Lager- & Kommissioniertechnik

Mit intelligenten Systemen sparen

In Deutschland werden pro Jahr über drei Mio. Tonnen Tiefkühlkost umgeschlagen und gelagert. Das fordert eine ganz spezielle Lagertechnik. Wir zeigen, worauf es ankommt. TK-Lager sind nicht nur in der Lebensmittelherstellung und -distribution gefragt, sondern etwa auch in der Medizintechnik oder der Pharma­branche. Allen gemeinsam ist jedoch eines: Die Kühlkette muss unterbrechungsfrei, der Warenfluss effizient und die Produkte lückenlos rückverfolgbar sein. Um Arbeitsplatzbedingungen human zu gestalten, Fehler zu reduzieren, Platz bestmöglich zu nutzen, Übergänge zwischen unterschiedlichen Temperaturzonen minimal zu halten und damit eine große Menge an Energie zu sparen, kommen Hersteller, Handel und Dienstleister nicht umhin, die Prozesse von TK-Produkten zu automatisieren. Denn Schnelligkeit und Qualität sind der entscheidende Wettbewerbsfaktor.

Modern, energie- und prozesseffizient
Modern, energie- und prozesseffizient lagert zum Beispiel der amerikanische Nahrungsmittelhersteller Gordon Food seine TK-Produkte

Grundsätzlich sind die technischen Abläufe in einem TK-Lager so zu konzipieren, dass die Prozesskette nicht unterbrochen, die Ware immer optimal gekühlt, dabei jedoch so wenig Energie wie möglich verbraucht wird. Gerade wegen der hohen Energiekosten gilt es auch, die Außenabstrahlungsfläche gering zu halten und Bodenplatte, Dach und Wand nach den aktuellen Vorschriften zu isolieren, damit es nicht zu Kälteverlust sowie zu Schäden durch Kältebrücken oder Kondensation kommt. Die Anbindung des Lagers an vorhandene oder neue Gebäudeteile ist bereits in der Planung zu berücksichtigen, um die einzelnen Gebäudeteile entkoppelt voneinander auszulegen. Die Übergänge sind idealerweise mit Luftschleiern oder Schleusen auszustatten. Auch die Türen und Tore sind nach den gängigen TK-Vorschriften auszulegen, zudem ist ein geregelter Unterfrierschutz zu berücksichtigen.

Anzeige

Damit RBG und Fördertechnik in einem TK-Lager reibungslos ihren Dienst verrichten können, müssen sie mit TK-tauglicher Technik ausgestattet sein. Die Antriebe haben ebenso Temperaturen bis -40 °C standzuhalten wie die Steuerungen, die Elektronik und die Mechanik. Zum Beispiel sollten Lichtschranken beheizbar sein, damit sie nicht beschlagen, oder Schaltschränke müssen beheizt – oder wenn möglich außerhalb der TK-Zone untergebracht – werden, damit die elektrischen Steuerungen richtig funktionieren. Auch ist auf TK-, lebensmittel- oder pharmataugliche Schmierfette, Öle und Dichtungen zu achten; besondere Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit von Metallen sind zu berücksichtigen.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil von automatischen Systemen ist, dass die Arbeitsbedingungen von Menschen im Lager deutlich verbessert werden. Die reine Lagertätigkeit wird von den RBGs verrichtet. Die Kommissionierung der TK-Artikel erfolgt daher nach dem Ware-zur-Person-Prinzip. Dabei ist wichtig, dass der Kommissionierarbeitsplatz ergonomisch gestaltet ist, die Mitarbeiter nicht in monotoner Abfolge schwere Lasten zu heben haben und nicht unnötig lange tiefen Temperaturen ausgesetzt sind. Entscheidenden Einfluss darauf hat das WMS, das zum einen Kommissionierhilfen wie Pick by Voice oder Lichtanzeigen ermöglicht, zum anderen durch ein gemäß der EU-Verordnung 178/2002 integriertes Chargen-, MHD- und Seriennummer-Management eine hohe Transparenz im Lager und Distributionszentrum erzeugt. Das WMS berechnet alle Prozesse voraus, damit sie reibungslos und ohne Zeitverlust ineinander greifen. Zudem sorgt es damit dafür, dass jedes Produkt von Wareneingang über Lagerung, Kommissionierung bis zum Warenausgang zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, um die Kühlkette nicht zu gefährden. Die Qualität der Software sollte daher interna­tionalen Standards wie IFS entsprechen und nach GAMP validierbar sein.

