Logistik-Dienstleister - Aus materialfluss 5/19

Martin Schrüfer,

Fridays for Future? Logistics for Future!

Neue Routenplanungssoftware, emissionsreduzierte Fahrzeuge, Logistikimmobilien nach dem höchsten DGNB-Standard: Logistiker können eine Menge tun, um ihrer Verantwortung für Mensch und Umwelt gerecht zu werden. Der Logistikdienstleister pfenning logistics zählt diese Form des Engagements zu den Grundsätzen unternehmerischen Handelns.

© pfenning logistics

Tausende Jugendliche haben sich inzwischen der Bewegung „Fridays for Future“ angeschlossen und setzen sich weltweit für den Klimaschutz ein. Mit ihrem Protest schlägt Greta Thunberg ordentlich Wellen und regt viele Menschen zum Nachdenken an. Macht es denn wirklich einen Unterschied, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto die Brötchen zu holen? Ja, absolut. Jeder einzelne muss verantwortungsvoll handeln, Logistiker umso mehr. Ein Transport- und Logistikunternehmen kann es sich heute nicht mehr leisten, nicht ökologisch zu denken. Denn die Branche ist omnipräsent. Sie bewegt die Welt. Und sie produziert dabei nicht nur umweltfreundliche Ergebnisse.

Während große und mittelständische Unternehmen sich mit dem Einsatz von alternativen Antrieben und nachhaltig anspruchsvollen Immobilienkonzepten beschäftigen, stehen kleinere Firmen jedoch oft ­zögerlich vor der Herausforderung, ihren Ressourceneinsatz zu optimieren. Wo anfangen? Und von welchem Geld? Bei grüner Logistik denken die meisten Menschen an den Transport mit Flugzeug, Schiff und Lkw. Wie Fracht möglichst umweltverträglich von A nach B geschafft wird, ist bestimmt die vordergründige Herausforderung für den ökologischen Fußabdruck. Entlang der Supply Chain ranken sich jedoch viele kleine Felder, die anstatt hoher Investitionen vor allem zielgerichtetes Handeln und Willenskraft erfordern.

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Grüne Logistik: Mitarbeiter überzeugen
Jedes Unternehmen kann sein eigenes Tempo vorgeben. Es müssen nicht immer die innovativsten Technologien sein. Wichtig ist, dass das Management die Mitarbeiter überzeugt und alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Kleine Maßnahmen in der Büroorganisation wie Reduzierung des Papier­verbrauchs und Abschaffung von Kaffeekapsel-Maschinen sind wunderbare Scharfsteller für Sensibilisierung auf Umweltthemen und Neuordnung von logistischen Zusammen-hängen. Grüne Logistik ist kein Produkt, sondern eine Doktrin. Sie gehört mit jeder denkbaren Selbstverständlichkeit zur Unternehmenskultur und ist der Antreiber für weiteres Handeln im Einklang mit der Natur.

Natürlich sind Photovoltaikanlagen, neueste Routenplanungssoftware, emissionsreduzierte Fahrzeuge und Öko-Gebäude fortschrittliche Maßnahmen und sehr wichtig für die Entwicklung der Branche. Aber auch die kleineren Handgriffe sind für den großen Wurf entscheidend. Um ökologischer zu handeln, muss ein Unternehmen seine Transportflotte nicht gleich mit LNG-Fahrzeugen ausstatten. Allein eine gut organisierte Kommunikation zwischen Fahrer und Zentrale kann helfen, Staus und Lärm zu vermeiden und die jeweils optimale Route zu wählen. Auch Fahrertrainings für umweltbewusstes Fahren sind jederzeit machbar und schlagen mit reduzierten Emissionen zu Buche.

Jeder nach seinen Möglichkeiten
Keine Frage, es gibt noch viel zu tun. Nur jede fünfte deutsche Spedition verfügt über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem und Standards zur Berechnung von Treibhausgasemissionen. Die Anforderungen kommen zumeist von den Auftrag­gebern, die damit Ihre Supply Chain grün halten. Ein sofortiger Nutzen ist bei solchen Maßnahmen nicht zu erwarten. Denn im Idealfall sollte es um die langfristige Wirkung vieler grüner Maßnahmen gehen. Natürlich lauern bei der Umsetzung überall Unbequemlichkeiten, denn Gewohnheiten können in Unternehmen manchmal zu lähmenden Lasten werden. Aber wer grüner werden möchte, der durchbricht alte Gewohnheiten, arbeitet pragmatisch und betreibt an allen Ecken seines Unternehmens Umweltschutz.

„Leuchttürme“ der grünen Supply Chain
Moderne Logistikimmobilien haben das Zeug dazu, zu „Leuchttürmen“ der grünen Supply Chain in der Logistiklandschaft zu werden. Sie säumen unsere Autobahnen und sind mit ihren farblich attraktiv gestalteten Fassadenelementen ein weithin sichtbarer Hingucker, der das kreative wie umweltfreundliche Konzept moderner Logistik verdeutlichen kann, das sich häufig hinter ihrer Fassade verbirgt. Mit dem Multi-User-Konzept des „multicube“ hat sich pfenning logistics an mittlerweile zwei Standorten in Deutschland selbst hohe Umweltziele auferlegt und in eine nachhaltige Bauweise investiert, die sich aus vielen Perspektiven rechnet. So wurde bei der Errichtung des neuen „multicube rheinhessen“ in Monsheim beispielsweise nur zu 100 Prozent PEFC-zertifiziertes Holz verbaut und auf schadstofffreie Materialauswahl geachtet. Um die Innenraumlufthygiene zu gewährleisten, kamen emissions- und lösemittelfreie Produkte zum Einsatz. Boden-, Staub- und Lärmschutz entsprechen den höchsten Vorgaben. Die Qualität der Gebäudehülle wird an den Dämmeigenschaften deutlich: So besitzt die Dachdämmung 140 statt 80 Millimeter, die Fassadendämmung 150 statt 120 Millimeter. Das macht sich auch bei der Ökobilanz bezahlt: Sie liegt um 40 Prozent unter den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV). Wie beim „multicube rhein-neckar“ strebt das Unternehmen auch hier einen hohen DGNB-Nachhaltigkeitsstandard an und hofft auf den Logix-Award, der besondere Logistikimmobilien kürt. Pfenning logistics strebt demnach mit vielen kleinen Schritten danach, seiner Vorstellung von einer klimafreund­lichen Logistik näher zu kommen.

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