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Artikel und Hintergründe zum Thema

Software

Cooles WMS für Eisbär und mehr

Ohne hochleistungsfähige Warehouse-Management-Software wäre jedes noch so hoch automatisierte Logistikzentrum zum Stillstand verurteilt. Die umfangreichen Programme verwalten Artikel und Bestände, organisieren Ein- und Auslagerungen und die Kommissionierung und steuern jeden Auftrag bis zum Versand. Ein Blick auf neueste WMS-Versionen und aktuelle Anwendungen zeigt, welch hohe Dynamik in den Modulen und Datenströmen steckt.

Foto: fotolia – barbamauro
Foto: fotolia – barbamauro

Nicht nur in den Sommermonaten, wenn die kühlen Spezialitäten besonders heiß begehrt sind, benötigt das Traditionsunternehmen Eisbär Eis eine perfekte Intralogistik. Gilt es doch, die in der Hochsaison täglich im Drei-Schicht-Betrieb produzierten mehr als drei Millionen Portionen Eis möglichst optimal und tourengerecht zum Versand zu bringen.

Eisbär Eis setzt daher seit vielen Jahren auf das Warehouse-Management-System „ProStore“ des Spezialisten Team, das seit den Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen des Eis-Produzenten in der neuesten Version 10.0 eingesetzt wird und umfangreiche Aufgaben übernimmt. So steuert es das auf nunmehr 14.000 Palettenplätze erweiterte Tiefkühlhochregallager, das Versandpufferlager und das staplerunterstützte Verschieberegallager sowie die gesamte Lagerverwaltung einschließlich der Versandabwicklung der Fertigware. Dazu gehört die Kommunikation mit dem ERP-System und den unterlagerten Steuerungen der automatischen Fördertechnik sowie der Regalbediengeräte.

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„Die in der Software ProStore integrierte Tourenplanung gestaltet den Versand noch gezielter und effizienter“

Andreas Starck, Werksleiter bei ­Eisbär Eis ist zufrieden mit den Neuerungen des Release 10.0 der Software von Team.

Der Nachschub geht nie aus

WMS ProStore von Team
Das WMS ProStore von Team übernimmt bei Eisbär Eis sämtliche Aufgaben der Lagerverwaltung und Materialfluss-Steuerung. Foto: Team

Beim Palettieren regelt ProStore die Nachschubsteuerung für Leerpaletten über den integrierten Materialflussrechner und stellt bei Anforderung aus der Produktion entweder Leerpaletten aus dem Fördertechnik-Kreisel des Tiefkühlhochregallagers oder der Produktion selbst zur Verfügung. Ebenso können Restpaletten, die automatisch im Tiefkühl-HRL eingelagert werden, über die Fördertechnik für ein Aufpacken von weiterer Ware wie der Produktion oder dem Palettieren zugeführt werden. Der Materialfluss des Verschieberegallagers mit 3.000 zusätzlichen Stellplätzen wird ebenfalls von ProStore gesteuert.

System stellt Touren zusammen

Das in die Fördertechnik zwischen dem Hochregallager und dem Versand integrierte tiefgekühlte Versandpufferlager dient der Tourenbereitstellung. Das über eine Schnittstelle an das ERP-System angebundene ProStore stellt die Touren nach Übernahme der Versandaufträge aus dem System selbständig zusammen. „Die in der Software integrierte Tourenplanung gestaltet den Versand noch gezielter und effizienter“, wie Werksleiter Andreas Starck betont.

Frank Bennemann
„Klinkware wurde komplett neu entwickelt und basiert auf modernster Technologie und Softwarearchitektur.“

Frank Bennemann Geschäftsführer AK Warehouse Solutions GmbH, preist die Vorzüge der neuen Generation des WMS von Klinkhammer.

Andreas Starck ist mit der Projektumsetzung durch die Team GmbH und der nun eingesetzten Version 10.0 von ProStore sehr zufrieden: „Bereits vor der Erweiterung unserer Produktions- und Lagerkapazitäten haben wir mit ProStore gute Erfahrungen gemacht. Mit dem neuesten Release können wir die umgesetzten Neuerungen wie beispielsweise eine verbesserte Dialoggestaltung in Bezug auf Personalisierbarkeit, kontextorientiere Funktionalitäten und benutzerspezifische Konfigurationen von Aufgaben in vollem Umfang nutzen. Mit der Unterstützung der Team GmbH haben wir die Produktion, die Lagerung und den Versand zukunftsfähig optimiert“.

Mehr als 2.500 Funktionen für die Intralogistik

Getränkegroßhandels Kempf
Im Umschlagslager des Getränkegroßhandels Kempf sorgt Wamas für komplexe Warenflüsse mit unterschiedlichen Kommissionierstrategien. Foto: SSI Schäfer

Die viastore Software GmbH hat ihrem etablierten Warehouse Management-System (WMS) viadat ein umfangreiches Upgrade verpasst. viadat 9.0 bietet ein neues, einfach konfigurierbares und intuitiv bedienbares User Interface, ist unabhängig von Datenbanken und Betriebssystemen und mit seiner Skalierbarkeit und Mandantenfähigkeit auch ideal für E-Commerce- Unternehmen und LogistikDienstleister geeignet.

In viadat 9.0 stehen mehr als 2.500 Funktionen für die manuelle oder automatische Lagerung, die Kommissionierung und Distribution standardmäßig in 16 Sprachen bereit. Damit lässt sich das WMS auch über Standort- und Landesgrenzen hinweg einsetzen und ermöglicht unternehmensweit einheitliche, schlanke Intralogistik-Prozesse.

 viadat 9.0
In viadat 9.0 stehen mehr als 2.500 Funktionen für die manuelle oder automatische Lagerung, Kommissionierung und Distribution standardmäßig in 16 Sprachen bereit. Foto: viastore Software

Wie viastore meldet, kann das WMS an alle ERP-Systeme angebunden werden und ist „über einen komfortablen Konfigurations-Wizard schnell implementiert und lässt sich individuell anpassen“.

Per Mausklick einen neuen Stapler anlegen oder ein FTS integrieren

So kann der Anwender per Klick zum Beispiel neue Stapler- oder Kommisionierarbeitsplätze anlegen, zusätzliche Lagerzonen hinzufügen und weitere Lagertechnik-Komponenten wie Shuttle-Systeme oder fahrerlose Transportsysteme integrieren. Damit sind Betreiber auch auf künftige Veränderungen und Erweiterungen ihrer Intralogistik bestens vorbereitet.

Das selbsterklärende User Interface sorgt für eine einfache Bedienung. Kommissionierer können dadurch intuitiv und ohne große Einarbeitungszeit an unterschiedlichen Einsatzbereichen im Distributionszentrum arbeiten. Logistik-Verantwortliche können sich Informationen und Kennzahlen in einem individuellen Dashboard zusammenstellen und so ihre Aufgaben und Ressourcen besser planen. Alle relevanten Daten sind übersichtlich dargestellt und jederzeit verfügbar, auf dem Desktop, Laptop, Tablet oder Smartphone. Nicht benötigte Funktionen und Informationen werden ausgeblendet, lassen sich aber je nach Bedarf schnell wieder zuschalten.

Franz Bauer-Kieslinger
„Wir verpflichten uns mit technologischen Spitzenleistungen und weltweiter Präsenz, unseren Kunden als der attraktivste Softwarepartner in der Intralogistik zur Seite zu stehen und auf höchster Qualitätsstufe zu agieren.“

Franz Bauer-Kieslinger CEO SSI Schäfer IT Solution GmbH, verkündet die ehrgeizige Vision, an der sich sein Unternehmen orientiert.

WMS „verwandelt“ Auftragsdaten in Kommissionierstrategien

Zur LogiMAT meldete SSI Schäfer zwei aktuelle Einsätze ihres umfassenden Warehouse-Management-Systems Wamas. Im neuen Tiefkühl-Hochregallager der Hochreiter Fleischwaren GmbH ist es als Lagerverwaltungsystem und Materialflussrechner im Einsatz, und zur Visualisierung dient Wamas Lighthouse.

Zudem hat SSI Schäfer für die Edeka Südwest-Tochter A. Kempf Getränkegroßhandel GmbH eines der modernsten und größten Getränkeumschlagslager realisiert, in dem täglich bis zu 160.000 Getränkekisten mit Voll- und Leergut umgeschlagen werden. Basierend auf und gesteuert von der Logistiksoftware konnten dabei komplexe Warenflüsse mit unterschiedlichen Kommissionierstrategien realisiert werden, welche die Software mit den von den Märkten und Einzelhändlern übermittelten Auftragsdaten anstößt. Wamas generiert die Pickaufträge wege- und auftragsoptimiert und übermittelt sie über WLAN an die Displays der Kommissionierfahrzeuge. Auch bei der Prozesssteuerung der zweistufigen, dispositions- und filialgerechten Sequenzierung der Paletten zu Versandtouren berücksichtigt die SSI Schäfer Software spezifische Ver- und Entladeschemata.

Mit dem Wischfinger navigieren

Entscheidungs- und Optimierungssoftware „Qualicision“
Die Entscheidungs- und Optimierungssoftware „Qualicision“ ist Bestandteil von PSIwms 4.0 und überwacht unter anderem die Kennzahlen und den Betrieb von Lagern. Foto: PSI Logistics

Mit der Warehouse-Management-Software „Klinkware“ präsentiert die Klinkhammer Group eine neue Generation der Lagerverwaltungssoftware und Materialfluss-Steuerung. „Das schnelle Kraftpaket Klinkware wurde komplett neu entwickelt und basiert auf modernster Technologie und Softwarearchitektur“, so Frank Bennemann, Geschäftsführer der AK Warehouse Solutions GmbH, Teil der Klinkhammer Group. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit von Steuerungsaufträgen in Form von SPS-Telegrammen sei nun bis zu fünf Mal schneller als im bisherigen System, betont das Unternehmen. Großer Wert wurde auf die leichte Bedienbarkeit der Touch-Panels, Tablets und Stapler-Terminals sowie auf die übersichtliche, ergonomische Benutzeroberfläche der stationären und webbasierten Version gelegt. Die mobile Touch-Variante funktioniert ähnlich wie eine App. Mit der Slide-Funktion wird aufwendiges Scrollen vermieden, der Wischfinger navigiert mühelos durch Listen, durch Antippen zoomen relevante Funktonen auf.

Lager-Strategien festlegen

Die Menüs der stationären PCs und der Web-Version sind logisch aufgebaut, selbsterklärend und beste Grundlage für das tägliche Arbeiten. Aussagekräftige Symbole und eine einfache grafische Führung durch die Lagerverwaltungsprozesse ermöglichen eine schnelle und leichte Orientierung innerhalb der Software. Bereits nach kurzer Einarbeitung können Anwender selbst die Auswahl der Lager-Strategien vornehmen. Sie können entscheiden, ob es um FiFo, die ABC-Klassifizierung, Höhen- und Gewichtsklassen, um Auftragsfreigaberegeln, Kommissionierreihenfolgen oder die Packplatzversorgung geht.

Gleichmäßige Auslastung

Die PSI Logistics GmbH präsentierte auf der LogiMAT erstmals die PSI Logistics Suite inklusive dem WMS PSIwms Release 4.0. Dieses bietet den Anwendern zahlreiche Neuerungen für mehr Flexibilität, Individualität und Effizienzsteigerungen und setzt auf eine vollständig flexible konfigurierbare grafische Benutzeroberfläche mittels ,PSI Click-Design‘. PSIwms 4.0 verfügt über die Optimierungsfunktion ,Adaptiver Auftragsstart‘. Dieser sorgt für die gleichmäßige Auslastung von Arbeitsbereichen unter Berücksichtigung aller definierten Restriktionen. Die entsprechenden Parameter wie etwa Priorität oder Auslastung können kundenspezifisch und auch zeitabhängig gewichtet werden. Eine neue Standardschnittstelle für Lokalisierungen und -quittierungen kann zur Positionsbestimmung für Fahrzeuge und Ware im Lager, in der Produktion und auf dem Hof eingesetzt werden.

Körber Logistics
Körber Logistics setzt auf die digitale Steuerung des gesamten logistischen Netzwerks. Foto: Körber Logistics Systems

Digitale Steuerung des des logistischen netzwerks

Hubert Kloß, Geschäftsführer der Körber Logistics Systems GmbH, betont die digitale Kompetenz des Unternehmens: „Wir sind durch unsere digitale Kompetenz in der Lage, auch das gesamte logistische Netzwerk digital zu steuern und über passende Schnittstellen miteinander zu verzahnen. Das reicht von der Smart Factory über das Warehouse und die Distributionszentren bis hin zum Endabnehmer. Damit haben wir die zunehmende Digitalisierung aller Prozesse innerhalb der Logistik als wertvolles Plus in unser Leistungsportfolio integriert“.

So präsentierte Aberle Referenzprojekte zu Produktions- und Warehouse-Anwendungen mit intelligent gesteuerten und vernetzten Systemen. Grundlage dafür ist beispielsweise das Software-Tool „Aberle VirtualPlant“, mit dem die Fördertechnik-Komponenten der geplanten Anlage in der Planungsphase virtuell abgebildet, simuliert und an die beteiligten IT-Systeme und Steuerungen angebunden werden. In der so genannten Emulation der Automatisierungssysteme wird dann das Antwortverhalten der geplanten Anlage erfasst und analysiert. Resultat sind eine optimale Anlagenauslegung, eine nachhaltige Risiko-Minimierung und verkürzte Inbetriebnahmezeiten.

Anwendungen für das Internet der Dinge

Alle Zugriffe von mobilen Geräten sind auch per App möglich. Dies wird über das Framework PSI Mobile Service Solution, kurz MOSS, umgesetzt. So verfügt das PSIwms über eine App für innerbetriebliche Transporte; dabei können parallel Mobilgeräte unterschiedlichster Generationen betrieben werden. Zudem bietet die MOSS-Plattform bereits Anwendungen im Bereich Internet der Dinge, bei denen die App etwa für das Tracking und Tracing und für Inhouse-Lokalisation oder Navigation eingesetzt werden kann. Für die Anbindung fahrerloser Transportsysteme ist eine standardisierte Schnittstelle eingerichtet.

Reinhard Irrgang

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