Planung und Prozess­gestaltung entscheidet über (Energie-)Effizienz

Planungsablauf für ein TK-Lage
Der Planungsablauf für ein TK-Lager ist komplex. Doch es gilt: Je durchdachter die Planung, desto schneller der Return on Invest.

Das leistungsfähige Softwarepaket viad@tWMS ist in Funktion und Leistung voll skalierbar. Jeder Lagerprozess wird durch das System anhand von flexibel einstellbaren Strategien optimal gesteuert. Mitarbeiter können sämtliche Informationen in Echtzeit einsehen. Die Bedienung und Steuerung von viad@tWMS ist den Arbeitsabläufen im Lager exakt angepasst. Ein einmaliger Scanvorgang oder Tastendruck genügt, um sofort die nächsten Bearbeitungsschritte auszulösen. viad@t enthält alle erforderlichen Bausteine zur Steuerung von Regalbediengeräten, Fördertechnik und anderen mechanischen Komponenten. Es regelt zudem die Steuerung und Visualisierung der komplexen Materialflusssysteme. Über standardisierte Schnittstellen lässt sich viad@tWMS an Fremdprodukte wie spezielle Speditions-, Zoll- oder Versandsoftware koppeln. viad@tWMS ist unabhängig von Betriebssystemen und läuft auf allen gängigen UNIX- und Windows-Plattformen. Zur Datenhaltung können alle führenden Systeme wie ORACLE, SQL-Server oder DB2 verwendet werden. Eine moderne Client-Server-Architektur ermöglicht die Verteilung der Anwendungen und Datenbanken auf unterschiedliche Rechner im Netzwerk. viad@t unterstützt mehrere parallele Host-Systeme sowie mehrere Mandanten – mit vollständig getrennten Warenbeständen.

Intelligent Energiesparen Energieeinsparpotenziale in TK-Lagern und Logistikzentren sind hoch. Hierzu hat viastore das Energieeinsparungskonzept viastore blue entwickelt, das nicht nur einzelne Energie-Verbraucher erfasst, sondern die gesamte Anlage. Ein intelligentes Warenmanagementsystem ermittelt Kennzahlen für eine optimale ABC-Verteilung im Lager.

Das vermeidet überflüssige Warenbewegungen und spart Energie am effektivsten. Um wirtschaftlich und effi­zient zu arbeiten, können zum Beispiel energiesparende Antriebe eingebaut, freiwerdende Energie genutzt, Prozesse effizienter gestaltet, Verpackungsgrößen passend vorgeplant und Lkw-Ladekapazitäten besser ausgeschöpft werden.

Praxisbeispiele

Dass sich diese TK-Kompetenz bereits vielfach bewährt hat, zeigen erfolgreiche internationale Praxisbeispiele. In Friona im US-Bundesstaat Texas hat viastore ein 20-gassiges Distributions-TK-Lager für die Excel Beef Corporation errichtet. Im Lieferumfang für das Lager mit rund 80.000 Karton-Stellplätzen enthalten sind unter anderem 20 IPC-gesteuerte RBGs des Typs viaspeed XL mit zwei nebeneinander angeordneten einfach tiefen Lastaufnahmemitteln, die Fördertechnik, die Regalanlage und die Brandschutzvorrichtungen. Die Lastaufnahmemittel (Riemenzugförderer), die Ein- und Auslagerbahnen sowie die Regalanlage sind für drei unterschiedlich große Kartonabmessungen aus­gelegt. Excel Beef ist einer der größten Fleischproduzenten der USA und verarbeitet täglich etwa 3.000 Rinder.

Eine Anlage mit 15 viaspeed-XL-RBGs lieferte viastore an den amerikanischen Lebensmittelhersteller Cargill Meat Solutions in Schuyler (Nebraska). Auch hier können die Lastaufnahmemittel der hochdynamischen RBGs zwei Kartons gleichzeitig handhaben. Zudem hat viastore die Förder- und Sortiertechnik geliefert und den Materialfluss geplant. Das Logistikzentrum bietet Platz für 50.000 Kartons, in denen Rind-, Schweine- und Truthahnfleisch gelagert wird.

Kontakt: viastore systems GmbH D-70469 Stuttgart Tel: 07 11/98 18-0 Fax: 98 18-1 80 E-Mail: info@viastore.de www.viastore.de

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Stapler & Komponenten

Service macht den Unterschied

Eine außerordentliche Serviceleistung ist für die Hamburger Still GmbH viel mehr als ein unternehmerisches Markenzeichen. Sie ist ein wichtiger Differenzierungsfaktor, mit dem sich Still als einer der führenden Anbieter maßgefertigter...

mehr...

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem materialfluss NEWSLETTER

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite