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Artikel und Hintergründe zum Thema

Regalbediengeräte / Shuttle

RBG mit speziellem Sensor für mehr Sicherheit im Tiefkühl-Lager

Um auch bei Eiseskälte die Regalbediengeräte immer sicher zu positionieren, setzt man in Tiefkühllagern auf spezielle Sensoren, die es ermöglichen, den Aufwand für mechanische Geschwindigkeits-Kontrollmechanismen um etwa 30 Prozent zu reduzieren.

Damit die Regalbediengeräte (RBG) in Tiefkühllagern auch bei extrem unterschiedlichen klimatischen Verhältnissen von bis zu -30 °C reibungslos funktionieren, müssen sie mit einer leistungsfähigen und zuverlässigen Sensorik ausgestattet sein. Ihre Laufwege werden von je zwei Laser-Distanz-Messgeräten des Typs AMS 200/120 von Leuze electronic gemessen und positioniert – das eine wird für die Fahrt, das andere für den Hub eingesetzt. Zwischen den RBG und einer Feststation werden die Daten durch die Datenlichtschranken DDLS 200 optisch übertragen, ohne gegenseitige Beeinflussung mit den AMS 200.

Sensoren der Baureihe 46B überwachen, dass das Ladegut problemlos positioniert werden kann. Die Absolut-Mess-Systeme AMS 200, die in x- und in y-Richtung in der Höhe des RBG-Fahrwerks angebracht sind, arbeiten laut Hersteller mit höchster Genauigkeit, sind einfach zu bedienen und bieten maximalen Anschlusskomfort. Zur Berechnung der Absolutposition des RBG und des Hubwerks sind am Ende der jeweiligen Strecke Reflektoren angebracht, die das Laserlicht zum AMS 200 zurückreflektieren.

Weil das AMS 200 die Geschwindigkeit des Lichts und die zwischen Senden und Empfangen liegende Zeit kennt, kann es die zwischen Gerät und Reflektor liegende Entfernung berechnen und ermittelt daraus die jeweilige Absolutposition. Diese Positionsberechnung geschieht äußerst schnell. Damit kann das AMS 200 die hohe Dynamik der RBG-Antriebe umsetzen. Eingemessene Positionen werden bis zu einer Reichweite von 200 m millimetergenau reproduziert.

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Damit wird eine absolute Genauigkeit von ±2 mm erreicht. Die Software des AMS 200 berechnet aus den Daten der Positionsänderung pro Zeiteinheit die aktuelle Geschwindigkeit. Auf dieser Basis kann die Geschwindigkeit überwacht werden – ein besonderes Feature von Leuze electronic. Verfahrwege lassen sich in vier unterschiedliche Distanzsektoren aufteilen. Jeder Sektor ist mit einer separaten Geschwindigkeit konfigurierbar. Diese Parameter überwacht das Gerät autark. Über- oder Unterschreiten der parametrierten Geschwindigkeit meldet das Gerät an die Steuerung. Damit konnte TGW Ibércia an den Regalbediengeräten den Aufwand für mechanische Geschwindigkeits- Kontrollmechanismen oder Puffer, die die Geräte aus voller Fahrt stillsetzen müssen, um etwa 30 Prozent reduzieren.

Diese Geschwindigkeitskontrolle erfüllt die Anforderung eines zweiten unabhängigen Messsystems, die nötig ist, um diese Reduzierung des Puffers durchführen zu dürfen. Mit Vorausfallmeldungen warnt das AMS 200 rechtzeitig bei abnehmender Leistung der Laserdiode vor nicht zulässigen Temperaturen oder bei Verschmutzung der Optik. Das ermöglicht eine rechtzeitige, bedarfsbezogene Wartung und Fehlerbeseitigung und erhöht damit die Anlagenverfügbarkeit. In dieser Anlage sind die RBG mit zwei unterschiedlichen Geräteversionen ausgerüstet worden: mit und ohne Heizung. Damit kann das AMS 200 auch in der Tiefkühlzone ohne Einschränkung arbeiten.

Bei der Kommunikation der RBG entschied sich TGW Ibérica für die optische Datenübertragung DDLS 200. Dieses System überträgt Daten verschleißfrei und praktisch frei von Störeffekten. Es besteht aus einem Gerätepaar, das bidirektional kommuniziert, weil jedes Gerät als Sendeund Empfangseinheit mit unterschiedlichen Frequenzen arbeitet. Die DDLS-200-Systeme zeichnen sich laut Leuze durch Schnelligkeit, Schnittstellenvielfalt und eine hohe Reichweite bis 500 m aus. Es ist ein vollkommen transparentes System.

Deshalb ist bei den Profibus-Mastern kein Parametrieren erforderlich. Auch bei diesem Gerät wird im Tiefkühlbereich die Optik beheizt, damit ein störungsfreier Betrieb gewährleistet ist. Ein weiterer Vorteil ist die Ein-Mann- Justage: In der Betriebsart ‚adjust‘ wird die LED-Anzeige des gegenüberliegenden Gerätes an das Gerät auf der Be-dienerseite übertragen. Die optische Datenübertragung der DDLS 200 erfolgt über unsichtbares Infrarotlicht, die Distanz- Messgeräte AMS 200 arbeiten mit Laser-Rotlicht. Deshalb können beide Systeme direkt nebeneinander arbeiten, ohne dass sie sich beeinflussen. Kontrollierte Einlagerung Sensoren der Baureihe 46B von Leuze electronic sind an den RBG als Kontrollelement eingebaut.

Sie überwachen die Positionierung der Paletten im Regal, kontrollieren das Ladeprofil sowie die Freiräume und erkennen, ob ein Regalfach bereits belegt ist. Sensoren, die im Tiefkühlbereich genutzt werden, müssen gegenüber Kondensation resistent sein – eine der Stärken der Baureihe 46B. Wegen der vielfältigen Varianten dieser Sensor-Baureihe können sie in unterschiedlichen Teilen der Anlage von Wareneingang über den Lagerbereich bis zum Warenausgang eingesetzt werden.

Das Lager im Detail TGW Ibérica hat das neungassige automatische Hochregallager mit 6 600 Palettenstellplätzen errichtet, in dem Lebensmittel gelagert sind. Bei Umgebungstemperaturen bis zu -30 °C positionieren Lösungen von Leuze die Regalbediengeräte, übertragen Daten optisch und überwachen, dass Paletten sicher positioniert werden. Das Lager hat einen Grundfläche von 40 000 m², ist 20 m hoch und ist in drei Temperaturzonen aufgeteilt. In der ersten werden die Produkte bei normaler Raumtemperatur untergebracht. Hier stehen 3 400 Stellplätze zur Verfügung. Die Kühlzone mit 0 °C bietet Platz für 1 600 Paletten – ebensoviel wie im Tiefkühlbereich, der -30 °C kalt ist. Versorgt werden die Lagerplätze von dynamischen Regalbediengeräten des Anbieters TGW Ibérica (Spanien).

Leuze electronic GmbH + Co. KG, E-Mail: [email protected], http://www.leuze.de

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