Logistikdienstleister

Marvin Meyke,

Zollabwicklung in digital

BLG Logistics unterstützt seine Kunden beim Warenexport in die USA. So gilt es dabei komplexe Regelwerke im Blick zu behalten. Zudem setzt sich der Logistikdienstleister zusammen mit seinem Partner Secure System mit dem Einsatz von Tracking-Lösungen auseinander.

© BLG Logistics

Weltweite Warenflüsse und Handelsbeziehungen kennzeichnen die Globalisierung. Doch trotz des fortgeschrittenen Handels­austauschs sind Importe in die USA, ähnlich wie die Importe in die EU, kein ganz ­ein­faches Unterfangen. Das US Zollrecht unterliegt diversen ­internationalen Abkommen, die in komplexen Regelwerken von Zollvorschriften und Vorschriften weiterer Behörden ­umgesetzt sind. Es ist daher naheliegend und sinnvoll, dass Logistikdienstleister ihre Kunden beim Export ihrer Waren in die USA unterstützen. Neben den Kenntnissen der Regeln ist auch eine Sensibilität für Besonderheiten und aktuelle ­Entwicklungen notwendig. Das Thema Sicherheit der ­Lieferkette ist und bleibt auch in Abhängigkeit von der ­geo­politischen Lage von hoher Bedeutung. Mit zukünftig noch höheren ­Anforderungen an die externen Kontrollen im ­Ausland sowie auch an die ­„Internal Controls“ von Unter­nehmen ist daher zu rechnen.

Daten in Echtzeit
Für Kunden stehen vor allem zuverlässige und praktische ­Lösungsansätze im Vordergrund, schließlich soll der Transport möglichst reibungslos, schnell und sicher vonstattengehen. Der Logistikdienstleister BLG Logistics setzt sich daher gemeinsam mit seinem Partner SecureSystem in einem Feldtest intensiv mit dem Thema Verzollung auseinander. Unter dem Titel FastLane testen die IT- und Logistikexperten den Einsatz eines ­Monitoring- und Tracking-Gerätes, mithilfe dessen der störungsfreie Warenfluss nachvollzogen werden kann. Das gelingt, ­indem ­digitale Daten in Echtzeit genutzt werden, um die ­komplexen Zoll-Entscheidungsprozesse zu unterstützen. Ziel ist es, durch das ­Bereitstellen von Echtzeit-Daten an ­Zollbehörden, das Sicherheitslevel zu ­erhöhen und so eine rasche Zollfreigabe zu erreichen.

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Ware mittels Sensoren im Blick
BLG Logistics hat in den letzten Jahren umfangreiche Erfahrung im Waren­tracking mittels Sensoren gesammelt. In Zusammenarbeit mit Kunden und durch Nutzung der Erkenntnisse aus unterschiedlichen sensorbasierten ­Innovations- und Forschungsprojekten wurde bereits die Dienstleistung Freight Quality ­Tracking (FQT) entwickelt. Mit dem ­Service können Qualitäts-, Orts- und ­Statusdaten der Fracht visualisiert und echtzeitnah überwacht werden. Mit Hilfe der präzisen Analyse und Auswertung der Daten kann bei Verspätungen, Beschädigungen oder gar Verlusten des Transportguts unmittelbar eingegriffen und die Transportkosten niedrig gehalten werden.

Das neue Projekt FastLane geht noch einen Schritt weiter. Firmen teilen ­Daten, die zur Risikobewertung genutzt werden können, bereits über einen ­Sensor mit der Zollbehörde. BLG ­Logistics und SecureSystem arbeiten zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ersten Testpartnern zusammen. Der Einsatz in der ­Praxis soll zeigen, wie zuverlässig die generierten Daten sind. Die Testpartner erhalten alle Monitoring- und Zustandsdaten, die das System übermittelt, um die Ware während des Transports zu verfolgen. Neben Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Position sind Licht, Erschütterungen und die Türöffnung Einflussfaktoren, die Auswirkungen auf die Qualität, Pünktlichkeit und Integrität der Ware haben können. Ob und in welchem Ausmaß die Faktoren relevant sind, ermittelt die BLG individuell mit dem jeweiligen Kunden. Das Sensor-System basiert auf patentierter Airbus Defence & Space Technologie und wurde durch die Firma SecureSystem weiterentwickelt und auf den Markt gebracht.

Fast-Lane Erprobung
Im Projekt Fast-Lane werden zunächst 20 Container getestet. Während des Transports übermittelt das Sensor-System Echtzeit-Daten bezogen auf den Ort und die Integrität der Container, um das Risiko­profil des Containers besser zu bewerten. Wird ein Container unplanmäßig während seiner Reise geöffnet, wird ein Alarm ausgelöst und sowohl dem ­Eigentümer der Fracht als auch den Zoll­behörden zur Verfügung gestellt. Ziel der Sensortechnologie ist es, unbefugtes ­Öffnen von Containern aufzudecken. Bleibt der Alarm aus, kann der Container auf der Fast Lane passieren. Lange Wartezeiten können so für die ungeöffneten Container aus Industrie- und Handel ­vermieden werden, denn die umfang­reichen Daten wurden bereits automatisiert bereitgestellt und vom Zoll geprüft. Die Grenzbehörden unterstützen Technologien, die die Verbesserung der Sicherheit und die Erleichterung des Handels vorantreiben. Die Technologie steht in den Startlöchern. Aktuell finden letzte Vorbereitungen für den ­ersten ­Testlauf durchgeführt werden kann.

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