Aus materialfluss 1-2/2020

Marvin Meyke,

Vier Fragen an PAKi-CEO Christian Agasse

Christian Agasse, CEO von PAKi Logistics, sprach mit materialfluss über die Einführung des e-Voucher.

materialfluss: Zurzeit ist der e-Voucher von PAKi in 25 ­Ländern erhältlich. Planen Sie die Einführung des ­e-Vouchers mittelfristig auch in weiteren Ländern?
Christian Agasse: Wir haben den e-Voucher in Rekordzeit in 25 Ländern ausgerollt und werden noch weitere Länder in ganz Europa aufschalten. Die Einführung des e-Vouchers in einem Land ist an sich einfach, die wichtigste Voraussetzung dabei ist aber immer, den Palettentausch an einem bestimmten Ort auch organisieren zu können.

Christian Agasse, CEO PAKi Logistics © PAKi Logistics

mfl: Welche Trends beobachten Sie im Bereich ­Pool-Management?
Agasse: Die Beteiligten der Lieferkette, die Paletten-Pooling nutzen, wollen einen schnelleren und sichereren Informationsfluss, deshalb ist es wichtig, digitale Angebote auf den Markt zu bringen, die wirklich pragmatische Lösungen bieten. Wieder dürfen wir nicht vergessen, dass unsere Kunden, egal wie weit die Digitalisierung fortgeschritten ist, letztendlich eine physische Palette am richtigen Ort und in der richtigen Qualität benötigen. Im Paletten-Pooling wird die Qualität der Palette immer wichtiger, um den wachsenden Ansprüchen automatischer Lager gerecht werden zu können. Jeden Tag versuchen wir, die Marktteilnehmer dafür zu sensibilisieren, dass eine Europalette im offenen Pool, die von einem Pooling-­Spezialisten wie PAKi professionell verwaltet wird, auch höchste Qualitätsstandards erfüllen kann.

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mfl: Welche Bilanz zieht PAKi für das Jahr 2019?
Agasse: Allgemein sehen wir, dass die Spannungen in der Weltwirtschaft de facto die deutschen Exporte schwächen und damit die deutsche Wirtschaft beeinträchtigen. Trotz der leichten Abschwächung der deutschen Konjunktur konnte PAKi im Paletten-Kerngeschäft sowohl auf dem Heimatmarkt als auch in Europa ein gesundes Wachstum vorweisen. In den letzten 15 Jahren ist PAKi deutlich gewachsen und hat sich von einem deutschen Unternehmen zu einem europäischen Anbieter entwickelt, der in 27 Ländern operiert. Als Christian Kühnhold PAKi verließ, um ein eigenes unternehmerisches Projekt zu verwirklichen, war dies das Signal für PAKi, seine Organisationsstruktur zu überdenken und sich auf das nächste Jahrzehnt und den nächsten Wachstumszyklus vorzubereiten. Dies umfasste auch eine Umgestaltung der Führungsspitze mit der Schaffung eines Vorstandes mit CEO, CFO, COO und CIO. Was die Digitalisierung betrifft, sehen wir sie nicht als Weg, sondern als Ziel. Deshalb investieren wir stark in Digital- und IT-Lösungen, um die PAKi-Dienstleistungen für unsere Kunden noch einfacher und benutzerfreundlicher zu machen. Dennoch verlieren wir nie unsere Kernkompetenzen aus den Augen, die uns in den letzten 45 Jahren erfolgreich gemacht haben. Darunter zählen wir einen personenzentrierten Service und unsere Fähigkeit, Paletten und Behälter überall und jederzeit bereitzustellen. Zudem können wir mit der größten geographischen Abdeckung und dem größten Netzwerk punkten. Die Übernahme von vPOOL im letzten Jahr passte perfekt zu unserer Wachstumsstrategie für Ladungsträger im offenen Pool. Wir können hier die gleiche Strategie verfolgen, mit der wir vor 15 Jahren bei PAKi begonnen haben. Dabei legen wir denselben Fokus auf die Kundenzufriedenheit, was uns schon 2019 erste positive Ergebnisse gebracht hat. Ein weiterer Baustein war die Eröffnung einer Niederlassung in Toulouse, um die Märkte in Frankreich, Spanien und Marokko besser ansprechen zu können.

mfl: Welche weiteren Entwicklungen plant Ihr ­
Unternehmen für 2020?
Agasse: Wir arbeiten weiter am Ausbau des europäischen Netzwerks. Darüber hinaus arbeiten wir bei vPOOL an neuen Projekten, die die Expertise im Lebensmittelsektor mit dem internationalen Netzwerk von PAKi kombinieren. Aber auch lokal verändern wir uns: In unserer Zentrale in Ennepetal, die wir 2010 bezogen haben, haben wir jetzt bereits die volle Auslastung erreicht, daher ­planen wir die Eröffnung eines zweiten Stand­ortes in der Nähe.

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