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Artikel und Hintergründe zum Thema

Logistik-Immobilien

Logistik-Immobilien: Sicherheit, Funktionalität und modernes Design für automatisches Logistiklager

Dass modernes Design und Funktionalität kein Widerspruch sein müssen, beweisen die neuen Hochregallager des Dänischen Bettenlagers. Auch der Brandschutz der sehr nah beieinander stehenden Gebäude konnte clever gelöst werden.

Logistik-Immobilien: Logistik-Immobilien: Sicherheit, Funktionalität und modernes Design für automatisches Logistiklager

Mit seinem dritten automatischen Logistiklager, das im Sommer 2008 im dänischen Uldum gebaut wurde und im Frühjahr 2009 in Betrieb geht, erschließt der zum JYSK Konzern gehörende Filialist Dänisches Bettenlager weitere Wachstumsfelder und stärkt damit langfristig die eigene Wettbewerbsposition. Von Uldum aus gelangen die Waren an mehr als 170 Läden in Dänemark, Norwegen, Holland und England sowie an Shops in Franchise-Ländern. Es ist der größte skandinavische Lagerstandort, der je „in einem Rutsch“ realisiert wurde, ausgelegt für eine maximale Kapazität drinnen und draußen mit 8 500 Paletten pro Tag und Platz für 134 000 Europaletten. So ein Mega-Projekt hatte es bis dato in Dänemark noch nicht gegeben. Es sind gleichzeitig die größten Lagerhallen, für die ein Investor jemals eine Planungsgenehmigung in Dänemark erhalten hat.Erstes HRL in Stahlelementbauweise Der Logistikkomplex steht auf einem 330 000 m² großen Geländes in Uldum Nähe Horsens. Der Baugrund entspricht einer Fläche, die so groß ist wie insgesamt 48 Fußballfelder. Den Planungsauftrag für die Bebauung erhielt der Architekt und Fachberater AK83 Arkitektkontoret aus Aalborg. Er entwarf einen Logistikkomplex in Staffelbauweise mit einer Gesamtfläche von 64 000 m², aufgeteilt in drei gleich große Hochregallager (38 m hoch x 136 m lang x 55 m breit), die sehr dicht nebeneinander stehen, mit einer Grundfläche von je 7 800 m², dazu weitere 30 000 Lagerplätze in zwei vorgelagerten, automatisch betriebenen Kleinteileregallagern, so genannten Miniloads, jedes 14 m hoch, mit einer Fläche von je 1 600 m². In diesem Bereich sind die HRL über Tore miteinander verbunden.

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Es ist das erste Mal, dass ein Logistikzentrum in Dänemark in Stahlleichtbauweise erstellt wurde, in dem Stahlregalsysteme als Trägerkonstruktion genutzt werden. Bauunternehmer für das Gesamtprojekt war Midtjydsk Totalbyg A/S aus Herning. Für das Logistikkonzept verantwortlich zeichnet Langebæk Logistik A/S in Allerød. Die Lagerhallenkonstruktion erstellte der Logistikspezialist SSI Schäfer Noell GmbH aus Giebelstadt. Ausführendes Unternehmen für die Erstellung der Gebäudehüllen, Dachtragschalen, Dachabdichtung und -entwässerung, RWA, Blitzschutz, sowie der Fluchttüren war Hammersen Elementbau aus Osnabrück, ein erfahrener und europaweit renommierter Fassadenund Leichtbauspezialist.

Feuerwiderstandsklassen bis F 120 Die Hochregallager erhielten eine Fassade aus modernen Sandwichelementen. Diese bestehen aus zwei Stahldeckschichten und verfügen im Stützkern über eine umweltfreundliche, schalldämmende, steggerichtete und nicht brennbare Isolationsschicht aus Mineralwolle Typ Trimo FTV-GS-120. Verarbeitet wurden Baubreite von 1 200 mm. Verschiedene, chaotisch angeordnete Farbtöne in RAL 9006 und RAL 9022 lassen die Ansichten aufleuchten und sorgen für auffällige Akzente in der eher zweckmäßig gehaltenen Bauweise.

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Zu den Besonderheiten des Gebäudekonzeptes gehören eine Auswahl und Ausstattung mit qualitativ hochwertigen Produkten. Speziell die Brandschutzpaneele in den Feuerwiderstandsklassen bis F 120 waren ergänzende Bestandteile des Brandschutzkonzeptes, nicht zuletzt deshalb, weil die Hochregallager ziemlich dicht nebeneinander stehen. Die Dachflächen wurden mit Stahltrapezblechen 100/275 als Tragschale, Dampfsperrfolie, Mineralfaserwärmedämmung 160 mm, mechanisch befestigt, ausgeführt. Die Dachabdichtung musste den dänischen Anforderungen gerecht werden, sodass in Uldum die Sika Trocal 15 VGT verlegt wurde, mit besonderer mechanischer Befestigung nach Herstellerangabe und Windlastberechnung unter Berücksichtigung der exponierten Lage und der enormen Höhe der Gebäude. Qualifiziertes Fachpersonal In jedem Montagestadium erledigte der Osnabrücker Mitgliedsbetrieb des Industrieverbands für Bausysteme im Metallleichtbau e.V. (IFBS) mit eigenem qualifiziertem Fachpersonal seinen Auftrag gemäß der einschlägigen Richtlinien. Einmessen, Prüfen, Ausrichten, Schneiden, Anpassen, Befestigen und Verbinden, Dichtungs- und Dämmarbeiten sowie der sorgfältige Zusammenbau kompletter Dach- und Wandsysteme waren hier nachzuweisen. Auch die anwendungstechnischen Vorschriften und bauaufsichtlichen Zulassungen und Normen, insbesondere die DIN 18 807, Teil 3, gehörten dazu.

Den erforderlichen Brandschutz gewährleisten insgesamt 75 000 Sprinkler über die gesamten Flächen verteilt. Soweit bekannt, sind dies genauso viele, wie in einem Jahr genutzte Sprinkleranlagen in ganz Dänemark. Flucht- und Zugangstüren sind teilweise als Feuerschutztüren ausgeführt (T90). Die Dachkuppeln verfügen über integrierte RWA-Anlagen. Die Lüftung erfolgt über eingebaute Dachventilatoren. Auf dem Dach wurden zusätzlich Löschkanonen installiert, von denen aus man die gesamte Dachfläche besprühen und kühlen kann.

JYSK, DK-8220 Brabrand, www.jysk.com Hammersen Elementbau GmbH & Co. KG, www.hammersen.de

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