickelt und in der Regel innerhalb von 24 Stunden zugestellt.

Weiter verbesserte Lieferqualität im Blick
Über das seit 2015 genutzte Logistikzentrum in ­Celrà, Katalonien, beliefert Falk & Ross in erster Linie in Spanien, Frankreich und Italien ansässige Kunden aus dem B2B-Sektor. Der Gebäude­komplex umfasst neben dem Wareneingang und dem Warenausgang mehrere Hallen. Drei sind mit Fachbodenregalen ausgestattet und zwei weitere als Hochregallager mit insgesamt rund 70.000 Stellplätzen ausgeführt. In den Hochregallagern, der sogenannten „Sky-Area“, erfolgt die Kommissionierung mit Unterstützung von Schmalgangstaplern. Komplettiert wird die Anlage durch sogenannte Reserve-Hallen, in den Paletten-Ware vorgehalten wird.

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Mit dem Ziel, die Auftragsabwicklung durchgängig effizienter auszurichten und auch neuen Markterfordernissen ­Rechnung tragen zu können, hat das Unternehmen dort im August 2018 die nicht mehr auf dem aktuellen Stand befindliche, auf CTL-basierende (CTL = Clover Transformation Language) ­Lagerverwaltungslösung pL-Store auf eine neue Version der Software umgestellt.

„Dieses gemeinsam gemeisterte Migra­tionsprojekt ist praktisch ein weiterer Meilenstein im Rahmen unserer langjährigen Partnerschaft mit Falk & Ross“, berichtet Jörg Sänger, Geschäftsführer vom Dortmunder Intralogistik­Systemhaus proLogistik. „Das Lagerverwaltungssystem hat sich bewährt, doch angesichts der gestiegenen Anforderungen in der Versandhandelslogistik war ein Update auf eine neue Java-­gestützte Version des pL-Store erforderlich“

Software als Kernelement einer standortübergreifenden Strategie
Die Umstellung war zudem Teil einer gruppeninternen Strategie, die aktuelle Anwendung, die erstmals 2015 bei dem Tochter­unternehmen BTC Activewear Limited am Standort Wednes­bury eingeführt worden ist, auf die weiteren Standorte in Europa auszurollen. „Eine übergreifend vereinheitlichte Software für die Lagerverwaltung und Materialflusssteuerung verhindert Systembrüche, schafft Transparenz und ermöglicht einen verlässlichen Informationsfluss“, erklärt Tobias Brügmann, Head of Logistic-Systems bei der Falk & Ross Group. „Der besondere Vorteil von pL-Store besteht aber auch darin, dass in der Software bereits im Standard eine Vielzahl relevanter Funktionen für die Versandhandelslogistik enthalten ist.“ Damit spare man auch wertvolle Zeit, denn es müssten nur noch die erforderlichen, unter­nehmensspezifischen LVS-Module integriert werden.

Komplexe Prozesse abbilden und operativ meistern
Im Anschluss an die Auftragsvergabe Anfang 2018 hat das ­Entwicklerteam von proLogistik die Standardsoftware in enger Projektabstimmung mit Falk & Ross innerhalb von knapp fünf Monaten entsprechend angepasst. Zu berücksichtigen war ­neben einem mehrstufig organisierten Wareneingang auf Grundlage ­einer ABC-Klassifizierung und einem gleichfalls mehrstufigen Transportablauf auch das Anforderungsprofil multipler Pick-Prozesse, sowohl in der Sky-Area als auch in den manuell bedienten Fachboden- und Reservelagern sowie im Klärungsbereich. Besondere Berücksichtigung fanden zudem „Schnelldreher“ und das Retouren-Management. Realisiert wurden ferner eine ­optimierte Lkw-Entladung und eine ­bedarfsgerechte Rüstung ­be­ziehungsweise auftragsbezogene Vorbereitung der Kommissionier-Wagen. Darüber hinaus hat proLogistik das LVS auf Mehrsprachigkeit ausgelegt. Infolge lässt sich das System von englisch-, deutsch-, ­spanisch- und polnischsprechenden Mitarbeitern bedienen. Darüber ­hinaus ist heute auch eine systematische Konsolidierung der ­Kundenaufträge möglich.

Die bereits im Einsatz befindliche Hardware erforderte ­keine weiteren Modifikationen, allerdings wurde deren Anzahl aufgestockt. Unterstützt werden die Mitarbeiter durch Barcode-Lesegeräte, über die alle für die Auftragsabwicklung bedeut­samen Daten in Echtzeit mobil erfasst werden können. Die ­Erfassung am Ort des Geschehens erhöht die Flexibilität und ein nachträglicher Bestandsabgleich ist nicht erforderlich. ­Ergänzend werden Geräte der Baureihe „pro-V-pad Classic“ von proLogistik genutzt. Hierbei handelt es sich um Bord­computer, die für den Einsatz im rauen Industrie- und Logistik­alltag konzipiert worden sind. Die Terminals sind ebenfalls ­flexibel einsetzbar und verfügen über ein gegen Schläge resisten­tes Kunststoffgehäuse sowie eine gehärtete und verschleißfreie, kapazitive Touch-Oberfläche. Hinzu kommt, dass das pro-V-pad über Verbundsicherheitsglas verfügt.

Meilenstein im Rahmen langjähriger Zusammenarbeit
„Die Ablösung des über die Jahre stets erweiterten und daher komplexen Altsystems bietet vielfältige Vorteile sowohl auf operativer als auch strategischer Ebene“, unterstreicht Tobias Brügmann. „Die Auftragsabwicklung konnte nochmals ­beschleunigt und in puncto Lieferqualität weiter verbessert werden, sodass die Waren wie gewünscht noch schneller zum Empfänger gelangen. Damit bedienen wir die Forderung immer anspruchsvollerer Kunden auch auf dem B2B-Sektor.“ Für 2019/2020 ist ein ­weiterer Rollout des pL-Store-LVS von ­proLogistik am Hauptsitz von Falk & Ross im rheinland-­pfälzischen Sembach geplant.

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